Montag, Juli 19, 2010

[Rezension] "Tochter der Träume" von Kathryn Smith

Inhalt

Die Psychologin Dawn beschäftigt sich nur noch von Berufswegen mit Träumen, denn sie ist die Tochter von Morpheus - dem Gott des Traumes. Diese Tatsache versucht sie aber so gut es geht zu verdrängen, denn eigentlich will sie einfach nur ein ganz normaler Mensch sein. Aber mit den schlimmen Albträumen einer ihrer Patienten holt sie ihre Vergangenheit ein. Denn Noah wird in seinen Träumen von einem Dämon körperlich verletzt. Da sich Dawn in Noah verliebt, nimmt sie sogar wieder Kontakt mit ihren Eltern auf, um ihn zu retten. Doch diesen Dämon zu bekämpfen erweist sich schwerer als gedacht, denn er gewinnt seine Energie aus Noah und wird dadurch nahezu unbezwingbar. Nur wenn Dawn ihr Dasein als Traumwesen akzeptiert, kann sie Noah das Leben retten.

Meinung

Am Besten an diesem Buch hat mir gefallen, dass mir die Hauptperson Dawn in vielen Dingen ähnlich ist - vom Aussehen bis zum Interesse an Träumen. Dadurch konnte ich mich von Anfang sehr gut mit ihr identifizieren. Dass sie in einem Schlaflabor arbeitet, fand ich auch toll, denn ich selbst habe mich schon viel mit Schlafstörungen beschäftigt und könnte mir auch gut vorstellen einmal in einem solchen Labor zu arbeiten.
Besonders interessant finde ich SUNDS, eine Krankheit bei der man plötzlich und ohne Vorwarnung im Schlaf stirbt.

Die Traumwelt hat mir auch sehr zugesagt und die Vorstellung körperlich in die Träume zu reisen, finde ich einerseits aufregend und andererseits -vor allem bei Albträumen - beängstigend.
Träume zu so einem zentralen Teil einer Fantasyhandlung zu machen, finde ich eine sehr gute und vor allem neue Idee, allerdings hätte man noch etwas mehr daraus machen können.

Dawns Mutter, die ihre Familie verlässt, um in der Traumwelt mit ihrer großen Liebe zusammen zu leben, fand ich extrem selbstsüchtig und rücksichtslos. Und auch als Dawn ihr langsam verziehen hat, konnte ich es immer noch nicht.


Am meisten überrascht bei "Tochter der Träume" hat mich, dass die sexuellen Handlungen sehr genau und detailliert beschrieben sind. Das habe ich insofern nicht erwartet, weil der Pan-Verlag ja sonst eher für Jugendbücher bekannt ist, bei denen die Handlung eigentlich immer jugendfrei bleibt. Dies war hier weniger der Fall, das hat mich aber nicht sonderlich gestört, ich würde das Buch aber nicht als Jugendbuch bezeichnen.

Alles in allem finde ich das Buch recht durchschnittlich - nett zum lesen aber nichts, was mich vom Hocker gehauen hat. Außerdem finde ich eine Fortsetzung von diesem Buch nicht besonders sinnvoll. Vor allem, da sich die Handlung des 2. Teils "Wächterin der Träume" laut der Inhaltsangabe nicht besonders vom 1. Teil unterscheidet.

Fazit

Kann man lesen - muss man aber nicht: 3 von 5 Sternen, weil ich Dawn so sympathisch finde.



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