Mittwoch, August 18, 2010

[Rezension] "Rain Song" von Antje Babendererde

Inhalt

Nach fünf Jahren kehrt Hanna zurück nach Neah Bay. Dorthin, wo sie sich damals unsterblich in den Makah-Indianer Jim verliebt hat. Er ging daraufhin mit ihr nach Deutschland. Dort lebten sie 6 Monate lang, bis er von einem Tag auf den anderen spurlos verschwand. Erst jetzt fühlt sich Hanna stark genug ihn aufzuspüren um der 4-jährigen Ola endlich die vielen Fragen nach ihrem Vater beantworten zu können.
Doch im Reservat ist Hanna alles andere als willkommen, denn die anderen Indianer machen sie für das Verschwinden von Jim verantwortlich. Außerdem entkommt sie an ihrem ersten Tag in Neah Bay nur knapp dem Tod, denn das Geländer einer Aussichtsplattform bricht plötzlich zusammen und Hanna kann nur mit Hilfe von Greg einen tödlichen Sturz von der Felswand verhindern. Greg kümmert sich daraufhin um sie, doch als sie erfährt, dass sie der Grund dafür war, dass sein Ziehbruder Jim das Reservat verlassen hat, reagiert er sehr misstrauisch. Doch Hanna, die der Meinung war, dass Jim, nachdem er sie verlassen hat, wieder zu den Makah zurückgekehrt ist, kann Greg davon überzeugen ihr bei der Suche nach Jim zu helfen.
Diese Suche gestaltet sich aber schwieriger als gedacht und zudem häufen sich die Angriffe auf Weiße im Reservat.

Meinung

"Rain Song" ist das erste Buch von Antje Babendererde, das ich gelesen habe. Von vielen Seiten habe ich bisher nur gutes über sie gehört und ich wollte mich jetzt endlich selbst davon überzeugen, ob ihre Bücher wirklich so gut sind. Dazu kann ich nur sagen, dass zumindest "Rain Song" noch viel besser ist als erwartet.
Frau Babendererde hat eine wirklich bezaubernde Art zu schreiben und ihr gelingt es von Anfang an den Leser in die Welt der Indianer zu entführen. Besonders beeindruckt hat mich die Hingabe mit der sie über das Leben der Indianer berichtet hat. In ihren Beschreibungen von Ritualen merkt man einerseits, dass sie sehr ausführlich recherchiert hat und andererseits ihr persönliches Interesse und ihre Zuneigung zu den Indianern.

Dabei macht sie allerdings nicht den Fehler, die Indianer nur als Opfer der Weißen darzustellen, sondern zeigt auf, dass auch sie nicht unfehlbar und perfekt sind.
Auch den Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne, den viele Indianer unserer Zeit immer noch nicht gewachsen sind, stellt Babendererde sehr überzeugend dar.
Diesen Zwiespalt drückt sie auch in Form der beiden Hauptcharaktere aus: Einerseits Hanna, die moderne, unabhängige Frau aus Deutschland, und auf der anderen Seite der Makah-Indiander Greg, der noch sehr an den alten Riten festhält und diese gegenüber Hanna vehement verteidigt.
Mit der Zeit entwickeln sich die beiden Charakter allerdings weiter und akzeptieren die kulturellen Eigenheiten des anderen.
Vor allem die Entwicklung von Greg, der mir zunächst noch sehr unsympathisch war, hat mir gefallen.
Besonders erwähnenswert ist auch die kleine Nebenhandlung mit den Jugendlichen Grace und Joey, die sich nur heimlich treffen können, weil er ein Nachkomme von Sklaven ist. Am Ende habe ich dann allerdings ein deutliches Happy-End vermisst. Man kann aber annehmen, dass sich die harten Regeln im Reservat zur ihren Gunsten etwas gelockert haben.

Das Ende war dann sehr überraschend und noch viel grausamer, als ich es mir vorgestellt habe. Die letzten 100 Seiten wurden so regelrecht von mir verschlungen, da ich es kaum erwarten konnte, zu erfahren, was wirklich mit Jim passiert ist.

Fazit

Antje Babendererde weiß, wie man gute Bücher schreibt!



Vielen lieben Dank an den Arena - Verlag für die Bereitstellung von diesem Rezensionsexemplar.

Montag, August 16, 2010

[Rezension] "Sayuri" von Carina Bargmann

Inhalt

Marje lebt in der Kaiserstadt. Allerdings gehört sie nicht zu den Reichen, die über genug Wasser zum Überleben verfügen, denn sie ist ein Tallermädchen. Die Taller werden von der Wasserversorgung abgeschnitten und kämpfen daher täglich gegen den Tod. Um diesem Leid ein Ende zu setzen beschließt Marje gemeinsam mit Milan in die Zisterne einzubrechen, um das Wasser in den Stadtteil der Taller zu leiten. Das gelingt zwar, aber auf der Flucht entkommt Marje den Wächtern des Kaisers nur knapp. Dabei verletzt sie allerdings einen Soldaten des Kaisers. In den nächsten Tagen lebt sie mit der Angst ihn getötet zu haben, aber schon bald hat sie mit schwerwiegenderen Problemen zu kämpfen. Denn bei einem jährlichen Festumzug verkündet der Kaiserbruder, Miro, dass alle 16-Jährigen die Stadt verlassen müssen, weil sie dafür verantwortlich sind, dass der Wasserstand des Flusses Shanu stetig sinkt.
Marje verlässt daraufhin mit ihrer Freundin Sayuri fluchtartig die Stadt und hofft, dass es ihnen gelingt in der Wüste zu überleben. Dort treffen sie auf Kiyoshi, den Neffen des Kaisers, der nicht länger eine Marionette seines Onkels Miro sein will. Schon bald wird klar, dass Miro die 16-Jährigen nur unter einem Vorwand fort gesandt hat, um ein dunkles Geheimnis zu vertuschen...

Meinung

Sayuri reißt den Leser von Anfang an mit! Marjes Eindringen in die Zisterne und die anschließende Flucht daraus war ein sehr abrupter und spannender Einstieg.
Dadurch konnte ich mich sehr schnell mit Marje anfreunden. Für mich ist sie sowieso die eigentliche Heldin des Buches, denn mit ihr konnte ich mich am meisten identifizieren.

Auch die Kulissen der Handlung - zunächst die Kaiserstadt und später die Wüste - sind sehr atmosphärisch. In der Kaiserstadt hat man als Leser zunächst die Gelegenheit mit den wichtigsten Charakteren vertraut zu werden. In der Wüste, die mehr als eine Gefahr birgt, wird die Handlung dann intensiver und spannender.
In beiden Welten gibt es die unterschiedlichsten Fantasiewesen, die zum Großteil der Fantasie der Autorin entsprungen sind. Das hat natürlich den Vorteil, dass man mit noch nie dagewesenen Wesen konfrontiert wird. Diese neu erschaffenen Tieren konnten mich jedoch nicht vollends überzeugen, denn teilweise konnte ich mir die Wesen einfach schwer bildlich vorstellen. Die Wiljar und auch die Irrlichter blieben bis zum Ende ein Rätsel für mich. Das kann natürlich an meiner mangelnden Vorstellungskraft liegen, allerdings hätte ich mir teilweise etwas ausführlichere Erklärungen gewünscht.

Die Handlung hat mir im Großen und Ganzen jedoch sehr gut gefallen. Ich wurde einige Male positiv überrascht, da "Sayuri" doch die ein oder andere unerwartete Wendung bereit hält. Auch das Ende hätte ich mir so wirklich nicht erwartet, denn ich habe mir eigentlich ein Happy-End mit der glücklichen Vereinigung zweier Pärchen (ohne hier zu viel verraten zu wollen) ausgemalt. Allerdings kam das Ende etwas zu abrupt. Teilweise hatte ich nämlich das Gefühl, dass am Ende etwas gestrichen wurde.

Während dem Lesen habe ich mir oft die Frage gestellt, wie es der Autorin mit ihren 17 Jahren gelungen ist, so wunderbare Worte zu finden, die den Leser so sehr fesseln, dass man das Buch kaum zur Seite legen will. Carina Bargmann hat mit ihrem Debütroman bewiesen, dass sie auf alle Fälle ein aufgehender Stern am Fantasyhimmel ist. Ich bin mir sicher, dass wir von ihr noch viel hören bzw. lesen werden.

Fazit:

Fantasyfans werden mit "Sayuri" mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen.




Vielen Dank für die Bereitstellung von diesem Rezensionsexemplar an den Arena-Verlag


Dienstag, August 10, 2010

In my Mailbox #2

Diese Woche konnte ich mich wieder über viele tolle Bücher freuen.
Mein SuB hat jetzt mit 30 Büchern einen neuen Höchststand erreicht, aber zum Glück hab ich in den nächsten 4 Wochen ganz viel Zeit zum Lesen :)

"The Body Finder" von Kimberly Derting

Klappentext:

Violet Ambrose is grappling with two major issues: Jay Heaton and her morbid secret ability. While the sixteen-year-old is confused by her new feelings for her best friend since childhood, she is more disturbed by her "power" to sense dead bodies—or at least those that have been murdered. Since she was a little girl, she has felt the echoes the dead leave behind in the world . . . and the imprints that attach to their killers.

Violet has never considered her strange talent to be a gift; it mostly just led her to find dead birds her cat left for her. But now that a serial killer is terrorizing her small town, and the echoes of the local girls he's claimed haunt her daily, Violet realizes she might be the only person who can stop him.

Despite his fierce protectiveness over her, Jay reluctantly agrees to help Violet find the murderer—and Violet is unnerved by her hope that Jay's intentions are much more than friendly. But even as she's falling intensely in love, Violet is getting closer and closer to discovering a killer . . . and becoming his prey herself.


"Splitter" von Sebastian Fitzek


Rückentext:

Was wäre, wenn wir die schlimmsten Ereignisse unseres Lebens für immer aus dem Gedächtnis löschen könnten? Und was, wenn etwas dabei schiefginge?



Vielen Dank an Droemer-Knaur für die Bereitstellung von diesem Rezensionsexemplar!


Für die nächsten beiden Bücher bedanke ich mich recht herzlich beim
Arena-Verlag!



"Rain Song" von Antje Babendererde

Rückentext:


Der Sturz von den Klippen hätte leicht tödlich ausgehen können. Doch Hanna überlebt - dank des Makah-Indianers Greg. Aber ist es ein Zufall, dass die Brüstung der Aussichtsplattform genau an jenem Tag nachgegeben hat? Und was hat es mit der Legende der geheimnisvollen Frau vom Wald auf sich, die immer häufiger im Reservat gesichtet wird? Hanna ahnt, dass die Vorfälle etwas mit ihrer verzweifelten Suche nach Jim zu tun haben, den sie vor fünf Jahren hier kennenlernte. Gemeinsam mit Greg geht sie den Dingen auf den Grund. Doch während sie und Greg sich näher kommen, entdecken sie Stück für Stück Jims wahre Identität und damit ein Geheimnis, wie es furchtbarer nicht sein könnte.


"The Hollow" von Jessica Verday

Klappentext:


Es hieß, sie hätte Selbstmord begangen. Jeder sagte das. Was als Gerücht begann und von diskreten Menschen in kleinen Gruppen flüsternd angedeutet wurde, wuchs sich rasch zu etwas aus, das von weniger diskreten Menschen in großen Gruppen offen diskutiert wurde. Ich hatte es so satt, ihnen zuzuhören. Sie fragten mich aus. Immer und immer wieder, um herauszufinden, ob ich wusste, was geschehen war. Aber meine Antworten blieben dieselben. Trotzdem versuchten sie es immer wieder aufs Neue, als ob sie erwarteten, dass meine Antworten sich eines Tages plötzlich ändern würden.
Dabei wusste ich wirklich nichts, aber ich hätte es wissen müssen...und seitdem verfolgt es mich.

Montag, August 09, 2010

[Rezension] "Alterra - Die Gemeinschaft der Drei" von Maxime Chattam

Inhalt:

Ein noch nie da gewesener Sturm bricht über New York und den Rest der USA herein. Doch dabei handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Schneesturm, denn die darauf folgende Dunkelheit verschlingt alle Erwachsenen. Nur Kinder und Jugendliche haben überlebt und müssen sich in einer stark veränderten Welt zurecht finden: Die Pflanzen wachsen überdurchschnittlich schnell, alle technischen Geräte und Autos sind geschmolzen und außerdem lauern einige Gefahren in den Wäldern.
Den Kindern bleibt daher nichts anderes übrig als zusammen zu halten. Die drei Freunde Matt, Tobias und Ambre haben sich in einer neu gegründeten Kindersiedlung kennengelernt und gehen von nun an durch dick und dünn. Allerdings fällt ihnen schnell auf, dass es auch unter den anderen Kindern Verräter gibt, die ihr Vertrauen missbrauchen. Außerdem müssen die Drei einige Kämpfe gegen Tiere, "Mampfer", "Zyniks" und andere Fantasywesen meistern. Matt macht außerdem der allgegenwärtige "Torvaderon" zu schaffen...

Meinung

Die Idee, dass ein Sturm über die Welt hereinbricht, alles zerstört und nur die Kinder zurück lässt, ist an und für sich schon gut. Das ganze aber auch noch als Rache der Erde an der rücksichtslosen, egoistischen Menschheit darzustellen, finde ich genial. Dass die Erde nach Umweltverschmutzung, Atomwaffen und zahlreichen Kriegen den Menschen doch noch eine Chance gibt, indem sie die Kinder überleben lässt - in der Hoffnung diese würden aus den Fehlern ihrer Eltern lernen - ist einfach wunderbar.

Besonders gut gefallen hat, mir dass Maxime Chattam in "Alterra" eine noch nie da gewesene Fantasywelt erschaffen hat. Normalerweise findet man in Fantasybüchern immer nur Vampire, Elfen, Werwölfe, Engel, Dämonen usw. In Alterra gibt es aber "Zyniks", also jene wenigen Menschen die den Sturm überlebt haben und jetzt sehr aggressiv sind und die Kinder töten wollen. Außerdem die "Mampfer", das sind ehemalige Erwachsene, die jetzt stark entstellt, geistig zurückgeblieben und auch sehr aggressiv sind.
Die Kinder, die sich als Anlehnung an Peter Pan von nun an Pans nennen, lernen mit der Zeit mit diesen Gefahren zurecht zu kommen und handeln dabei überraschend vernünftig. Schnell finden sie sich in Siedlungen zusammen, in denen alles in geordneten Maßen abläuft. Jeder hat seine Aufgabe, der er gewissenhaft nachgeht.
Das ist für mich das einzige Manko an dem Buch, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Kinder so vernünftig handeln würden. Mir haben die anfänglichen Probleme etwas gefehlt.
Andererseits ist es natürlich eine Wunschvorstellung und auch ich würde mir erhoffen, dass sich Kinder in solch einer Ausnahmesituation so angemessen verhalten würden, um ihr Überleben zu sichern.

Die drei Freunde Matt, Tobias und Ambre waren mir sehr sympathisch, vor allem die mutige Ambre ist mir sehr ans Herz gewachsen, was daran liegen könnte, dass sie sozusagen die weibliche Heldin des Buches ist.
Mein absoluter Liebling ist allerdings die Hündin Punsch. Sie ist das einzige bekannte Tier, das nach dem Sturm zutraulich geblieben ist. Dass sie Matt, als er verletzt war, ins Lager getragen hat und den Kindern auch sonst immer eine große Hilfe war, fand ich wirklich rührend.

Zum Rest der Handlung kann ich nur - ohne zu viel zu verraten - sagen, dass sie durchwegs spannend, teilweise auch überraschend und stellenweise einfach nur mitreißend ist. Darüber hinaus gibt es aber auch einige schöne und ruhige Momente. Vor allem das Mysterium um "Torvaderon" und was er von Matt will, hat mich sehr beschäftigt. Da dieses Rätsel bis zum Ende nicht aufgeklärt wurde, kann ich es kaum erwarten den 2. Teil zu lesen.

Im Allgemeinen bin ich von dem Buch sehr positiv überrascht. Ich war eigentlich der Meinung, dass es vor allem auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet ist, doch auch Erwachsene werden mit "Alterra" ihre Freude haben.

Fazit

Ein Fantasybuch, das seinesgleichen sucht, klare Höchstpunktezahl.




Zusatzinformation:

Die Fortsetzung von Alterra mit dem Titel "Im Reich der Königin" erscheint am 20. August im Pan-Verlag.

Vielen Dank an den Pan-Verlag für die Bereitstellung von diesem Rezensionsexemplar!




Donnerstag, August 05, 2010

In my Mailbox #1

Ich werde ab sofort auch nur mehr wöchentlich über meine Neuzugänge berichten. Allerdings werde ich mir keinen fixen Tag vornehmen, sondern einfach posten, wenn ich Zeit habe.

Lilienblut von Elisabeth Herrmann

Klappentext:

Es ist Sommer und der Rhein glitzert besonders silbern und verführerisch. Sabrina und ihre beste Freundin Amelie können stundenlang am Fluss sitzen, voller Fernweh und Hunger auf das, was Amelie »das Leben« nennt. Aber während Amelie vom Abhauen und der großen Freiheit träumt, scheint Sabrinas Zukunft festgelegt zu sein – soll sie doch den Weinberg ihrer Mutter übernehmen. Alles in Sabrina wehrt sich gegen dieses vorbestimmte Leben … Und dann lernen die beiden Mädchen einen Jungen kennen, der so ganz anders ist als alle Landratten und Winzersöhne. Von dem 19-jährigen Kilian, der mit seinem Schiff einsam am geheimnisvollen »toten Fluss« ankert, geht eine verstörende Anziehungskraft aus. Amelie verfällt ihm sofort – und will über Nacht mit ihm abhauen. Am nächsten Morgen findet man ihre Leiche. Und Kilians Schiff ist verschwunden…
Nur Sabrina weiß, dass Kilian Amelies Mörder sein könnte.

Vielen Dank an den cbt für die Bereitstellung von diesem Rezensionsexemplar.


Außerdem hab ich nicht Wiederstehen können und bei der Thalia folgende Bücher erstanden:

Die Sturmkönigie: Dschinnland von Kai Meyer

Rückentext:

"Mach nicht den Fehler, mir zu vertrauen"

Sabateas Geheimnis liegt in ihrem Blut - es ist Gabe und Fluch zugleich. Als sie aus der Gefangenschaft im Palast des Herrschers entkommt, führt sie ihr Weg ins Reich der Wilden Magie - und in die Arme des Gesetzlosen Tarik. Der schmuggelte kostbares Drachenhaar durch ein Land, in dem die Naturgesetze keine Gültigkeit besitzen.
Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise, an deren Ende die Welt eine andere sein wird.





Stargazer von Claudia Gray
(Teil 2 von Evernight)

Rückentext:

The vampire in me was closer to the surface . . .

Bianca, born to two vampires, has always been told her destiny is to become one. But she has fallen in love with Lucas, a vampire hunter who infiltrated Evernight Academy, the exclusive vampire boarding school she attends. Bianca will do anything to be with Lucas, even if it means lying to the powerful vampires of Evernight.

Her deceit leads her to dig deep into the mysteries of the school, and Bianca discovers that even those she trusts the most have their own dark secrets. When a ghostly force begins attacking Evernight—and targeting Bianca—she learns a shocking truth about her past that will forever change her future.

Die Muschelmagier von Kai Meyer (Teil 2 der Wellenläufertrilogie)

Rückentext:


Eine Nebelwand schützt Aelenium vor den Blicken der Welt. Die schwimmende Stadt ist Wächter des gefährlichen Mahlstroms, der in den Tiefen der Karibik lauert. Aber Aelenium hat versagt. Während hinter dem Horizont der Mahlstrom die See verschlingt, ruht die letzte Hoffnung auf den Wellenläufern.

Jolly und Munk werden in den Korallenpalästen der Stadt auf den Kampf gegen den Mahlstrom vorbereitet. Doch Jolly sehnt sich zurück nach ihrem Leben als Piratin. Als Klabauterheere vor Aelenium aufmarschieren, beginnt eine abenteuerliche Flucht: Über magische Brücken und dunkle Meere, durch wilde Dschungel und auf verlassene Inseln führt ihre Reise. Erst als Munk sie vor eine Entscheidung stellt, erkennt Jolly in ihm ihren gefährlichsten Gegner. Der Kampf um die Magie der Muscheln beginnt.

Vielen Dank an Loewe für dieses Rezensionsexemplar!



Mein Leben als Straßenkind von Sabrina Tophofen

Rückentext:

Mit zehn Jahren zeigt Sabrina ihren Vater bei der Polizei an, ein Jahr später bricht sie aus dem Kinderheim aus und macht sich auf den Weg nach Köln. Sie landet auf der Domplatte, wo sie zum ersten Mal Geborgenheit und Schutz unter den Obdachlosen erfährt, die hier leben. Doch Sabrina lernt auch ,dass der Alltag auf der Straße vor allem Gewalt und Aggression, Drogenkonsum und Missbrauch bedeutet. Auf einzigartige Weise dokumentiert sie ihren täglichen Kampf ums Überleben - für das Recht auf Selbstbestimmung und Akzeptanz.




Vielen Dank an Arena und vor allem an Frau Blümcke, die mir ihr persönliches Programmhighlight zukommen ließ!



Dienstag, August 03, 2010

[Rezension] "Geliebte der Nacht" von Lara Adrian

Inhalt

Die Fotografin Gabrielle will mit ihren Freunden in einem neuen Nachtclub Spaß haben, doch als sie Zeugin eines brutalen Mordes wird, verändert sich ihr Leben schlagartig. Die Polizei glaubt ihr trotz den Fotos, die sie mit ihrem Handy gemacht hat, kein Wort. Es wurde weder eine Leiche noch andere Hinweise auf eine Gewalttat gefunden. Nur der charismatische Polizist Lucan Thorne nimmt sie Ernst und schnell entwickelt sich eine intensive Beziehung zwischen den beiden.
Doch schon bald erfährt Gabrielle "was" Lucan wirklich ist: Ein Vampir. Sie wird in einen noch nie dagewesen Kampf verfeindeter Vampirstämme hineingezogen. Außerdem erfährt sie nicht nur die Wahrheit über ihre leibliche Mutter sondern auch über sich selbst...

Meinung

Das Buch fesselt von Anfang an. Obwohl man als Leser frühzeitig weiß, dass es sich bei den brutalen Mördern um Vampire handelt, will man unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht.

Die Vampire wurden in "Geliebte der Nacht" im Großen und Ganzen sehr ansprechend dargestellt. Vor allem Lucan und die anderen "guten" Vampire haben mir sehr zugesagt. Auch die Biologie der Vampire und ihre Art der Fortzpflanzung fand ich gut umgesetzt. Das es eine Stammesgefährtin, also menschliche Frau braucht, damit Vampire Nachkommen zeugen können, fand ich auf eigenartige Weise romantisch. Besonders die Blutsvereinigung ist eine schöne Idee. Auch die traditionellen Riten, z.B. das Begräbnis, haben mir gefallen.

Von der Herkunft der Vampire bin ich allerdings nicht besonders begeistert. Dass sie Nachkommen von Aliens sind, die vor langer Zeit auf die Erde gekommen sind, war mir dann doch zu weit hergeholt.
Außerdem finde ich es etwas unpassend, dass Vampire eine Kapelle in ihrem Hauptquartier haben. Mit betenden Vampiren kann ich mich einfach nicht anfreunden.

Ich habe von diesem Buch eigentlich erwartet, dass es sehr vorhersehbar ist, aber ich wurde positiv überrascht. Einige Wendungen in der Handlung kamen wirklich sehr überraschend. Da man sich nicht sicher sein konnte, ob sich nicht doch noch etwas ändert, blieb das Buch bis zum Ende spannend.

Im Allgemeinen hat mich der Stil und die Spannung des Buches irgendwie mehr an einen Krimi als an einen Fantasyroman erinnert. Ich würde die "Geliebte der Nacht" daher mehr als Vampirthriller bezeichnen.

Die sehr detailliert und ausführlich beschriebenen Sexszenen haben zwar einerseits zu diesem Buch und zu den Vampiren gepasst, andererseits wirkte die Handlung dadurch teilweise etwas "billig". Meiner Meinung nach hätte die Autorin ruhig auf die ein oder andere ausschweifende Liebesnacht verzichten können, um dem Buch einen etwas seriöseren Eindruck zu verleihen.

Fazit

Für Leser die noch nicht genug von Vampiren haben mit Sicherheit interessant. Aufgrund der oben erwähnten Makel gebe ich 3,5 von 5 Sternen.


Informationen zur Midnight Breed Serie:


1. Geliebte der Nacht
2. Gefangene des Blutes
3. Geschöpft der Finsternis
4. Gebieterin der Dunkelheit
5. Gefährtin der Schatten
6. Gesandte des Zwielichts
7. Gezeichnete des Schicksals
8. Geweihte des Todes

In den Folgebänden treffen die anderen Vampire des Stammes auf ihre Stammesgefährtinnen.

Vielen Dank an LYX für die Bereitstellung von diesem Rezensionsexemplar

Sonntag, August 01, 2010

[Rezension] "Linger" von Maggie Stiefvater

Inhalt

Nachdem Sam im ersten Teil von seinem Wolfsdasein geheilt wurde, gewöhnt er sich jetzt langsam an die Tatsache für immer ein Mensch zu bleiben. Er und Grace sind nach wie vor unzertrennlich und er schläft jede Nacht heimlich bei ihr. Neben seinem Job im Buchladen und seiner Musik muss sich Sam jetzt aber auch um die Neuzugänge des Rudels kümmern. Darunter Cole, der um jeden Preis für immer ein Wolf bleiben will, um seinen menschlichen Problemen zu entfliehen.
Während Sam sein Leben als Mensch immer mehr zu schätzen weiß, fühlt sich Grace zunehmend schlechter. Seit einiger Zeit quälen sie furchtbare Kopf-und Bauchschmerzen, ihre Nase blutet häufig und sie beginnt nach Wolf zu riechen. Die Ärzte im Krankenhaus können ihr jedoch nicht helfen. Auch mit ihren Eltern hat Grace große Schwierigkeiten, weil sie ihr den Umgang mit Sam verbieten wollen.

Meinung

Wow, was für ein Buch, schon die erste Zeile von Grace fühlte sich nicht so an, als würde ich sie lesen, sondern als würde Grace selbst zu mir sprechen. Dieses Gefühl bleibt auch bis zum Ende des Buches bestehen. Bei allen vier Erzählungen aus der Ich-Perspektive war mir die erzählende Person immer sehr nahe.
Dieses Mal erfahren wir die Geschichte nicht nur aus der Sicht von Grace und Sam, sondern auch Cole und Isabel tragen ihre Gedanken und Gefühle bei. Daran musste ich mich am Anfang erst gewöhnen, weil ich zunächst nur wissen wollte, wie es mit Grace und Sam weitergeht. Doch mit der Zeit wurden Cole uns Isabel immer interessanter. Besonders Isabel ist mir dann sehr ans Herz gewachsen.
Über Cole, der ja in "Shiver" noch nicht mit dabei war, weiß der Leser zunächst gar nichts, mit der Zeit erfährt man dann immer mehr von ihm. Er war Sänger in einer erfolgreichen Band, seine Berühmtheit hat ihn aber in gewisser Weise menschlich zerstört. Nach ausschweifenden Drogen-und Sexeskapaden stand er kurz vor dem Selbstmord und möchte jetzt für immer ein Wolf sein, um seinen Problemen zu entfliehen.
Seine Vergangenheit fand ich auch sehr interessant und ich war richtig froh, dass es ihm mit der Zeit wieder etwas besser ging. Ich bin schon gespannt, ob und wie er im 3. Teil von der Öffentlichkeit entdeckt wird und wie seine Geschichte ausgeht.

In "Linger" fand ich es besonders toll, dass die Autorin versucht hat eine wissenschaftliche Erklärung für das Wolf-sein und auch für die Heilung zu liefern. Denn in vielen Büchern wird gar keine Erklärung gegeben. Natürlich ist es nicht einfach eine halbwegs glaubhafte Erklärung für etwas Übernatürliches wie Werwölfe zu finden, aber mit Maggie Stiefvaters Erläuterungen kann ich mich zumindest halbwegs anfreunden.

Ein Highlight in diesem Buch war die Musik von Sam. Seine Texte finde ich einfach wunderschön und sehr berührend.
Auch die Gedichte von Rilke passen sehr gut zu Sams poetischer Art und zur Handlung. Maggie Stiefvater hat den poetischen Aspekt der Handlung wirklich perfekt umgesetzt.

Das Ende von "Linger" fand ich sehr dramatisch und traurig. Ich kann es kaum erwarten "Forever" in Händen zu halten, aber jetzt steht mir wieder ein Jahr langes Warten bevor, welches sich aber mit Sicherheit lohnen wird.

Bei dieser Buchreihe muss ich auch noch die Cover erwähnen, denn in letzter Zeit bin ich selten auf Bücher gestoßen bei denen die Cover und auch die Buchtitel - auf englisch wie auch auf deutsch - so gut zur Handlung passen. Ich habe leider nur das Taschenbuch gekauft, was ich mittlerweile sehr bereue, aber da ich mir sicher bin, dass nach dem 3. Teile eine tolle Trilogiebox veröffentlicht wird, werde ich dann einfach diese kaufen (bzw. mir schenken lassen).

Fazit

Eines der besten Bücher des Jahres - MUSS man lesen! Wenn ein Buch 5 Sterne verdient hat, dann das.


Sehr toll gestaltet ist dieser Buchtrailer für Linger:



Die Buchcover: