Samstag, Februar 26, 2011

In my Mailbox # 25

Diese Woche wurde mein Postbote etwas geschont, denn es sind nur 3 Bücher bei mir eingetroffen:

"Angelfire" von Courtney Allison Moulton

Rückentext

Every night Ellie is haunted by terrifying dreams of monstrous creatures that are hunting her, killing her.

When Ellie meets Will, she feels on the verge of remembering something just beyond her grasp. His attention is intense and romantic, and Ellie feels like her soul has known him for centuries. ON her seventeenth birthday, on a dark street at midnight, Will awakens Ellie's power, and she knows that she can fight the creatures that stalk her in the grim darkness. Only Will holds the key to Ellie's memories, whole lifetimes of them, and when she looks at him, she can no longer pretend anything was just a dream.

Ellie has power that no one can match, and her role is to hunt and kill the reapers that prey on human souls. But in order to survive the dagerous and ancient battle of the angels and the Fallen, she must also hunt for the secrets of her past lives and truths that may be too frightening to remember.

Hier gehts zu meiner Rezension


"XVI" von Julia Karr

Rückentext:

Every girl gets one. An XVI tattoo on the wrist - sixteen. They say they're there for protection. Some girls can't wait to be sixteen, to be legal, Nina is not one of them, Even though she has no choice in the matter, she knows that so long as her life continues as normal, everything will be okay. Then, with one brutal strike, Nina's normal is shattered, and she discovers that nothing that she believed about her life is true. But there's one boy who can help - and he just may hold the key to her past. But with the line between attraction and danger as thin as a whisper, one thing is for sure .. for Nina, turning sixteen promises to be anything but sweet.




Das folgende Buch ist über Umwege bei mir eingetroffen. Beim Einfügen der Adresse ist nämlich etwas falsch gelaufen, so dass nur noch komische Symbole sichtbar waren. Daher ist das Paket bei meinem Onkel anstatt bei mir geladet. Ich bin ja wirklich froh, dass ich in einem kleinen Dorf wohne und nicht Meyer, Müller oder Huber heiße, sonst wäre das wahrscheinlich nichts geworden. Jedenfalls freue ich mich jetzt umso mehr, dass folgendes Buch zu mir gefunden hat:

"Falling Under" von Gwen Hayes

Rückentext:

Theia Alderson has always led a sheltered life in the small California town of Serendipity Falls. But when a devastatingly handsome boy appears in the halls of her school, Theia knows she's seen Haden before- not around town, but in her dreams.

As the Haden of both the night and the day beckons her closer one moment and pushes her away the next, the only thing Theia knows for sure is that the incredible pull she feels towards him is stronger than her fear.

And when she discovers what Haden truly is, Theia's not sure if she wants to resist him, even if the cost is her soul

Freitag, Februar 25, 2011

[Rezension] "Angelfire" von Courntey Allison Moulton

Inhalt

Ellies Leben ist eigentlich das eines normalen Teenagers - abgesehen von den schrecklichen Albträumen, in denen sie jedes mal von einem anderen furchterregenden Wesen getötet wird. Als dann auch noch Will auftaucht, wird ihr Leben komplett aus der Bahn geworfen. Sie hat nämlich das Gefühl ihn schon ewig zu kennen und fühlt sich sehr zu ihm hingezogen. Will ist es auch, der sie über den Ursprung ihrer Albträume aufklärt. An ihrem 17. Geburtstag erweckt er nämlich ihre Erinnerungen an ihre früheren Leben als "Preliator". Seit Jahrhunderten kämpft sie als Dienerin der Engel gegen das Böse. Ellie ist die Einzige ihrer Art und keiner kann sich erklären wie sie entstanden ist, sie ist nämlich keine Nachfahrin der Engel. Doch eines ist klar: Ellie ist sehr stark und ihre Schwerter mit dem Engelsfeuer sind oft das einzig wirksame Mittel gegen die unterschiedlichsten Dämonen. Seit Jahrhunderten bekämpft sie diese und seit 600 Jahren ist Will dabei an ihrer Seite und lehrt sie ihre Kräfte nach jeder ihrer Wiedergeburten. Außerdem beschützt und bewacht er sie Tag und Nacht.
Doch jetzt entwickelt sich mehr zwischen den beiden, sie wissen jedoch, dass ihre Liebe verboten ist. Als wäre das noch nicht genug, bedroht ein seelenfressendes Monster Ellies Leben...


Meinung

"Angelfire" ist eines jener Bücher, deren Veröffentlichung ich richtig entgegen gefiebert habe. Als es dann bei mir eingetroffen ist, habe ich es dann natürlich so schnell wie möglich verschlungen.
Ich wurde zwar nicht so sehr vom Hocker gerissen wie erwartet, aber Courntey Allison Moulton hat hier ein Debüt vorgelegt, dass sich neben all den anderen tollen Fantasybüchern wirklich nicht verstecken muss.

Was dieses Buch zu etwas Besonderen macht, ist der Charakter von Ellie. Am Anfang ist sie zwar noch ein wenig naiv, doch als dann ihre Erinnerungen zurückkehren, findet sie sich schnell in ihrer Rolle zurecht und arbeitet sehr hart an sich. Sie erkennt schnell, wie wichtig sie für das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse ist und hat auch kein Problem für ihre neue Rolle Opfer zu bringen. Gleichzeitig war sie aber auch nicht die übertrieben perfekte Heldin sondern ihr Charakter blieb immer sehr realistisch.
Ihre Schwerte und das Engelsfeuer fand ich richtig cool. Schon lange habe ich kein Fantasybuch mit so tollen Waffen gelesen.
Die Tatsache, dass sie nach ihrem Tot immer wieder geboren wird, dies aber immer einige Jahre dauert, fand ich ganz okay, allerdings hat man in diesem ersten Band der Trilogie noch nicht erfahren wieso das immer genau 18 Jahre dauert. Ich hoffe, dass es in den Fortsetzungen noch eine Erklärung dafür geben wird.

Wills Rolle als Ellies Beschützer fand ich sehr süß. Er folgt ihr schon seit 600 Jahren und wenn sie tot ist, macht er nichts anderes als auf ihre Wiedergeburt zu warten. Das nenne ich romantisch!
Normalerweise mag ich es ja nicht unbedingt, wenn nur noch die Liebe der Hauptpersonen im Vordergrund steht, hier hätten die Gefühle der beiden aber ruhig detaillierter beschrieben werden können.
Bei den Dämonen wurde dafür nicht an Details gespart. Ich fand es ein wenig unnötig, dass es so viele verschiedene mit unterschiedlichen Fähigkeiten gab. Deren Entstehung und Kräfte haben mich ehrlich gesagt weniger interessiert. Eine Rasse von Dämon hätte meiner Meinung nach gereicht, sie sind ja sowieso alle böse und werden letztendlich getötet.
Die Kampfszenen in "Angelfire" haben mir zwar am Anfang sehr gut gefallen, mit der Zeit wurden sie aber ein wenig langweilig, weil sie eigentlich immer nach dem selben Muster abgelaufen sind und mit den Tot des Dämons geendet haben.
Die Geschichte rund um den "Enshi" und die Tatsache dass sie ihn töten muss, bevor er sie tötet, war allerdings sehr spannend gestaltet.

Was mich an "Angelfire" wirklich gestört hat, war aber das Ende bzw. die wahre Identität von Ellie. Als ich das gelesen habe, dachte ich nur: "Das darf doch nicht wahr sein". Ich habe mir zwar viel überlegt, aber auf dieses Ergebnis wäre ich nie im Leben gekommen und ich finde es einfach sehr gewöhnungsbedürftig und unpassend.

Fazit

Trotz einiger Makel ein lesenswertes Fantasydebüt. Der 2. Teil ist schon auf meinen Wunschzettel gewandert, vor allem weil ich unbedingt wissen will, was mit Ellies Vater los ist, der ist nämlich viel zu böse um nur ein Mensch zu sein...



Zusatzinformation

Teil 2 der Trilogie trägt den Titel "Wings of the Wicked" und erscheint 2012. Der dritte Teil "Hymn to the Fallen" folgt 2013.



Mittwoch, Februar 23, 2011

[Rezension] "Magierdämmerung - Für die Krone" von Bernd Perplies

Inhalt

London 1897. Weltweit häufen sich die mysteriösen Ereignisse und London scheint das Zentrum dieser Vorgänge zu sein.Unentdeckt von der Öffentlichkeit ist unter den Magiern ein Krieg ausgebrochen, der die gesamte Menschheit gefährden kann.
Der junge Reporter Jonathan Kentham findet eines Nachts einen sterbenden Mann, der ihm einen Ring übergibt. Da es sich bei dem Mann um den ersten Lordmagier, also dem Anführer der Magier handelt, wird er immer mehr in den Krieg der Magier hineingezogen. Gemeinsam mit dem Kutscher Randolph und dem exzentrischen Magier Jupiter Holmes macht er sich auf die Suche nach dem Mörder des ersten Lordmagiers.
Gleichzeitig reist ein alter Freund dieses Lordmagiers mit seiner Enkeltochter nach London, weil auch er bemerkt hat, dass die Welt der Magie aus der Bahn geworfen wurde. Jene Magier, die auch für den Tot des ersten Lordmagiers verantwortlich sind, versuchen seine Ankunft aber mit allen Mittel zu verhindern.
Nun liegt es an Jonathan, Randolph und Holmes diese feindlichen Magier aufzuspüren und zu verhindern, dass sie die Macht an sich reißen.

Meinung

Bisher bin ich mit Steampunk ja noch nicht richtig warm geworden, aber von diesem Buch habe ich schon so viel gutes gehört, dass ich es einfach lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil Bernd Perplies hat es geschafft mich von Steampunk zu überzeugen.
Dieser erste Band der Magierdämmerung-Reihe ist so facettenreich, dass es gar nicht einfach ist den Inhalt kurz zusammen zu fassen. Mehrere Haupthandlungen werden nämlich gleichzeitig erzählt. Einerseits erfährt der Leser bereits am Anfang, was zu den ungewöhnlichen magischen Entladungen geführt hat: der Magier Wellington findet im Atlantik das magische Siegel und bricht dieses, um der mächtigste Magier der Welt zu werden.
Außerdem begleitet der Leser Jonathan auf seinen Weg in die magische Welt. Auch Kendra die mit ihrem Großvater nach London reißt, ist zwar eine starke Magierin, aber noch nicht mit ihren Fähigkeiten vertraut.
Alle Charaktere dieses Buches sind überaus sympathisch. Ein kleines Highlight ist allerdings Jupiter Holmes, der mit seiner exzentrischen Art für den ein oder anderen Lacher sorgt und nach eigenen Angaben das Vorbild des berühmten Sherlock Holmes ist. Seine magische Geisterkatze heißt übrigens Watson ...

Neben den Charakteren glänzt "Für die Krone" auch durch die besondere Magie. Hier werden nämlich alle Personen und Gegenstände durch Fäden verbunden. Sehen kann man diese Fäden nur in der sogenannten Wahrsicht. Jeder Magier kann in Sekundenschnelle in diese Wahrsicht wechseln und die Fäden dann auch im Kampf benutzen. Mir hat diese Vorstellung sehr gut gefallen, weil ich ständig Bilder von leuchtenden Fäden, die alles verbinden, im Kopf hatte.
Die Steampunk- Elemente sind hier nicht so sehr ausgeprägt, werden aber bestimmt im 2. Teil eine größere Rolle spielen.

Das alles wäre schon genug, um ein sehr gutes Buch zu erhalten, aber hier wird das ganze noch von Bernd Perplies Schreibstil übertroffen. Er schreibt nämlich überaus witzig, so dass ich an vielen Stellen laut losgelacht habe. Außerdem schafft er es durch seinen Erzählstil den Leser richtig zu fesseln - also mit magischen Fäden ans Buch zu binden.

Auch die Kulisse ist perfekt: London im 19. Jahrhundert - was gibt es besseres? Der Leser taucht hier richtig in das viktorianische Zeitalter ein. Besonders toll finde ich die Londonkarte im Buchumschlag, so dass man immer weiß wo sich die Protagonisten gerade aufhalten.
Nicht zu vergessen sind auch die Zeitungsausschnitte am Anfang der Kapitel, in denen teilweise von unerklärlichen Ereignissen berichtet wird, dies wohl auf die Unruhen in der magischen Welt zurückzuführen sind.

Fazit

Einfach alles richtig gemacht!




Zusatzinformation:

Der zweite Band der Trilogie "Gegen die Zeit" ist gerade erschienen und der dritte Teil "In den Abgrund" folgt im September 2011.

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei





Dienstag, Februar 22, 2011

SuB Losverfahren 2011


Kari von El Tragalibros veranstaltet das erste SuB Losverfahren 2011. Das ganze findet am kommenden Sonntag, den 27. Februar statt. Wenn ihr auch einen SuB habt, der entweder wie meiner ständig größer wird oder auch nur aus einer Hand voll Büchern besteht, könnt ihr euch HIER anmelden. Viel Spaß :D

Weitere Informationen: (ganz frech von Kari kopiert *g*)

So funktioniert’s: Jeder Teilnehmer nennt im Beitrag „Teilnehmer der 6.Runde des SuB-Losverfahrens“ (wird bald online gestellt und verlinkt!) seinen aktuellen SuB-Stand. Anschließend werde ich durch Los ermitteln, wer für wen die Glücksfee spielen darf und eine Zahl – die sich im Rahmen des SuBs bewegt auswählen darf (ohne des Stapel ungelesener Bücher des anderen zu kennen)! Falls das genannte Buch ein Folgeband einer Reihe ist, wird der erste bzw. der als nächstes zu lesende Band herangezogen.

Außerdem werde ich einen Glücksfeen-Beitrag veröffentlichen, in dem ihr den Fortschritt der sechsten Runde nachlesen könnt! Darin findet ihr neben euren Glücksfeen auch die aktuellen SuB-Stände aller Teilnehmer und ihr könnt die jeweiligen SuB-Nummern eurer Schützlinge kommentieren! >KLICK<

Die Aktion ist dann zu Ende, wenn alle Teilnehmer ihre Bücher gelesen (oder offiziell abgebrochen) haben. Dabei gibt es keinen vorgegebenen Zeitraum, aber es sollte sich schon in einem angemessenen Rahmen bewegen – der ungefähr 1-2 Monate beträgt. Danach wird dann wieder neu ausgelost (und das lässt sich so lange fortführen, bis keiner mehr einen SuB hat). Aussteigen kann man natürlich jederzeit.

Es wäre toll, wenn jeder zu seinem gelesenen Buch auch eine Rezension schreiben würde, die ich natürlich verlinken werde. Dies ist aber keine Bedingung für eine Teilnahme, da auch nicht jeder Teilnehmer unbedingt einen Blog haben muss.


Montag, Februar 21, 2011

[Rezension] "Das Tal - Die Prophezeiung" von Krystyna Kuhn

Rezension von "Das Spiel"
Rezension von "Die Katastrophe"
Rezension von "Der Sturm"

Inhalt

Benjamin, der sich in der letzten Zeit immer mehr den Drogen zugewandt hat, redet nach seinem Ausflug auf den Ghost nur noch wirres Zeug und bricht schließlich zusammen. Allen ist klar, dass dieser Zusammenbruch auf seinen Drogenkonsum zurückzuführen ist. Allerdings können die Ärzte keine Drogen in seinem Blut finden und wissen daher nicht wie sie Benjamin helfen können - sein Leben steht auf der Kippe.
Vor allem Katie macht sich Vorwürfe und möchte nicht wieder den gleichen Fehler machen wie damals bei Sebastian. Sie stellt daher Nachforschungen an und entdeckt, dass die Ursache für Benjamins Verhalten am Ghost zu finden sein muss. Gemeinsam mit David und Robert macht sie sich auf den Weg und die drei entdecken dabei etwas schreckliches und bringen sich - erneut - selbst in Gefahr.


Meinung

Seit Monaten habe ich der "Prophezeiung" entgegen gefiebert, da mich diese Reihe von Krystyna Kuhn seit dem ersten Band gefesselt hat. Von diesem 4. Teil habe ich mir lang ersehnte Antworten und Erklärungen zu den mysteriösen Vorgängen am Grace College erwartet. Nach den leider nur 269 Seiten dieses Buches ist zwar einiges ein klein wenig klarer, allerdings bin ich noch weit davon entfernt zu verstehen, was es mit diesem Tal auf sich hat.
Hier begeben sich nämlich Katie, Robert und David erneut auf die Suche nach dem Geheimnis, das seit Jahrzehnten verborgen wird. Ich möchte an dieser Stelle nicht zuviel verraten, aber was die drei finden, ist richtig cool, überraschend und überaus spannend. Auf ihrem gefährlichen Weg finden sie unter anderem die Aufzeichnungen von jenen Studenten die in den 70er Jahren am Ghost verschwunden sind. Diese Auszüge aus dem "Grace Dossier" werden an jedem Kapitelanfang kurz angerissen und haben sehr zur Spannung von "Die Prophezeiung" beigetragen. Immer mehr wird klar, dass vor über 30 Jahren etwas Schreckliches passiert ist, das seitdem von der Collegeleitung aber auch von jenen Studenten, die dabei waren totgeschwiegen wird. In diesem Band erfährt man endlich was genau sich damals zugetragen hat, das ganze Ausmaß dieser Vorgänge wird aber noch nicht deutlich.

Wie bereits erwähnt stehen in diesem Teil der Reihe vor allem Katie, Robert und David im Vordergrund. Mich hat es sehr gefreut, dass man jetzt endlich mehr von Robert und vor allem von seiner überragenden Intelligenz erfahren hat. Allerdings habe ich den Rest der Freunde hier etwas vermisst, da sie wirklich nur am Anfang und am Ende kurz vorkommen.
Außerdem war "Die Prophezeiung" meiner Meinung nach nicht mehr ganz so spannend wie die vorherigen Bände. Die Drei geraten zwar in Gefahr aber ich hatte nie Angst um ihr Leben und war mir sicher, dass sie wieder heil zurückkehren werden.

Fazit

Diese Reihe muss einfach gelesen werden. Auch wenn dieser Teil nicht mehr ganz so gut ist, wie die Vorgänger.








Freitag, Februar 18, 2011

[Rezension] "Delirium" von Lauren Oliver

Inhalt

Die 17-jährige Lena zählt die Tage bis zur ihrem 18. Geburtstag, denn an diesem Tag wird sie von der schlimmsten Krankheit der Menschen geheilt: Amor deliria nervosa, besser bekannt als Liebe.
Lena lebt nämlich in einer Gesellschaft, die alle negativen Gefühle, wie Hass und Neid auf die Liebe zurückführen. Sie kann sogar zum Tod führen.
Lena ist fest davon überzeugt, dass ihr diese Heilung ein glückliches und besseres Leben ermöglichen wird. Sie hält sich auch brav an alle von der Gesellschaft auferlegten Regeln. Dieses Verhalten ändert sich jedoch schlagartig als sie auf Alex trifft. Er ist der erste Junge, außerhalb ihrer Familie, mit dem sie jemals gesprochen hat und schnell verlieben sich die beiden - werden also mit amor deliria nervosa infiziert. Sie können ihre Liebe aber nur im Geheimen ausleben, werden sie entdeckt können sie bestenfalls mit einem Leben in Gefangenschaft rechnen...

Meinung

Mit "Delirium" legt Lauren Oliver, die vielen seit ihrem Debüt "Before I fall" ein Begriff ist, ihre erste Dystopie vor. In dieser erschafft sie nicht eine neue Welt, sondern platziert die Handlung in einer Welt, die der unseren sehr ähnlich ist, mit dem kleinen aber wichtigen Unterschied, dass die Liebe als Krankheit angesehen wird. Und zwar nicht irgend eine Krankheit, nein, amor deliria nervosa, ist die gefährlichste und gefürchtetste Krankheit der Menschheit.
Diese Idee wurde in "Delirium" sehr gut umgesetzt. Besonders interessant waren die Auszüge aus Büchern, die die Gesellschaft eingeführt haben. Dabei wurden uns bekannte Bücher, wie die Bibel, so abgeändert, um den Menschen klar zu machen, zu was die Liebe führen kann. Auch Shakespeares "Romeo und Julia" wird in den Schulen gelesen, da es als gutes Beispiel für die negativen Auswirkungen der Liebe angesehen wird.

Die Bewohner von Portland haben sich sehr gut an die Gesetze der Regierung angepasst. Sie leben ihr Leben ohne Liebe und auch ohne Glück, bemerken aber gar nicht, dass sie etwas in ihrem Leben vermissen. Ihnen ist nur wichtig nicht aufzufallen und keine Probleme mit der Regierung zu bekommen. Es herrschen sehr strenge Gesetze, zum Beispiel dürfen sich Mädchen und Jungs nicht berühren, nicht einmal miteinander sprechen. Die Ausgehzeiten sind streng limitiert und auch sonst ähneln die Gesetze jenen einer Diktatur. Nur wenige haben sich ihr selbstständiges Denken erhalten und widersetzen sich den strengen Vorgaben. Die Strafen für solche Gesetzesüberschreitungen sind knallhart und nur wenige "Verbrecher" werden je wieder gesehen.

Auch die 17-jährige Lena wächst in dieser Gesellschaft auf und ist zunächst sehr brav und angepasst. Von ihrer Mutter, die an amor deliria nervosa gestorben ist indem sie Selbstmord begangen hat, fühlt sie sich im Stich gelassen. Außerdem hofft sie, dass sie nicht eine gewisse Veranlagung dafür hat, auch an der Liebe zu erkranken und sehnt daher ihren 18. Geburtstag herbei, an dem sie geheilt wird.
Ihre Freundin Hana hingegen hinterfragt den Sinn dieser "Heilung" und bringt sich außerdem in Gefahr, indem sie an illegalen Partys teilnimmt. Hana war mir von Anfang an sehr sympathisch, da sie als Einzige kein Mitläufer ist, sich ihr eigenständiges Denken erhalten hat und die Regierung und ihre Gesetze hinterfragt.
Doch auch Lena macht eine starke Entwicklung durch. Als sie Alex kennenlernt, sich in ihn verliebt und mit ihm über amor deliria nervosa spricht, erkennt sie, dass sie von der Regierung nur belogen wurde und dass sie nicht so weiterleben will. Außerdem erfährt sie die Wahrheit über ihre Mutter und erkennt dass sie auch ihrer Familie nicht vertrauen kann. Daher wagt sie einen unglaublich mutigen und vor allem sehr gefährlichen Schritt.
Das Ende von "Delirium" ist sehr überraschend, aber dennoch passend, ein glückliches Ende hätte nämlich einfach nicht zu der Handlung gepasst...

Fazit

Unglaublich tolle Charaktere, eine Dystopie wie sie kaum besser sein könnte. Das einzige, was ich zu bemängeln habe ist, dass es etwas dauert bis die Handlung in die Gänge kommt.



Zusatzinformation

"Delirium" ist der Auftakt einer Trilogie, der zweite Teil "Pandemonium" wird 2012 und der dritte Teil "Requiem" 2013 erscheinen.



Donnerstag, Februar 17, 2011

In my Mailbox # 24

Ich glaube meinen Briefträger habe ich diese Woche wieder zum Verzweifeln gebracht, er hat nämlich folgende Bücher an 4 Tagen hintereinander zu mir in den 3. Stock geschleppt. Langsam bekomme ich ein schlechtes Gewissen *g*

"Magierdämmerung - Für die Krone" von Bernd Perplies


Rückentext:

Ein neues Zeitalter der Magie bricht an …

London 1897. Eines Nachts findet der junge Reporter Jonathan Kentham in einer Gasse einen sterbenden Mann. Dieser übergibt ihm einen Ring, der Jonathans Leben grundlegend verändern soll. Unfreiwillig wird er in den Kampf rivalisierender Magier hineingezogen. In den Ruinen des untergegangenen Atlantis wurde ein uraltes Siegel gebrochen und die Wahre Quelle der Magie geöffnet. Die ganze Welt droht im Chaos zu versinken …

Für dieses Rezensionsexemplare bedanke ich mich bei




"Im Bann des Vampirs" von Karen Marie Moning

Rückentext

Die junge Amerikanerin MacKayla Lane interessiert sich vor allem für Mode und Popsongs - bis eines Tages ihre Schwester Alina in Dublin brutal ermordet wird. MacKayla beschließt, selbst nach dem Mörder ihrer Schwester zu suchen. In Irland stellt sie erschrocken fest, dass sie Vampire sehen kann, die eine fatale erotische Anziehungskraft auf sie ausüben. Glücklicherweise trifft sie den Buchhändler Jericho Barrons, der sich mit Dämonen und Vampiren bestens auskennt. Während sie gemeinsam gegen das Böse kämpfen, funkt es gewaltig zwischen Mac und Jericho.

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei


"The Demon Trapper's daughter" von Jana Oliver

Rückentext:

Riley Blackthorne just needs a chance to prove herself - and that's exactly what the demons are counting on...

Seventeen-year-old Riley, the only daughter of legendary demon trapper Paul Blackthorne, has always dreamed of following in her father's footsteps. The good news is, with human society seriously disrupted by economic upheaval and Lucifer increasing the number of demons in all major cities, Atlanta's local Trappers Guild need all the help it can get - even from a girl. When she's not keeping up with her homework or trying to manage her growing crush on fellow apprentice Simon, Riley's out saving distressed citizens from foul-mouthed little devils - Grade One Hellspawn only, of course, per the strict rules of the Guild. Life's about as normal as can be for the average demon-trapping teen.
But then a Grade Five Geo-Fiend crashes Riley's routine assignment at a library, jeopardizing her life and her chosen livelihood. And as if that wasn't bad enough, sudden tragedy strikes the Trappers Guild, spinning Riley down a more dangerous path than she ever could have imagined. As her whole world crashes down around her, who can Riley trust with her heart - and her life?


"Where I belong" von Gwendolyn Heasley

Rückentext:

Meet Corrinne. She's living every girl's dream in New York City—shopping sprees at Barneys, open access to the best clubs and parties, and her own horse at the country club. Her perfect life is perfectly on track. At least it was. . . .

When Corrinne's father is laid off, her world suddenly falls apart. Instead of heading to boarding school, she's stripped of her credit cards and shipped off to the boonies of Texas to live with her grandparents. On her own in a big public school and forced to take a job shoveling manure, Corrinne is determined to get back to the life she's supposed to be living. She doesn't care who she stomps on in the process. But when Corrinne makes an unlikely friend and discovers a total hottie at work, she begins to wonder if her life B.R.—before the recession—was as perfect as it seemed.



"Das Tal - Die Prophezeiung" von Krystyna Kuhn

Rückentext:

Eine Spur in die Vergangenheit. Eine Gefahr, die nimand fassen kann. Und ein Wettlauf um Leben udn Tod ...

Es ist Prüfungszeit am Grace College - und ausgerechnet jetzt verschwindet Ben, für drei lange Tage. Als er ins College zurückkehrt, ist er kaum wiederzuerkennen. Was immer ihn auf diesen Horrortrip gebracht hat, jetzt schwebt er in Lebensgefahr. Hat Ben etwas über die Vergangenheit des Tals herausgefunden, was ihm nun gefährlich wird?
Die einzige Möglichkeit, sein Leben zu retten und das Geheimnis endgültig zu lüften, ist, Benjamins Spur zu folgen. Katie, Robert und David machen sich auf den Weg in die Berge und ahnen nicht, was für ein unfassbarer Fund sie erwartet.



Das Gewinnspiel der Woche gibt es in Kadiesbücherwelt. Sie verlost nämlich das tolle Buch Sturmhöhe und noch viel schönere selbst gemachte Buchhüllen.

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Mittwoch, Februar 16, 2011

[Rezension] "Ronar" von Anke Höhl-Kayser

Inhalt

Der 12-jährige Ronar ist ein Findelkind, seine Eltern haben ihn als Baby einfach ausgesetzt. Er wächst beim Schmied des Dorfes auf, wo er aber nur als zusätzliche Arbeitskraft anerkannt wird. Von seinen Geschwistern wird er ständig gehänselt und er ist der Außenseiter seiner Familie und des ganzen Dorfes.
Als eines Tages schwarze Reiter ins Dorf kommen und bei ihrer Abreise seine Ziehschwester, Irith, mit nehmen, besteht für Ronar kein Zweifel, dass er die Reiter verfolgen und seine Schwester zurückholen muss. Mit der schon etwas in die Jahre gekommenen Stute Sira macht er sich auf den Weg. Seine Reise führt ihn auch in den Nebelwald, der bei den Dorfbewohnern gefürchtet ist. Dort trifft er Athanian, der ihn von nun an nicht nur begleitet, sondern ihn auch in die Welt der Magie einführt. Athanian ist ein Elthe, Wesen von denen Ronar bisher geglaubt hat, dass sie nur in Mythen existieren.
Der Entführer seiner Ziehschwester ist schnell ausgemacht: Elaran, besser bekannt als der schwarze König. Elaran übt eine nahezu unwiderstehliche Anziehungskraft auf Ronar aus. Ronar hintergeht daher seinen Freund Athanian und wendet sich Elaran zu, der ihn auf die dunkle Seite der Macht zieht. Ronar genießt sein neu erlangtes Machtgefühl und nützt den Zorn, der in ihm lodert. Dabei verliert er das Gute und vor allem seine Ziehschwester aus den Augen. Um sich befreien zu können muss er seine dunkle Seite bezwingen...

Meinung

Der erst 12- jährige Junge Ronar, mit dem man schon auf den ersten Seiten des Romans sehr vertraut wird, begibt sich in diesem Buch auf die Suche nach sich selbst, seiner Herkunft und dem Guten, das in jedem Menschen schlummert.
Schon bei seiner Entscheidung sich auf die Suche nach seiner Schwester zu machen, wird dem Leser die Gutherzigkeit und vor allem der Mut dieses Jungen bewusst.

Seine Reise durch den Nebelwald wurde von der Autorin sehr liebevoll und detailliert beschrieben, so dass man selbst das Gefühl hat in besagtem Wald zu stehen. Athanian und seine Magie passen sehr gut in diese Umgebung. Seine Fähigkeiten haben mich von Anfang an fasziniert, insbesondere, dass er sich selbst und auch andere Menschen und Tiere in alles mögliche verwandeln kann, hat mir sehr gut gefallen.

Als Ronar auf den Schwarzen König Elaran trifft, der sich als sein Vater entpuppt und Ronar sich daraufhin ihm und seiner schwarzen Magie anschließt, wird dem Leser bewusst, dass Ronar auch eine dunkle Seite in sich hat. Er genießt vor allem die Macht, die seine neu erlernten Fähigkeiten ihm verleihen, denn noch nie zuvor in seinem Leben hatte er Macht über andere. Er war immer das schwache Findelkind, das von allen missachtet wurde.
Zunächst bemerkt er nicht, dass er sich in dieser Macht und in dem Zorn verliert. Er ist das beste Beispiel dafür, was mit einem eigentlich "guten" Menschen passieren kann, wenn ihm die Macht über den Kopf wächst.
Ronar zeigt aber auch auf, wie man aus diesem Machtgefühl ausbricht und den Zorn in sich besiegt. Das macht "Ronar" zu einem sehr lehrreichen und tiefgründigen Buch.

Der Roman ist recht einfach, aber dennoch sehr eindringlich erzählt und in kurze Kapitel unterteilt, die das Lesen sehr angenehm gestalten. Aufgrund der Aufmachung hat man bei "Ronar" etwas das Gefühl, dass es hauptsächlich auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten ist. Ich habe mich teilweise etwas zu "alt" für dieses Buch gefühlt, was vor allem an dem erst 12-jährigen Hauptcharakter gelegen hat. Ich bin mir aber sicher, dass auch Erwachsene sehr viel Freude an "Ronar" haben können.

Fazit

Ein lehrreiches Fantasy-Buch, das den Leser in eine neue Welt entführt




An dieser Stelle bedanke ich mich noch mal ganz herzlich bei Anke Höhl-Kayser, die mir dieses Rezensionsexemplar zukommen lies!





Bücherblogs Made in Austria: Meine Büchergalaxie

Evi von Zwillingsleiden hat es sich ja, wie bereits berichtet, zur Aufgabe gemacht, österreichische Blogs bei sich vorzustellen, und heute war meiner dran. :)


Sie hat mir einige Fragen gestellt, die ich folgendermaßen beantwortet habe:


Wie lange gibt es deinen Blog schon?
Meinen Blog gibt es seit Juni 2010.

Welche Genres liest du am liebsten? Welche Bücher stellst du auf deinem Blog vor?
Mittlerweise lese ich fast ausschließlich Jugendbücher und Fantasy, aber der ein oder andere Krimi zwischendurch muss auch sein. Ich stelle daher auch vor allem Bücher dieser Genre auf meinem Blog vor.

Lieblingsautoren?/Lieblingsbücher?
Oje, die Frage nach Lieblingsbüchern ist sooooo schwierig, das ändert sich nämlich alle paar Wochen. Momentan zählen Across the Universe und Nightshade zu meinen Favoriten. Meine Lieblingsautoren sind Kai Meyer, Sebastian Fitzek, Kerstin Gier, Maggie Stiefvater, Jodi Picoult, Tess Gerritsen und viele mehr. (Ich muss mich gerade ziemlich zurückhalten, dass ich die Liste nicht ewig fortsetze *g*)

Was gibt´s auf deinem Blog außer Rezensionen sonst noch zu finden?
Neben den Rezensionen stelle ich wöchentlich meine Neuzugänge vor (In my Mailbox) und berichte über Challenges und Aktionen anderer Blogger. Manchmal rutschen auch Dinge die mich privat beschäftigen auf meinen Blog.

Was macht deinen Blog zu etwas Besonderem?
Das Besondere an meinem Blog ist, dass ich vor allem in letzter Zeit häufig englischsprachige Neuerscheinungen vorstelle und daher auch über Bücher berichte, die im deutschsprachigen Raum noch nicht so bekannt sind.

Was macht dir beim Bloggen am meisten Spaß?
Besonders viel Spaß macht mir das Bloggen, weil ich mich dadurch mit anderen Lesern austauschen kann. Denn wenn ich im "wahren Leben" so begeistert von Büchern berichte, werde ich meistens ignoriert oder nur komisch angesehen - außer ich mache das mit Steffi (von Daydreaming and Dreaming).
Außerdem bekomme ich die meisten Ideen für Bücher, die ich lesen will von den anderen Blogs und den Meinungen der Blogger.

[Rezension] "Halo" von Alexandra Adornetto

Inhalt

Bethany und ihre Geschwister Ivy und Gabriel sind Engel, die auf die Erde gesandt werden um wieder mehr Verständnis und Liebe unter die Menschen zu bringen und alles Böse zu vertreiben. In einer Kleinstadt leben sie von nun an als normale Geschwister. Bethany besucht die Highschool und Gabriel unterrichtet dort, während sich Ivy ganz ihrer gemeinnützigen Arbeit widmet. Am Anfang haben die drei, und vor allem Bethany, die noch nie zuvor menschliche Gestalt angenommen hat, starke Schwierigkeiten sich unter den Menschen zurechtzufinden. Doch Bethany entdeckt schon bald die menschliche Seite an sich und lebt sich sehr gut an ihrer neuen Schule ein und findet bald Freunde. Auch ein Junge, Xavier, gewinnt ihre Aufmerksamkeit und die beiden verlieben sich ganz zum Unmut ihrer Geschwister ineinander, die fürchten, dass Bethany den eigentlichen Grund ihres Aufenthalts auf Erden aus den Augen verliert. Nachdem Xavier aber erfährt, dass es sich bei seiner neuen Freundin um einen wahrhaften Engel handelt und er dennoch bei ihr bleibt, verstummen die Zweifel von Bethany's Geschwistern.
Der glückliche Alltag des frisch verliebten Paares wird durch die Ankunft eines neuen Schülers, Jack Thorn, zerstört, denn er ist sehr auf Bethany fixiert und bereit alles zu tun, um sie für sich zu gewinnen...

Meinung

Bereits Cover, Titel und auch der Klappentext verraten, dass es sich hierbei um ein Buch über Engel handelt. Auf den ersten 100 Seiten wurden die Engel und ihre Probleme auf Erden zwar vorgestellt, aber irgendwie verliert man sehr schnell aus den Augen, dass Bethany und ihre Geschwister keine Menschen sind, weil sie schon bald ein ganz normales Leben führen und auch nicht sonderlich viel "engelhaftes" unternehmen - sogar die Ausflüge zum Fliegen sind sehr selten.
Bethany verliebt sich in Xavier und weiht ihn in ihr Geheimnis, dass sie eigentlich ein Engel ist, ein. Xavier ist zwar zunächst überrascht, reagiert auf diese Offenbarung jedoch ziemlich gelassen. Seine Reaktion fand ich ziemlich unrealistisch, denn nach gefühlten fünf Minuten hat er den "Schock" auch schon überwunden und die beiden leben weiterhin ein ganz normales Leben. Nur hin und wieder machen sie Scherze über Bethany's Herkunft.

Die Tatsache, dass sie ein Engel ist, habe ich während dem Lesen teilweise echt vergessen und 300 Seiten wurden mir die Ausführungen über Bethany's und Xaviers Alltag dann wirklich zu langweilig. Ich habe aber in der Hoffnung weiter gelesen, dass doch noch etwas spannendes passieren wird. Mit dem Erscheinen des mysteriösen Jack Thorn wurde die Handlung dann auch ein klein wenig spannender, aber noch lange nicht so mitreißend, wie ich das von einem guten Buch erwarte.
So richtig interessant waren dann eigentlich nur die letzten 50 Seiten, in denen die wahre Identität von Jack aufgedeckt wurde. Ich verstehe es aber einfach nicht, warum man jenen Teil nicht schon viel früher eingebaut und dafür das ein oder andere unnötige Kapitel gestrichen hat.
Außerdem ist "Halo" der Auftakt einer Serie, wobei nur der allerletzte Satz des Buches eine Fortsetzung verlangt, man hätte das Buch ohne diesen Satz ruhig als Einzelband veröffentlichen können.

Positiv möchte ich aber erwähnen, dass ich Xavier richtig süß fand (abgesehen von seiner unglaubwürdigen Reaktion auf Bethany's Herkunft) und dass man seine Liebe zu Bethany wirklich nachempfinden und spüren konnte.

Außerdem finde ich, dass das Buch trotz seiner Makel eine gelungene Leistung für die doch sehr junge Autorin ist. Sie ist jetzt 18, hat also das Buch mit ca. 16 Jahren geschrieben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie mit der Zeit dazulernt und schon bald sehr gute Bücher vorlegen wird.

Fazit

Ein leider nicht sehr überzeugender Engelsroman von einer viel versprechenden jungen Autorin.





Sonntag, Februar 13, 2011

[Rezension] "Timeless" von Alexandra Monir

Inhalt

Nach dem Tod ihrer Mutter muss Michele Windsor von Los Angeles nach New York zu ihren Großeltern ziehen. Diese hat sie aber bisher noch nie gesehen, da sie gegen die Beziehung ihrer Eltern waren und ihre Mutter den Kontakt abgebrochen hat. In New York taucht Michele in ein ihr bisher unbekanntes Leben ein. Ihre Familie, die Windsors, gehört zu den reichsten der Stadt und lebt in einer riesigen Villa in der Michele gleich mehrere Zimmer zur Verfügung stehen. Michele fühlt sich in der neuen Umgebung aber alles andere als wohl. Als kurz darauf der Schmuck, den ihr ihre Mutter vererbt hat, eintrifft, wird ihr Leben erneut auf den Kopf gestellt. Plötzlich dreht sich alles um sie, die Umgebung verändert sich und sie landet in einem Zimmer das aussieht wie ihres, doch darin lebt momentan Clara - eine ihrer Vorfahren. Geschockt stellt Michele fest, dass sie durch die Zeit reist und drei Winsor-Mädchen in der Vergangenheit begegnet, die ähnlich unglücklich sind wie sie. Doch das ist nicht alles: Sie trifft auch den Jungen, von dem sie schon ihr ganzes Leben lang träumt: Philip. Ihre Liebe, die durch ein ganzes Jahrhundert getrennt wird, scheint jedoch hoffnungslos...

Meinung

"Timeless" reißt den Leser vor allem aufgrund der sehr schnell voran schreitenden Handlung sofort mit in das Leben von Michele und ihren Ahnen. In den knapp 300 Seiten des Buches passiert richtig viel. Mir kommt das eigentlich sehr entgegen, da ich unnötige Nebenerzählungen sowieso nicht ausstehen kann und hier war wirklich alles Gelesene wichtig für das Verständnis der Handlung. Allerdings wurden die Charaktere dadurch ein wenig vernachlässigt, man hatte kaum Zeit sich mit ihnen anzufreunden. Vor allem über Michele Vorfahren und die Zeit in der sie leben, hätte ich gerne ein wenig mehr erfahren. Die Epoche in der sie lebten wurde zwar erwähnt und kurz erklärt, aber ich blieb mit dem Gefühl zurück, dass man die Handlung an diesen Stellen ein wenig ausschmücken hätte können.

Auch die Beziehung zwischen Michele und Philip entwickelt sich zu schnell für meinen Geschmack. Sie treffen sich nur zwei Mal und das auch nur kurz und sind schon unsterblich ineinander verliebt. Sicher, Michele kennt ihn schon seit Jahren aus ihren Träumen, aber dennoch ging es mir ein wenig zu schnell.

Das Zeitreisen selbst wurden meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet. Besonders die Tatsache, dass die Handlung hier dadurch nicht unendlich kompliziert wird, so dass man ständig überlegen muss wer in welcher Zeit ist und welche Folgen deren Taten in der Zukunft haben werden, ist mir hier positiv aufgefallen. Man kann Micheles Taten in der Vergangenheit und die Auswirkungen derer auf die Gegenwart und Zukunft recht gut nachvollziehen.

Die musikalische Untermalung der Handlung ist ebenfalls positiv aufgefallen, insbesondere die Songtexte von Michele und Philip. Die Autorin, die nebenbei noch Musikerin ist, hat sogar eine Begleit-CD zum Buch veröffentlicht. Einige Lieder kann man sich auf ihrer Homepage anhören, wobei ich gestehen muss, dass sich mir die Lieder während des Lesens etwas anders vorgestellt habe.

Das Ende von "Timeless" lässt dem Leser übrigens keine andere Wahl als sehnlichst die Fortsetzung zu erwarten und diese so schnell wie möglich zu verschlingen - ich bin sehr gespannt wie es weitergeht mit Michele und Philip und ich hoffe, dass man in den Fortsetzungen erfährt, wie genau Michele dazu gekommen ist durch die Zeit zu reisen und was ihr Vater damit zu tun hat.

Fazit

Ein aufregender Debütroman, dem 50 Seiten mehr aber nicht geschadet hätten.






In my Mailbox # 23

Auch diese Woche sind ein paar neue Bücher bei mir eingezogen, zwei davon habe ich auch schon gelesen und die anderen folgen sicher auch bald, da ich jetzt zwei Wochen Semesterferien genießen darf :)

"Anna and the French Kiss" von Stephanie Perkins


Klappentext:
Anna is looking forward to her senior year in Atlanta, where she has a great job, a loyal best friend, and a crush on the verge of becoming more. Which is why she is less than thrilled about being shipped off to boarding school in Paris—until she meets Étienne St. Claire: Smart, charming, beautiful, Etienne has it all ... including a serious girlfriends. But in the City of Light, wishes have a way of coming true. Will a year of romantic near-misses end with their long-awaited French kiss? Stephanie Perkins keeps the romantic tension crackling and the attraction high in a debut guaranteed to make toes tingle and hearts melt.

Meine Rezension gibt es HIER

"Delirium" von Lauren Oliver

Inhalt (laut Goodreads.com):


Before scientists found the cure, people thought love was a good thing. They didn’t understand that once love -- the deliria -- blooms in your blood, there is no escaping its hold. Things are different now. Scientists are able to eradicate love, and the governments demands that all citizens receive the cure upon turning eighteen. Lena Holoway has always looked forward to the day when she’ll be cured. A life without love is a life without pain: safe, measured, predictable, and happy. But with ninety-five days left until her treatment, Lena does the unthinkable: She falls in love






"Die Wasserweber" von Kai Meyer"

Rückentext:

Ein gewaltiger Mahlstrom überzieht die Karibische See. Noch kann die schwimmende Stadt Aelenium ihm trotzen. Doch Heere von Klabautern rücken näher. Der Kreis um Aelenium schließt sich. Nur die Wellenläufer können den Untergang aufhalten: Jolly und Munk tauchen hinab zur Wurzel des Mahlstroms. Während ihre Freunde in Aelenium den Kampf aufnehmen, wandern die beiden Quappen über den Grund der Tiefsee. Durch bizarre Felslabyrinthe und Vulkanschluchten führt sie ihr Weg bis zu den Trümmern einer versunkenen Stadt. Hier stoßen sie auf das Mädchen Aina, das seit Jahrtausenden auf dem Meeresgrund gefangen gehalten wird. Im schwarzen Abgrund eines Tiefseegrabens treffen sich die Muschelmagier zum letzten Gefecht.

Für dieses Rezensionsexemplar bedanke ich mich herzlich bei





"Du oder das ganze Leben" von Simone Elkeles


Meine Rezension findet ihr HIER

Rückentext:

Jeden anderen hätte Brittany Ellis, wohlbehütete Beauty Queen und unangefochtene Nr. 1 an der Schule, lieber als Chemiepartner gehabt als Alex Fuentes, den zugegebenermaßen attraktiven Leader einer Gang. Und auch Alex weiß: eine explosivere Mischung als ihn und die reiche »Miss Perfecta« kann es kaum geben. Dennoch wettet er mit seinen Freunden: Binnen 14 Tagen wird es ihm gelingen, die schöne Brittany zu verführen. Womit keiner gerechnet hat: Dass aus dem gefährlichen Spiel alsbald gefährlicher Ernst wird, denn Brittany und Alex verlieben sich mit Haut und Haaren ineinander. Das aber kann die Gang, der Alex angehört, nicht zulassen …


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an

Freitag, Februar 11, 2011

[Rezension] "Du oder das ganze Leben" von Simone Elkeles

Inhalt

Brittany ist sehr darum bemüht das Image ihres perfekten Lebens aufrecht zu erhalten. Sie ist wunderschön, die Anführerin der Cheerleader ihrer Highschool und mit dem mindestens genauso beliebten Quarterback Colin, zusammen. Kaum jemand weiß, was wirklich in Brittanys Leben vorgeht: Zu Hause wird sie ständig von ihrer perfektionistischen Mutter kritisiert, ihren Vater sieht sie so gut wie nie und neben der Schule muss sie sich noch um ihre behinderte Schwester kümmern.

Bei Alex hingegen weiß die ganze Schule, dass sein Leben alles andere als perfekt ist. Er lebt in der Southside, wo Bandenkriege und Schießereien auf der Tagesordnung stehen. Sein Vater ist bei einem solchen Kampf ums Leben gekommen und Alex hat seine Rolle in der Gang eingenommen, um seine Familie zu beschützen.

Die neue Chemielehrerin schert sich aber kein bisschen um die Unterschiede zwischen Brittany und Alex und teilt sie für ein gemeinsames Chemieprojekt ein. Weder Brittany noch Alex sind davon begeistert und machen sich gegenseitig das Leben schwer, bis sie Gefühle füreinander entwickeln. Doch weder Brittanys noch Alex' Freunde akzeptieren die Beziehung der beiden und Alex gerät immer mehr in die Fänge seiner Gang...

Meinung


Brittany und Alex sind Teenager, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie ist das perfekte Mädchen reicher Eltern und er Mitglied einer Latino-Gang. In "Du oder das ganze Leben" bzw. "Perfect Chemisty", wie das Buch im Original heißt, wird mit den gängigen Klischees über Latinos und Weiße aufgeräumt. Genau das hat dazu geführt, dass ich das Buch gestern gegen 11 Uhr vormittags aufgeschlagen und 6 Stunden später mit Tränen in den Augen beendet habe.

Brittany ist es wichtig den Schein des "perfekten" Mädchens zu bewahren, während gleichzeitig ihr Leben immer mehr droht auseinander zu brechen. Ihre Fürsorglichkeit gegenüber ihrer Schwester ist sehr rührend und ihre Mutter, die sie ständig kritisiert und nie die zahlreichen positiven Seiten an ihr wahrnimmt, hätte ich manchmal am liebsten gerüttelt und angebrüllt, damit sie endlich begreift, was für eine tolle Tochter sie in Brittany doch hat.

Auf den ersten Blick mag das Leben von Alex, mit seinen Bandenproblemen und kriminellen Vorgängen, zwar schlimmer erscheinen, doch im Endeffekt ist Brittanys Leben genauso schwer zu ertragen. Alex war mir gleich von Beginn an sympathisch, auch wenn er Brittany gegenüber alles andere als respektvoll auftritt. Man durchschaut bald, dass auch er nur sein Image des bösen Gangsters wahren will, in Wirklichkeit aber ein verletzlicher, sich nach Liebe sehnender junger Mann ist.

Es war sehr spannend zu verfolgen, wie sich Brittany und Alex im Laufe der Handlung entwickeln. Besonders als Brittany schließlich den Mut findet, sie selbst zu sein und ihren Freunden und ihrer Familien die Wahrheit über ihre Gefühle gesteht, ist man als Leser auch ein klein wenig stolz auf sie. Auch Alex muss schwerwiegende Entscheidungen treffen, wie es der Buchtitel bereits impliziert, steht er vor der Wahl zwischen Brittany und seinem ganzen bisherigen Leben. Am Ende findet er dann dennoch eine Lösung für dieses Problem, bringt aber selbst ein schmerzhaftes Opfer, denn den Ausstieg aus der Gang hat bisher keiner überlebt und auch er trägt tiefe Narben davon.

Diese Handlung, die etwas klischeehaft klingt dafür aber umso eindringlicher erzählt wird, macht "Du oder das ganze Leben" zu einem unglaublich guten Buch, welches ich nur empfehlen kann. Der Epilog, der mit nicht einmal zwei Seiten zwar relativ kurz geraten ist, ist dermaßen schön, dass ich ihn mittlerweile schon fünf Mal gelesen habe. 23 Jahre später besucht ein Junge namens Paco Fuentes den Chemieunterricht mit der selben Lehrerin, die damals ganz maßgeblich daran beteiligt war, dass sich seine Eltern kennen lernten. Noch mehr gerührt hat mich aber der Name des Jungen, der sicher jedem Leser dieses Romans vertraut sein dürfte...

Fazit

Eine Liebesgeschichte, die den Leser mindestens genauso berührt wie jene von Romeo und Julia oder von Tony und Maria in "The West Side Story". Ich liebe es, wenn mich Bücher zu Tränen rühren und "Du oder das ganze Leben" ist das erste Buch 2011 bei dem das gelungen ist.


Zusatzinformationen


Mittlerweile sind zwei Fortsetzungen von "Du oder das ganze Leben" erschienen:
Rules of Attraction und Chain Reaction in denen die jüngeren Brüder von Alex die Protagonisten sind.


Vielen herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an






Donnerstag, Februar 10, 2011

[Rezension] "Anna and the French Kiss" von Stephanie Perkins

Inhalt

Anna wird von ihrem reichen Vater nach Paris geschickt, um dort ein ganzes Jahr lang zur Schule zu gehen. Ob sie das will oder nicht, ist ihm ziemlich egal. Anna, die noch die ein Wort Französisch gesprochen hat, fühlt sich in dieser neuen Umgebung zunächst alles andere als wohl.
Doch zum Glück lernt sie ein paar Mitschüler kennen, die sie in ihrer Clique aufnehmen und ihr beim Französisch lernen zur Seite stehen. Schon am ersten Tag fällt ihr ein Junge auf, der nicht nur schön und charismatisch, sondern auch lustig und sehr hilfsbereit ist: Ètienne St. Clair. Als Halb-Franzose und Halb-Engländer, der in den USA lebt, ist nicht nur sein ungewöhnlicher Akzent verführerisch und Anna entwickelt Gefühle für ihn. Dennoch bleiben die beiden nur beste Freunde, weil er seit Ewigkeiten eine Freundin hat.
Monatelang kämpfen Anna und Ètienne gegen ihr Gefühle, doch in einer Stadt wie Paris ist dieser Kampf zwecklos...

Meinung

Eine Amerikanerin, die nach Frankreich geschickt wird und dort mit einen anderen Kultur, einer neuen Sprache und unbekannten Mitschülern zurecht kommen muss und ganz nebenbei noch die Liebe ihres Lebens findet. Das sind die Gründe, warum ich dieses Buch gekauft habe und alle diese Themen wurden sehr schön aufgearbeitet.

Zunächst wird man mit Anna vertraut gemacht. Sie ist der typische amerikanische Teenager, der überhaupt keinen Grund sieht das wunderbare Amerika zu verlassenen um neue Länder und Menschen kennen zu lernen. Ihr Vater sieht das allerdings anders und schickt sie nach Europa ohne ihre Meinung dazu auch nur anzuhören. Als Anna am Boden zerstört und hilflos in Paris ankommt, tat sie mir unheimlich Leid, ich konnte ihre Einsamkeit förmlich spüren. Besonders wenn man kein Französisch spricht muss es furchtbar sein in Frankreich zu leben. Doch mit Hilfe ihrer neu gewonnen Freude findet sie sich langsam zurecht und akzeptiert, dass sie dieses eine Jahr hinter sich bringen muss. Sie freut sich aber schon auf die Weihnachtsferien, in denen sie endlich wieder nach Hause darf.

Ihr Hobby fand ich richtig cool. Anna ist nämlich Filmkritikerin und sie geht daher mehrmals in der Woche ins Kino um anschließend Rezensionen über die Filme auf ihrem Blog zu verfassen....man merkt die Ähnlichkeit zu mir oder? Besonders toll fand ich es, dass sie die Informationen, wo denn in Paris Kinos zu finden sind, die Filme auf Englisch spielen, als lebensnotwendig ansieht, denn wenn ich in den Urlaub fahre, informiere ich mich auch immer vorher wo die Kinos sind. All diese Dinge trugen dazu bei, dass ich Anna schnell in mein Herz geschlossen habe. Bis Weihnachten hat sie sich dann so an Paris und ihre neuen Freunde gewöhnt, dass sie es während ihres Urlaubs zu Hause kaum erwarten kann, endlich wieder nach Paris zurückzukehren, dass sie mittlerweile als ihre Zuhause ansieht, denn ihrer Meinung (und auch meiner Meinung) nach ist man dort zu Hause, wo die Menschen sind, die man liebt.

Die Beziehung von Anna und Ètienne fand ich insbesondere auf den letzten 100 Seiten etwas anstrengend, vor allem das ständige hin und her und dass es so lange gedauert hat (fast 9 Monate!!!!) bis sie endlich zusammen gekommen sind. Sie haben einfach monatelang aneinander vorbei geredet, obwohl es für alle anderen ganz klar war, dass sie sich lieben. Auch, dass sich dann all ihre Probleme innerhalb weniger Seiten in Luft aufgelöst haben, fand ich etwas unglaubwürdi. Am Ende war dann so gut wie alles perfekt, sogar Ètiennes Probleme mit seinem Vater wurden zumindest teilweise gelöst.
Die Väter wurden in "Anna and the French Kiss" nicht gerade positiv dargestellt, denn Anna und Ètienne hassen ihre Väter, da diese sie und ihre Mütter schlecht behandeln und bevormunden. Durch diese Gemeinsamkeit hatten sie vor allem am Anfang ihrer Freundschaft sehr viel Gesprächsstoff, sodass ihre verhassten Väter wenigstens dazu beigetragen haben, dass sie das Gefühl hatten einen Seelenverwandten gefunden zu haben.

Auch als nicht Frankreich-Fan genoss ich es mit den beiden Paris zu entdecken. Allerdings war mir nicht bekannt, dass Paris als "Die Stadt der Lichter" bezeichnet wird. Ich dachte eigentlich es wäre "Die Stadt der Liebe", was in diesem Fall auch sinnvoller gewesen wäre. Besonders schön war die Geschichte um den "Kilometre Zero", das offizielle Zentrum von Paris von dem aus der Rest der Stadt konstruiert worden ist. Denn genau an jenem Punkt passieren die wichtigsten Meilensteine in der Beziehung von Anna und Ètienne.

Fazit

Eine sehr schön erzählte Liebesgeschichte, die an manchen Stellen aber unnötig kompliziert dargestellt wurde.





Sonntag, Februar 06, 2011

Blog-Award und Aktion "Blog Made in Austria"

Shiku und Hannah haben mir einen Blog-Award verlieren. Vielen Dank euch beiden!

Mit dem Award sind natürlich Regeln verbunden, die ich an dieser Stelle erfüllen möchte:

Erzähl 7 Dinge über dich:

  1. Ich liebe Katzen, habe aber leider keine.
  2. Ich bin süchtig nach folgenden TV-Serien: Grey's Anatomy, Private Practice, Desperate Housewives, Castle, Fringe, House, Hawaii Five O und Blue Bloods, die ich jede Woche schaue. Dabei warte ich auch nicht auf die deutschen Folge, sondern besorge mir gleich nach Veröffentlichung die englischen Folgen.
  3. Ich bin komplett unsportlich - Sport ist Mord ist schon seit Jahren mein Motto.
  4. Für Schule/Studium mache ich nur das allernötigste - vor allem damit ich noch genug Zeit fürs Lesen habe.
  5. Ohne mein Handy bin ich hilflos und es zu verlieren ist mein schlimmster Albtraum.
  6. Ich gehe sehr oft ins Kino, es gab sogar Zeiten in denen ich 2 mal pro Woche im Kino war. Momentan sind es nur ca. 2-3 mal pro Monat.
  7. Steffi von Daydreaming und Dreaming, die jetzt schon seit 6 Jahren den Schul- und Studiumsalltag mit mir erträgt, hat mich durch ihre vielen tollen Bücherempfehlungen in die Büchersucht getrieben ;-)

Ich sollte den Blog eigentlich auch an andere weiterleiten, aber wie immer kann ich mich einfach nicht dazu durchdringen, ein paar auszuwählen, da ich alle sehr gerne lese.

Außerdem möchte ich an dieser Stelle auf eine Aktion von Evelyn von Zwillingsleiden hinweisen, die momentan dabei ist alle österreichischen Blogger zu vereinen :)
Wenn ihr also Blogger aus Österreich seit, schaut einfach auf ihrem Blog vorbei.

[Rezension] "Beastly" von Alex Flinn

Inhalt

Kyle lebt das perfekte Leben. Als Sohn eines berühmten TV-Moderators bekommt er alles was er will: Geld, Mädchen und die Anerkennung seiner Mitschüler. Neben dem Geld seines Vaters trägt auch sein Aussehen dazu bei, dass er sich für den besten Typen der Schule hält und das auch alle anderen Wissen lässt. Für ihn zählt nur Geld und Aussehen, wenn jemand nicht in dieses Schema passt wird er von ihm bestenfalls nicht beachtet, meistens macht Kyle jenen Menschen mit Beleidigungen das Leben schwer. Doch seine Arroganz wird ihm zum Verhängnis, als er auf die Hexe Kendra stößt, denn sie beschließt ihm eine Lektion fürs Leben zu erteilen, die ihm lehren soll, dass es auch auf die innere Schönheit, die er ganz und gar nicht besitzt, ankommt.
Daher passt sie sein Äußeres seinem hässlichen Charakter an und verwandelt ihn in ein Biest mit Fangzähnen und Klauen. Sie gibt ihm aber zwei Jahre Zeit diesen Fluch zu brechen, indem er ein Mädchen findet, dass ihn liebt und mit einem Kuss erlöst.
Von seinem Vater abgeschoben, lebt Kyle von nun an einsam in einem riesigen Haus, welches er nur mit seinem blinden Lehrer und seiner Haushälterin teilt. Doch kurz bevor die zwei Jahre ablaufen, stößt er auf ein Mädchen, dass ihm Hoffnungen macht seinen Fluch zu brechen: Linda.

Meinung

Mit "Beastly" habe ich meine erste Neuinterpretation eines Märchens gelesen. Am Anfang war ich von solchen Büchern nicht sehr überzeugt, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass man ein Märchen, das jeder seit seiner Kindheit kennt, zufriedenstellend modernisieren und verändern kann.
Doch Alex Flinn ist es mit ihrer Version von dem klassischen Märchen "Die Schöne und das Biest" gelungen mich zu überzeugen.
Die Autorin hält sich dabei sehr an die Vorgabe, verändert aber kleine Details, die mir sehr gut gefallen haben. Besonders toll fand ich es, dass es hier hauptsächlich um das "Biest" ging. Kyle erzählt in der Ich-Perspektive von seinem Leben. Auch wenn man den arroganten, eingebildeten Jungen am Anfang alles andere als mag, hat er mir nach einer gewissen Zeit Leid getan. Vor allem, als er dann langsam lernt auf was es im Leben wirklich ankommt, wurde er mir doch ein wenig sympathisch.

Außerdem ist "die Schöne" hier nicht unbedingt schön. Linda ist einfach ein ganz normales Mädchen mit durchschnittlichem Aussehen. Das hat meiner Meinung nach perfekt gepasst, denn es wäre sehr unglaubwürdig wenn Kyle nach seiner Erkenntnis, dass die innere und nicht die äußere Schönheit zählt, sich dann doch wieder in ein wunderschönes Mädchen verliebt hätte.

Besonders schön fand ich die Geschichte mit den Rosen. Kyles blinder Lehrer Will erweckt nämlich seine Liebe zu Blumen, sodass sich Kyle dann sogar ein Gewächshaus baut, um mit den Rosen etwas Schönheit in sein Leben zu bringen, wie er sagt.

Auch das Übertragen der Geschichte in die moderne Welt ist der Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Kyle und sein Vater versuchen zunächst mit ärztlicher Hilfe den Fluch los zu werden - was natürlich nicht funktioniert. Um das Haus werden Überwachungskameras installiert, um das eindringen eines Fremden zu verhindern.
Das absolute Highlight war aber, dass sich Kyle in einem Internetchat Hilfe holt. In dem Chat beraten sich andere verwandelte Wesen, die jedem Märchenfan bekannt vorkommen werden. Besonders der Prinz, der in einen Frosch verwandelt wurde und sich unter dem Nicknamen "Froggie" einloggt, hat bei mir für einige Lacher gesorgt.

Die Gesellschaftskritik kommt in "Beastly" auch nicht zu kurz, Lindas Vater ist zum Beispiel drogensüchtig und überlässt dem Biest seine Tochter, um sich aus einer brenzligen Situation zu befreien. Auch sonst war das Leben mit ihrem Vater alles andere als einfach, was Linda schnell erkennen lässt, dass sogar das Leben bei einem Biest besser ist.

Das Biest versucht nach Lindas Ankunft alles, um ihre Liebe zu gewinnen. Diese verzweifelten Versuche waren gleichzeitig witzig und rührend.
Am Ende wurde "Beastly" noch richtig dramatisch und spannend und mir fiel es nicht gerade leicht mich von diese Geschichte loszureißen.

Fazit

Eine sehr gelungene Märchenadaption, die fast an das Original herankommt.






Im April erscheint die Verfilmung von "Beastly" bei uns in den Kinos. Hier gibt's schon mal den Trailer, wobei ich jetzt schon finde, dass weder das Biest noch Linda gut umgesetzt sind. Beide sind mir nämlich zu schön - typisch Hollywood eben.

Freitag, Februar 04, 2011

In my Mailbox # 22

Diese Woche ist ganz unerwartet folgendes Buch bei mir eingetroffen:

"Das Lied der Banshee" von Janika Nowak

Rückentext:

"Weißt du, was eine Banshee ist?"
"Warum soltle ich das wissen?", fragte ich zurück.
"Weil du eine bist"

Aileen ist siebzehn Jahre alt und führt ein ganz normales Leben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Abends von vier bulligen Kerlen überfallen wird. Irgendwie übersteht sie die Situation unbeschadet - nur wie? Hat es etwas mit diesem merkwürdigen Schrei zu tun, den sie instinktiv ausgestoßen hat? Am liebsten würde Aileen die ganze Sache vergessen, doch weder ihre unverwüstliche Sturheit noch ihre frechen Sprüche können verhindern, dass sie sich plötzlich in einer Welt voller Magie und Gefahr wiederfindet ...


Vielen herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an

Mittwoch, Februar 02, 2011

[Rezension] "Across the Universe" von Beth Revis

Inhalt

Gemeinsam mit ihren Eltern wird Amy eingefroren, um mit dem Raumschiff "Godspeed" auf einen neuen Planeten namens "Centauri-Earth" gebracht zu werden.
Amy und ihre Familie sollten eigentlich erst in 300 Jahren, wenn sie auf dem neuen Planeten angekommen sind, auftauen, doch Amys Kammer mit der Nummer 42 wird durch mysteriöse Umstände von der Stromversorgung getrennt und Amy taut auf.
Diesen Vorgang überlebt sie jedoch nur mit Glück und ihr und der Besatzung der "Godspeed" ist sofort klar, dass sie jemand töten wollte - jemand der von dem geheimen Lager eingefrorener Menschen im Untergeschoss des Raumschiffes weiß.

Eldest, der Anführer des Raumschiffs, ist über Amys Auftauchen alles andere als erfreut, vor allem, weil sie mit ihren roten Haaren und ihrer blassen Haut aus den über 2300 Bewohnern der "Godspeed" regelrecht heraus sticht. Gemeinsam mit Elder, dem aufmüpfigen Erben von Eldest versucht Amy herauszufinden, wer sie töten wollte. Dabei stolpern die beiden über gefährliche Geheimnisse die das Fortbestehen der Menschheit gefährden...

Meinung

Ich habe ja nie viel von Science Fiction gehalten und deshalb auch kaum Bücher aus diesem Genre gelesen, doch dies könnte sich mit "Across the Universe" von Beth Revis ändern!

"Across the Universe" ist der Debütroman von Beth Revis und von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur bezaubernd, dass man trotz der Raumschiffskulisse vergisst, dass man hier einen Science Fiction Roman vor sich hat. Vor allem die gelungene Mischung mit der Dystopie macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem.

Auf der "Goodspeed" herrschen strenge Regeln: Jeder Bewohner hat eine bestimmte Aufgabe, der er gewissenhaft nachgeht, alle sehen durch jahrzehntelange Kreuzungen gleich aus (olivfarbene Haut, dunkle Augen und Haare) und leben ihr Leben so, wie es ihr Herrscher - Eldest - für sie bestimmt. Doch nicht nur das Erscheinungsbild der Goodspeed-Mitglieder ist einheitlich, denn für Individualität, eigenständiges Denken oder Religionen ist kein Platz. Jene, die sich nicht an die Regeln halten, werden mit Tabletten ruhig gestellt. Alte und Gebrechliche, die nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen können und zur Belastung werden, landen im vierten Stock der Medizinabteilung, wo sie früher oder später beseitigt werden.

Elder, der mit seinen 16 Jahren der Älteste der neuen Generation und somit der zukünftige Anführer ist, bemerkt erst durch Amy, dass die Verhältnisse auf der "Godspeed" menschenunwürdig sind. Was Amy am meisten schockiert ist, dass sich die Menschen im Raumschiff genauso wie Tiere paaren - überall und immer. Als sie diesem Verhalten auf den Grund geht, erfährt sie, dass auch hier Eldest seine Finger im Spiel hat. Was aber noch viel beunruhigender für sie ist, ist die Tatsache, dass das Raumschiff immer langsamer wird und somit die Ankunft auf "Centauri-Earth" in weite Ferne rückt.

Amy und Elder sind zwei äußerst sympathische Charaktere, die dem Leser sofort ans Herz wachsen. Amys Einsamkeit und ihre Sehnsucht nach ihrer Familie, der Erde, der Sonne und der Natur haben mich wirklich berührt. Vor allem wegen ihrer aufmüpfigen Art konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren. Obwohl alle Bewohner des Raumschiffs hinter ihrem Anführer stehen, bringt sie den Mut auf, sich gegen ihn aufzulehnen und bringt zuerst Elder und dann den Rest der Besatzung auf ihre Seite.
Auch Elder ist ein unglaublich liebenswerter Charakter, der seine Aufgabe so gewissenhaft wie möglich ausüben will, dabei aber übersieht, dass sein größtes Vorbild - Eldest - ein schrecklicher Diktator ist. Eldest ist ein schlechter und durchtriebener Charakter, der einen überzeugenden Bösewicht darstellt und für extreme Spannung sorgt.

Der Schluss war für mich sehr überraschend, denn der Leser erfährt am Ende etwas, mit dem zumindest ich nicht gerechnet hätte. Ich liebe es, wenn so etwas Unvorhergesehenes passiert. Im Allgemeinen war das Ende einfach wunderschön und es macht auf alle Fälle Lust auf die Fortsetzung dieser Trilogie.

Der Schreibstil der Autorin ist mir auch sehr positiv aufgefallen. Erstaunt hat mich, dass ich das Gefühl hatte das Werk einer routinierten Autorin vor mir zu haben, dabei ist "Across the Universe" das erste Buch von Beth Revis. Sie schafft es den Leser mitzureißen, sodass man voll und ganz in die Welt der "Godspeed" eintaucht und diese Welt nach den 398 Seiten des Romans nur ungern wieder verlässt.

Fazit

Wenn es so etwas wie das perfekte Buch gibt, ist "Across the Universe" ein heißer Anwärter auf den Titel!



Wow! Dieser Buchtrailer ist wirklich toll: