Dienstag, September 07, 2010

[Rezension] "Splitter" von Sebastian Fitzek

Inhalt

Marc Lucas hat alles verloren, was ihm in seinem Leben etwas bedeutet hat: seine Frau Sandra und sein ungeborenes Kind kamen bei einem Autounfall ums Leben, den er selbst verschuldet hat. Und ein Splitter im Nacken erinnert ihn ständig an dieses Unglück. Da er sich nicht mehr anders zu helfen weiß, nimmt er Kontakt mit einer Klinik auf, die verspricht seine schlimmen Erinnerungen löschen zu können. Durch eine partielle Amnesie würden ihm nur die schönen Momente seines Lebens bleiben. Doch Marc lässt sich nicht so leicht überzeugen, bittet um Bedenkzeit und begibt sich auf den Weg nach Hause um noch eine Nacht darüber zu schlafen. Doch als er vor seiner Wohnungstür steht passt plötzlich sein Schlüssel nicht mehr, verwirrt klingelt er und ist zutiefst schockiert, als er sieht wer ihm die Tür öffnet: Seine verstorbene Frau. Doch damit nicht genug, denn Sandra scheint ihn nicht zu erkennen und jagt ihn fort. Verzweifelt macht sich Marc auf den Weg zu seinem Arbeitsplatz, doch auch dort ist er niemanden bekannt. Als er sich wieder auf den Weg zur Klinik macht, findet er dort nur noch ein Loch in der Erde vor - und eine Frau, die ihm erklärt, dass er, genauso wie sie, Teil eines Psychoexperimentes geworden ist und in großer Gefahr schwebt...

Meinung

Als bekennender Fitzek-Fan war "Splitter" das einzige Buch von ihm, das ich bisher noch nicht gelesen hatte. Meine Erwartungshaltung war also entsprechend hoch, wurde dann aber sogar noch übertroffen! Nach "Der Seelenbrecher" zählt es mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingsbuch von ihm.

Das liegt einerseits natürlich an dem tollen Erzählstil von Sebastian Fitzek, dem man sich wie immer nicht entziehen kann. Mit unglaublicher Finesse wird man in das Leben von Marc Lucas hineingezogen, verliert sich genauso wie er, weiß nicht mehr was Realität ist und fiebert dem Ende und der Auflösung des Rätsels entgegen, obwohl man eigentlich gar nicht will dass es zu Ende geht. Genau das ist das, was mich an Sebastian Fitzeks Büchern so fasziniert: Einerseits haltet man beim Lesen die Spannung kaum aus, will dass sich alles klärt, andererseits hätte ich aber ruhig noch 400 weitere Seiten mit Marc Lucas durch sein Leben irren können.
Dass Fitzek in seinen Büchern auf seine vorangegangenen Werke anspielt ist ja nichts neues, aber was er in "Splitter" vollbracht hat, war selbst mir neu, denn "Splitter" enthält eine Anspielung auf den "Augensammler". Das Buch das ziemlich genau ein Jahr NACH "Splitter" veröffentlicht wurde! Das hat mich so unglaublich fasziniert und mitgerissen, dass ich diese Textpassage noch drei weitere Male gelesen habe, denn das bedeutet, dass er beim Schreiben von "Splitter" schon ein genaues Konzept vom Augensammler im Kopf hatte. Das beweist erneut die Genialität dieses Autors und ich habe mir vorgenommen alel seine Bücher nochmal zu lesen und noch genauer auf Anspielungen zu durchforsten.
Ein weiters beliebtes Mittel, um seine Leser noch mehr in die Handlung zu ziehen, sind E-Mail -und Internetadressen oder wie in diesem Fall eine Telefonnummer, die gezielt im Buch platziert werden. Da mir schon bekannt war, dass die erwähnten Internetseiten wirklich funktionieren, habe ich die Telefonnummer angerufen und war erstaunt, dass ich die gleiche Tonbandaufnahme zu hören bekam, wie Marc Lucas. Ich möchte an dieser Stelle mein großes Lob an Herrn Fitzek und auch an den Verlag Droemer Knaur aussprechen, denn solch geniale "Easter Eggs" habe ich bei Büchern - vor allem im deutschsprachigen Raum - noch nie erlebt. Hut ab!

Der Charakter Marc Lucas war sehr sympathisch und ich hatte Mitleid mit ihm, als ihm plötzlich quasi sein ganzen Leben geraubt wurde. Seine Verzweiflung und Hilflosigkeit wurden sehr überzeugend dargestellt und diese Gefühle haben sich beim Lesen sogar auf mich übertragen.

Zur Handlung möchte ich eigentlich nicht viel mehr verraten. "Splitter" ist jedenfalls ein genialer Psychothriller, der durchdacht und fesselnd bis zum Schluss ist. Wie bei allen Büchern von Sebastian Fitzek hatte ich bis zur Auflösung nicht die geringste Ahnung, wie es ausgehen könnte. Und das ist auch gut so, denn Krimis, bei denen man bereits nach der Hälfte des Buches weiß, wie es endet, gibt es ohnehin schon genug!

Fazit

Ein absolutes Muss für Thrillerfans, und die, die es noch werden wollen!



Für die Bereitstellung von diesem Rezensionsexemplar bedanke ich mich herzlich bei:



An dieser Stelle möchte ich drauf hinweisen, dass sich Sebastian Fitzek momentan wieder auf Lesereise befindet, weitere Informationen gibt es auf seiner Homepage.

Solltet ihr genauso wie ich nicht die Gelegenheit haben Sebastian Fitzek live zu erleben, könnt ihr ihm immerhin auf Twitter und Facebook ganz nahe sein.




Kommentare:

  1. Hi Chrisu

    Das Buch steht bei mir im SuB und wartet drauf das ich es lese. Ich freu mich schon riesig drauf! Aber das muss noch etwas warten, denn ich hab etwas viel Thrillers gelesen in letzer Zeit.

    Aber schön das dir das Buch gefallen hat.

    Wünsch dir noch einen schönen Abend und bis bald.
    Alexandra

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  2. Hi Alexandra!

    Ich bin mir sicher, dass es dir auch gefallen wird! Danke dir auch noch einen schönen Abend!

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  3. Ui... ich hab ja schon das ein oder andere Mal davor gestanden, aber vor Thrillers und Krimis schreck ich immer zurück, da ich fürchte, nach den ersten 20 Seiten zu wissen wer es und aus welchen Motiven er/sie es war - und hatte bisher größtenteils immer recht. Deswegen macht mir Lesen Bücher dieser Kategorien in der Regel überhaupt keinen Spaß, aber ich bin merkwürdigerweise immer wieder dazu geneigt es mal zu versuchen. ;)

    Wünsch dir noch was! ^^

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  4. Also bei Splitter bin ich mir ziemlich sicher, dass du bis zum Ende nicht weißt, wer was warum getan hat, also ist dieses Buch vielleicht genau das richtige für dich!

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  5. hört sich gut an, ich liebe die bücher von sebastian fitzek, das ist aber das einzige, was ich noch nicht gelesen habe, weil ist noch nicht in meinem besitz, aber wer weiß, wann es bei mir einzieht, ich stromer schon ne ganze weile daraum herum.

    lg kerry

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