Freitag, Dezember 30, 2011

[Monatsstatistik] Dezember 2011

In der ersten Hälfte des Monats hatte ich leider nur wenig Zeit zum Lesen, weil noch einige wichtige Prüfungen anstanden. Dieses Defizit kann ich dafür jetzt in den Weihnachtsferien aufholen :)




Lesedatum Titel Autor Bewertung
03.12.2011 Die Insel der besonderen Kinder Ransom Riggs 4 von 5 Sternen
10.12.2011 The Pledge Kimberly Derting 4 von 5 Sternen
18.12.2011 Ashes - Brennendes Herz Ilsa J. Bick 4 von 5 Sternen
19.12.2011 Dash & Lily's Book of Dares Rachel Cohn, David Levithan 4 von 5 Sternen
20.12.2011 How to Save a Life Sara Zarr 4 von 5 Sternen
25.12.2011 Fracture Megan Miranda 3 von 5 Sternen
28.12.2011 The Girl of Fire and Thorns Rae Carson 4 von 5 Sternen
29.12.2011 Erlösung Jussi Adler-Olsen 5 von 5 Sternen
29.12.2011 Achtung Baby! Michael Mittermeier 5 von 5 Sternen

30.12.2011 A Monster Calls Patrick Ness 5 von 5 Sternen




Mein Highlight des Monats ist dieses Mal ein Thriller, der mich wahnsinnig gefesselt hat:



Donnerstag, Dezember 29, 2011

[Rezension] "The Girl of Fire and Thorns" von Rae Carson

Inhalt

Elisa ist von Gott auserwählt. Die Prophezeiung sagt, dass sie in ihrem Leben großes vollbringen wird. Doch das kann sie sich momentan beim besten Willen nicht vorstellen, als zweitälteste Tochter des Königs steht sie immer im Schatten ihrer hübschen Schwester. Als sie dann aber an ihrem 16. Geburtstag mit dem König von Joya d'Arena verheiratet wird, verändert sich alles schlagartig. Sie wird in den drohenden Krieg zwischen dem Land ihres Ehemannes und Invierne hineingezogen. Dem gebildeten Mädchen bleibt aber nicht lange Zeit, um eine Strategie zu entwickeln, da sie entführt und in die Wüste verschleppt wird. Die Entführer sind nämlich davon überzeugt, dass der Godstone, den sie in sich trägt, das einzige ist, was der Bevölkerung von Joya d'Arena noch helfen kann. Doch der Feind kämpft mit verbotenen Waffen, der Magie der Godstones.

Meinung

"The Girl of Fire and Thorns" entführt den Leser in eine ganz neue Welt. Vor allem die orientalische Umgebung mit Wüsten und die Sprache, die dem Spanischen sehr ähnelt, haben mich von Anfang an zum Weiterlesen animiert. Die Protagonistin Elisa war mir allerdings nicht gleich sympathisch. Vor allem am Anfang hat sie nämlich keine Gelegenheit ausgelassen, um zu betonen wie fett und hässlich sie doch sei. Also mit ihrem Selbstbewusstsein ist es generell nicht weit her. Damit könnte ich ja noch leben, aber wenn einfach auf einer Seite gleich zweimal steht, dass sie einfach viel zu fett sei, ist es einfach ein wenig zu viel des Guten. Außerdem kann sie sich beim besten Willen nicht vorstellen, den Erwartungen, die an eine Trägerin des Godstones gestellt werden, zu erfüllen. Alle gehen nämlich fix davon aus, dass sie zur großen Heldin auserkoren ist und das ist zugegebenermaßen einfach ein wenig zu viel Druck für ein 16-jähriges Mädchen. An das ganze Gerede rund um den Godstone und an das ständige Beten musste ich mich auch erstmal gewöhnen, ist ja sonst überhaupt nicht mein Fall. Leser, die sich hier ein Buch mit sehr vielen Fantasyelementen erwarten, könnten eventuell enttäuscht werden, denn bis auf die Godstones und die Magie, die sie umgibt, ist von Fantasy nicht viel zu spüren.

Zum Glück macht Elisa dann ziemlich schnell eine rasante Wandlung durch und wird zur kämpferischen Kriegerin und zur treibenden Kraft im Kampf gegen die Invierni. Endlich beginnt sie zu zeigen, was wirklich in ihr steckt, binnen Wochen wird sie erwachsen, mutig und stark. Was mich im Nachhinein wundert ist, dass diese Wandlung während dem Lesen gar nicht unrealistisch wirkt, sondern so plausibel erklärt wird, dass sie natürlich erscheint.
Nach Elisas Entführung gerät sie quasi von einem Abenteuer ins nächste, binnen weniger Seiten passiert ganz schön viel, was mich immer sehr begeistert. Die Spannung wird aber leider zwischendurch von für meinen Geschmack zu detaillierten Schilderungen bezüglich der Kriegsstrategie, unterbrochen.
Der große Feind - die Invierni, treten leider erst spät auf und man erfährt generell nicht sehr viel über sie. Aber ich denke vielleicht macht sie genau das so interessant.
Da es sich hier um eine Jugendbuch handelt, darf natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese ist hier aber so fern von allen Klischees, dass sie meiner Meinung nach den größten Pluspunkt des Buches darstellt.

Auch das Ende ist sehr befriedigend, die Handlung ist größtenteils geklärt, so dass man auf die Fortsetzungen ohne Probleme verzichten könnte, wenn man aber unbedingt wissen will, welche Abenteuer Elisa noch erlebt, kann man sich auf zwei weitere Bänder der Trilogie freuen.

Fazit

Abgesehen von übertriebener Gottesfürchtigkeit, Minderwertigkeitskomplexen und ein wenig zu viel Kriegsstrategie ein überraschend gelungenes Buch, das vor allem viel Abwechslung bietet.


Dienstag, Dezember 27, 2011

In my Mailbox - Das Weihnachtsspecial

Hey, ich hoffe ihr hattet auch so schöne Weihnachtsfeiertage wie ich. Wie wohl bei vielen, dürfen natürlich auch mir Bücher unter dem Weihnachtsbaum nicht fehlen.

Geschenkt bekommen habe ich folgende:



Außerdem sind in der letzten Woche noch einige weitere Bücher bei mir eingetroffen, bzw. von mir gekauft worden und zwar diese:


So ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen bzw. doppelt erwähnt. Wenn ich mir das so anschaue, habe ich das Gefühl wohl so bald keine Bücher mehr kaufen zu müssen, vor allem weil noch immer ein paar Vorbestellungen ausständig sind *g*

Also dann alles Liebe und viel Spaß beim Lesen.


PS: In den nächsten Tagen werde ich mich meinem Monatsrückblick melden und hoffentlich habe ich auch Zeit für einen kleinen Jahresrückblick.

Samstag, Dezember 24, 2011

[Rezension] "How to save a life" von Sara Zarr

Inhalt

Seit dem Tod ihres Vaters ist Jill nicht mehr sie selbst. Sie zieht sich von allen Menschen in ihrer Umgebung zurück und möchte sich am liebsten den ganzen Tag lang verkriechen. Als ihre Mutter ihr dann offenbart, dass sie ein Baby adoptieren will, bricht Jill erneut zusammen. Für sie fühlt sich das nämlich an, als würde ihre Mutter ihren verstorbenen Vater einfach mit diesem neuen Familienmitglied ersetzen wollen. Sie versucht alles, um ihrer Mutter diese Idee auszureden, scheitert jedoch und kurz darauf zieht die hochschwangere Mandy bei ihnen ein.
Mandy ist mit ihren 18 Jahren in einer Situation, wie sie schlimmer kaum sein könnte. Von ihrem Zuhause, dass nie wirklich eines war, entkommen, ist Jills Mutter jetzt ihre letzte Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Noch nie hat sie sich so gebraucht und willkommen gefühlt, wie bei der zukünftigen Adoptivmutter ihres Kindes. Doch sie hat Angst, dass die Lügen die sie in diese glückliche Situation gebracht haben auffliegen und dass sie dadurch auch dieses Zuhause verliert. Außerdem wird ihr langsam klar, dass sie keine Ahnung hat, wie ihr Leben nach der Geburt weitergehen soll.

Meinung

Sara Zarr beschreibt in "How to save a life" die Schicksale zweier nahezu gleichaltriger Mädchen, die zwar sehr unterschiedlich sind, aber dennoch einiges gemeinsam haben. Vor allem den Wunsch nach Anerkennung und Liebe haben beide Mädchen gemeinsam, allerdings aus den verschiedensten Gründen.
Mandy, die zunächst sehr naiv und für ihr Alter noch sehr unselbstständig, ja geradezu hilflos erscheint, ist ein Charakter für den man nicht unbedingt von Anfang an Sympathie empfindet. In Gesprächen stößt sie die Menschen vor den Kopf, handelt und spricht sehr unüberlegt. Geradezu schockiert hat es mich, als sie Jill ins Gesicht gesagt hat, sie könne doch froh sein 17 Jahre ihres Lebens einen liebevollen Vater gehabt zu haben, denn damit sei sie immer noch besser dran wie sie. Dies mag zwar richtig sein, einem trauernden Menschen dies aber so unbarmherzig mitzuteilen verlangt schon eine gehörige Portion Frechheit. Und diese besitzt Mandy allemal. Vor allem am Anfang lügt sie sich geradezu durchs Leben, versucht immer genau das zu sagen, was der Gegenüber hören will, scheitert damit aber meistens kläglich. Mit Fortschreiten der Handlung wird aber klar, dass diese Verhaltensweise durch ihre furchtbare Kindheit und Jugend verursacht wurde. Sie hatte nie das Gefühl von ihrer Mutter geliebt zu werden, so dass sie jetzt alles tut, um Anerkennung zu erfahren. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück einem praktisch Wildfremden, mit dem sie sich nur im Zug kurz unterhalten hat, in Briefen ihr Herz auszuschütten.
Jill hingegen ist aufgrund des plötzlichen Todes ihres Vater richtig verbittert, lässt niemanden an sich heran und wirkt zunächst sehr kalt und distanziert. Ihre Gefühle konnte ich im Gegensatz zu Mandy von Anfang an verstehen und nachvollziehen. Ihr habe ich mich mit der Zeit richtig nahe und verbunden gefühlt. Auch als sie dann Nachforschungen anstellt, um mehr über Mandys Vergangenheit zu erfahren und ihre Lügen zu enttarnen, war ich ganz auf ihrer Seite. Doch im Zuge dieser Recherche beginnt sie sich langsam in Mandy hineinzuversetzen und erkennt, dass sie sich ähnlicher sind, als sie jemals Gedacht hätten.
Jills Mutter Robin, die sich dazu bereit erklärt ohne jeglichen richterlichen Beschluss ein Kind zu adoptieren, fand ich zunächst schrecklich leichtgläubig und geradezu dumm. Genauso wie Jill ist es mir ein Rätsel, wie man sich als intelligenter erwachsener Mensch auf solch einen Handel einlassen kann, selbst wenn man aufgrund der omnipräsenten Trauer vielleicht nicht klar denken kann.
Das Ende dieses gefühlvoll aus zwei Perspektiven erzählten Romans stellt alle Beteiligten und wohl auch den Leser zufrieden, war mir persönlich aber ein wenig zu vorhersehbar.

Fazit

Ein Buch das Platz für jede Gefühlsregung bieten: Von Liebe und Anerkennung über Trauer und Wut bis zu Freundschaft wir alles abgedeckt.


Sonntag, Dezember 11, 2011

[Rezension] "Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs

Inhalt

Jacob ist mit seinen 16 Jahren mittlerweile zu alt, um die Märchen und Schauergeschichten, die sein Großvater ihm seit seiner Kindheit erzählt, zu glauben. Als er seinen Großvater aber eines Tages ermordet im Wald auffindet und ein "Monster" wegrennen sieht, beginnt er diese Schauergeschichten zu hinterfragen. Obwohl seine Eltern und ein Psychiater ihn davon überzeugen wollen, dass er sich das alles nur einbildet, weiß er, dass er der Sache nachgehen muss, um seinen Seelenfrieden zu finden. Diese Suche nach der Wahrheit führt ihn nach Wales, in das Waisenhaus, indem sein Großvater seine Kindheit verbracht hat und wo angeblich Kinder mit besonderen Fähigkeiten einen Unterschlupf vor den Monstern gefunden haben.
Zunächst stellt Jacob ernüchtert fest, dass das alte Waisenhaus nur mehr einer Ruine gleicht, doch dann geschieht etwas merkwürdiges und er entdeckt mehr, als er für möglich gehalten hätte...

Meinung

Bei "Die Insel der besonderen Kinder" fiel mir von Anfang an auf, wie außergewöhnlich und einzigartig dieses Buch ist. Als erstes springt einem natürlich die ungewöhnliche Aufmachung ins Auge, denn im Roman werden alle paar Seiten eigenartig anmutende Bilder eingefügt, die eben die"besonderen Kinder" darstellen. Diese leben versteckt auf einer relativ verlassenen Insel vor Wales. Ihre Fähigkeiten erstrecken sich von ungeheurer Kraft, über Unsichtbarkeit bis zum Schweben. Beaufsichtigt werden sie von Mr. Peregrine, die sich, wie ihr Name bereits vermuten lässt, in einen Vogel verwandeln kann.
So lautet jedenfalls die Geschichte, die Jacob immer von seinem Großvater erzählt bekommen hat. Als sein Großvater ermordet wird, reist Jacob nach Wales, um das "Monster", welches er für seinen Tod verantwortlich hält, zu enttarnen. Jacob tritt zunächst als nicht besonders interessanter Charakter auf, er ist der typische Einzelgänger und verlor mit seinem Großvater seine einzige Bezugsperson. Doch auf der Insel angelangt, beginnt sein Charakter sich positiv zu verändern.
Was dieses Buch aber so einzigartig macht, ist die Entdeckung, die Jacob in dem alten Waisenhaus macht: Denn plötzlich steht er jenen ungewöhnlichen Kindern gegenüber, von denen sein Großvater immer erzählt hat. Er fiel nämlich in eine Zeitschleife, die von den Kindern und Mr. Peregrine errichtet wurde, um sie alle vor dem schrecklichen Bombenangriff zu schützen, der ihr Leben kosten würde. Daher erleben sie alle seit über 60 Jahren den selben Tag. Dies ist zwar für die Kinder selbst mittlerweile schon zur Routine geworden, für den Leser allerdings alles andere als langweilig. Ganz im Gegenteil, ich finde dass man diesen mittleren Teil des Buch, in dem das Alltagsleben der Kinder beschrieben wurde, ruhig noch ein wenig ausbauen hätte können. Auch die "Monster" kamen zunächst ein wenig zu kurz. Besonders toll an ihnen fand ich aber, dass sie richtig düster und böse waren, genauso wie es sich für echte Monster gehört.
Nicht mehr aus der Hand legen wollte ich das Buch aber vor allem wegen der zarten Liebesgeschichte zwischen Jacob und Emma, die aufgrund ihrer Vergangenheit mit seinem Großvater zunächst etwas kompliziert ist. Abgesehen davon, dass sie ja eigentlich nicht in seiner Realität lebt und auch nicht mit ihm in seine Zeit gehen kann.
Jacob muss sich also früher oder später zwischen ihr und den anderen Kindern, die mittlerweile seine Freunde geworden sind und seinem alten Leben mit seiner Familie entscheiden. Doch Zeit zum Nachdenken bleibt ihm kaum, denn die Monster bleiben nicht untätig...

Fazit

Ein erfrischend außergewöhnliches Buch, das beweist, dass im Fantasygenre immer noch Raum für neues ist.




Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an

Samstag, Dezember 03, 2011

In my Mailbox # 54

Auch diese Woche war ein Neuzugang dabei:

"Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs

Inhalt

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind …
Inzwischen ist Jacob 15 Jahre alt und kann sich kaum noch an die wunderbaren Schauergeschichten erinnern – bis zu dem Tag, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt und Jacob Hinweise darauf findet, dass es die Insel aus seinen Geschichten wirklich gibt. Der Teenager macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freunde findet, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Monster sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt...

Freitag, Dezember 02, 2011

[Rezension] "Whisper Island - Sturmwarnung" von Elizabeth George

Inhalt

Becca kann die Gedanken von Menschen lesen, was ihr zum Verhängnis wird. Als ihrem Stiefvater nämlich klar wird, dass sie weiß, dass er seinen Geschäftspartner getötet hat, verfolgt er sie skrupellos. Sie flieht zu einer Freundin ihrer Mutter auf eine abgeschiedene Insel. Doch diese trifft sie dort nie an, da diese erst kürzlich verstarb. Von nun an ist die 14-Jährige auf sich allein gestellt, denn auch ihre Mutter ist plötzlich nicht mehr erreichbar. Sie versucht in der Inselgemeinschaft Anschluss zu finden. Da sie aber aufgrund ihrer besonderen Fähigkeit mehr weiß, als sie wissen sollte, fällt ihr das zunächst recht schwer. Mit der Zeit lernt sie aber immer mehr Menschen kennen, die ihr helfen. Als einer davon - Derric - im Wald abstürzt, gerät sie ins Fadenkreuz der Polizei und fürchtet, dass ihre wahre Identität enttarnt wird...

Meinung

Von "Whisper Island" habe ich mir zunächst sehr viel erwartet. Immerhin trägt das Buch den Namen einer sehr berühmten und beliebten Krimiautorin: Elizabeth George, die für ihren mitreißenden Erzählstil von allen Seiten gelobt wird.
Da der Genrewechsel beispielsweise bei Kathy Reichs problemlos funktionierte, konnte mit diesem Buch eigentlich nicht viel schief gehen. Meine Enttäuschung war dann jedoch ziemlich groß. "Whisper Island" konnte mich von Anfang an nicht so mitreißen, wie ich es erwartet hätte. Das liegt vor allem daran, dass mir die Geschichte rund um Becca über weite Teile nicht sehr logisch erschien. Als Beispiel ist hier zu erwähnen, dass sie kaum besorgt wirkt, als ihre Mutter, die wohlgemerkt auch von einem Mörder verfolgt wird, sich plötzlich nicht mehr meldet. Sie wundert sich zwar kurz, lebt dann aber scheinbar unbekümmert ihr Leben auf der Insel weiter. Meiner Meinung nach würde jede "normale" 14-Jährige, die von ihrer Mutter dermaßen allein gelassen wird, einfach nur in Panik ausbrechen.
Auch ihre Fähigkeit Gedanken zu lesen, fand ich nicht sehr spektakulär. Meistens hört sie in diesem "Flüstern" nämlich nur Gedankenbruchstücke, die kaum bis schwer zu interpretieren sind.
Die Handlung im Allgemeinen ist zwar nicht sterbenslangweilig, aber eben auch nicht richtig spannend genug, um bei mir Interesse oder gar Begeisterung auszulösen. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass die Autorin einfach einmal drauflos geschrieben hat, ohne ein wirkliches Konzept im Kopf zu haben. Des Weiteren wollte sie wohl viel zu viele Aspekte in einer Handlung unterbringen. Dies führt unweigerlich dazu, dass sich unnötige Nebenhandlungen aneinanderreihen, sodass man als Leser die Haupthandlung teilweise aus den Augen verliert. Auch die Liebesgeschichte zwischen Becca und Derric ist alles andere als aufregend.

In vielen Rezensionen wird ja kritisiert, dass sich das Wort "Freude", das immer wieder in Derrics Gedanken herumschwirrt, als Name entpuppt. Ich muss dazu sagen, dass das zwar wirklich sehr unglücklich klingt, aber wohl auch nicht anders möglich gewesen wäre. Elizabeth George kann ja schließlich nicht wissen, dass ihre "Joy" auf deutsch einfach nicht als Name funktioniert. Auch den Übersetzerinnen kann ich in diesem Fall keine Schuld geben, denn wenn sie "Joy" nicht übersetzt hätten, wäre von Anfang an klar gewesen, dass es sich dabei um eine Person handelt, was ja von der Autorin nicht so gewollt war. Meiner Meinung nach gab es also keinen Ausweg aus diesem Dilemma.

Übrigens fällt mir erst jetzt auf, dass mir nicht ganz klar ist, warum das Buch den Untertitel "Sturmwarnung" trägt. Geht es da nur mir so?

Fazit

Insgesamt auf keinen Fall besser wie Durchschnitt





Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an


Donnerstag, Dezember 01, 2011

Monatsstatistik November 2011

Im November kam ich auf 9 gelesene Bücher und zwar folgende:





Lesedatum Titel Autor Bewertung




05.11.2011 Nacht Elena Melodia 3 von 5 Sternen
06.11.2011 Das Tal - Der Fluch Krystyna Kuhn 4 von 5 Sternen
09.11.2011 Saeculum Ursula Poznanski 4 von 5 Sternen
13.11.2011 The Unbecoming of Mara Dyer Michelle Hodkin 4 von 5 Sternen
17.11.2011 Crossed Ally Condie 3 von 5 Sternen
19.11.2011 Hide Out Andreas Eschbach 5 von 5 Sternen
21.11.2011 Identical Ellen Hopkins 4 von 5 Sternen
26.11.2011 Gute Geister Kathryn Stockett 5 von 5 Sternen
28.11.2011 Whisper Island Elizabeth George 3 von 5 Sternen


Mein Highlight des Monats ist wohl "Gute Geister", dass ich allen nur wärmstens empfehlen kann.



Sonntag, November 27, 2011

In my Mailbox # 53

Diese Woche neu eingetroffen ist folgendes Buch:

"The Pledge" von Kimberly Derting

Klappentext

In the violent country of Ludania, the classes are strictly divided by the language they speak. The smallest transgression, like looking a member of a higher class in the eye while they are speaking their native tongue, results in immediate execution. Seventeen-year-old Charlaina has always been able to understand the languages of all classes, and she's spent her life trying to hide her secret. The only place she can really be free is the drug-fueled underground clubs where people go to shake off the oppressive rules of the world they live in. It's there that she meets a beautiful and mysterious boy named Max who speaks a language she's never heard before . . . and her secret is almost exposed.

Charlie is intensely attracted to Max, even though she can't be sure where his real loyalties lie. As the emergency drills give way to real crisis and the violence escalates, it becomes clear that Charlie is the key to something much bigger: her country's only chance for freedom from the terrible power of a deadly regime.

Montag, November 21, 2011

[Rezension] "Hide Out" von Andreas Eschbach

Rezension von Teil 1

Inhalt

Nach den Ereignissen in Teil 1 lebt Christopher mittlerweile im Camp von Jeremiah Jones, weit entfernt von jeglicher Technik. Das Camp von Gleichgesinnten kann aber nur dank diverser Informanten überleben. Als ihre Vertrauensperson beim FBI feststellt, dass dieses kurz davor ist das Camp zu finden, machen sich alle erneut auf die Flucht. Gleichzeitig haben sie eine Idee, wie sie die Kohärenz in ihrer Macht schwächen und die Menschheit auf ihre Gefahr hinweisen können. Es ist Christophers Aufgabe automatisch Mails an so viele Menschen, wie möglich zu versenden. Als er das zunächst mit einem Musikvideo probiert, fällt er plötzlich in Ohnmacht. Der Grund dafür ist viel schlimmer als ein Kreislaufzusammenbruch, denn sein Chip, den er bisher immer bewusst steuern konnte, versucht sich jetzt automatisch in das Netzwerk der Kohärenz einzuwählen. Wenn das geschieht würde er sich genauso wie hunderttausende andere Menschen im Gleichstrom der Gedanken aller verlieren. Dies kann er nur durch bloße Willenskraft verhindern, was mit großer Anstrengung verbunden ist. Gemeinsam mit Kyle seiner Schwester Serenity, George und Madonna sucht er nach weiteren weißen, also technikfreien Zonen. Gleichzeitig müssen die Freunde aber auch wieder Anschluss an die Gruppe finden, die sich nach der Enttarnung in alle Himmelsrichtungen zerstreut hat, doch dies ist schwerer als gedacht...

Meinung

Andreas Eschbach hat mich ja bereits mit "Black out" absolut von dieser Geschichte überzeugt, in der er die Gefahren der Technik ungeschönt deutlich macht. Mit dem zweiten Teil der Trilogie wurde jetzt meine Hoffnung auf eine genauso gute (denn besser wäre einfach nicht mehr möglich gewesen) Fortzsetzung absolut erfüllt.
Auch dieses Mal werden mehrere Handlungsstränge parallel erzählt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei aber immer auf Christopher und seinen Freunden. Denn der hat in "Hide out" einen noch größeren Kampf zu kämpfen als im ersten Teil: Den Kampf mit sich selbst beziehungsweise der Macht in seinem Kopf. Diese Idee fand ich von Anfang an genial und sie wurde auch genauso gut umgesetzt, wie ich es erwartet habe.
Die genialste Stelle des Buches war für mich aber eine scheinbar belanglose Unterhaltung am Rande, in der George, seinerseits indianischer Abstammung, das größte Problem des weißen Mannes anspricht: Seine Intelligenz. Denn diese Intelligenz hat den Menschen die Fähigkeiten verliehen, die für den Bau von Waffen, zum Beispiel der Atombombe nötig sind. Auch die Zerstörung der Umwelt ist auf die Intelligenz der Menschheit zurückzuführen. Des weiteren macht er deutlich, dass diese moderne Intelligenz nichts mehr mit der ursprünglichen Klugheit und Weisheit gemein hat.
Mit dieser Aussage bringt der Autor wohl nicht nur mich zum Nachdenken und auch zum Zweifeln.
Besonders begeistert hat mich, dass weitere Details vom Leben in der Kohärenz beschrieben wurden, zum Beispiel, welche Auswirkungen der Verlust der Individualität auf den Alltag hat. Die Mitglieder der Kohärenz essen demnach nur mehr einen geschmacklosen Brei, dessen einzige Aufgabe es ist zu sättigen. Das Interesse an schmackhaften Essen ging verloren, weil sich hunderttausende Vorlieben vermischt und gegenseitig ausgelöscht haben. Das selbe gilt für Kunst jeglicher Art.

Was ich in Teil eins noch nicht angesprochen habe und mir hier wieder sehr deutlich bewusst wurde, ist das umfangreiche Wissen, welches der Autor in das Buch eingebracht hat. Von der Technik bis zur Psychologie hat Andreas Eschbach mit seinem Fachwissen geglänzt. Und, dass er bezüglich Recherche keine Mühen scheut, ist wohl spätestes seit seinem 900-Seiten-Werk "Eine Billion Dollar" allen klar.

Insgesamt habe ich es selten erlebt, dass mich eine Fortsetzung genauso begeistert wie der erste Teil. Doch schon nach wenigen Seiten wurde mir bewusst, dass man sich bei Andreas Eschbach dahingehend keine Sorgen machen muss. Spätestens jetzt ist er für mich einer der besten Autoren weltweit!
Das Warten auf den finalen dritten Teil wird dementsprechend grausam.

Fazit

Keine Frage: LESEN!!!




Sonntag, November 20, 2011

In my Mailbox # 52

Diese Woche ist folgendes Buch bei mir angekommen:

"Hide out" von Andreas Eschbach

Rückentext

Die größte Bedrohung der Menschheit. Der riskanteste Hack, der je gewagt wurde. Und ein Kampf, wie er ungleicher nicht sein könnte.

Hunderttausende Menschen, die im Gleichtakt denken, handeln fühlen: Das ist die Kohärenz, die größte Bedrohung der Menschheit. Lediglich der 17-jährige Christopher, einst der berühmteste Hacker der Welt, wagt es, den Kampf mit dieser gigantischen Macht aufzunehmen. Als die Gruppe um den Visionär Jeremiah Jones auffliegt, bei der Christopher Zuflucht gesucht hat, können er und Jones`Tochter Serenity in letzter Sekunde fliehen. Doch dann stellt Christopher zu seinem Entsetzen fest, dass er es mit einem ganz besonderen Gegner zu tun hat - einem Feind in seinem eigenen Kopf.


Bereits gelesen und für genauso genial befunden wie "Black out" - Rezi kommt aller Vorraussicht nach morgen :)

Schönen Sonntag an alle und viel Spaß beim Lesen ;)

Sonntag, November 13, 2011

In my Mailbox # 51

Auch diese Woche war wieder reich an Neuzugängen, was vor allem an dem verführerischen -10% Gutschein von TBD lag :)

Eingetroffen sind:

Identical von Ellen Hopkins
The Unbecoming of Mara Dyer von Michelle Hodkin
Carrier of the Mark von Leigh Fallon
The Mark von Jen Nadol
How to save a life von Sara Zarr
Deadly cool von Gemma Halliday






Außerdem durfte ich mich noch über folgendes Rezensionsexemplar freuen:


"Whisper Island" von Elizabeth George

Rückentext

Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin kurz zuvor gestorben ist. Verzweifelt versucht Becca, ihre Mutter zu erreichen ohne Erfolg: Das Handy ist tot.



Herzlichen Dank an


Freitag, November 11, 2011

[Rezension] "Saeculum" von Ursula Poznanski

Inhalt

Bastians neue Freundin Sandra interessiert sich sehr für das Mittelalter. Gemeinsam mit ihren Freunden nimmt sie des öfteren an Rollenspielen teil, bei denen das Leben des 14. Jahrhunderts so realistisch wie möglich wiedergegeben wird. Die Teilnehmer verzichten dabei nicht nur auf Handy und Internet, sondern auch auf Streichhölzer, Verbandsmaterial und moderne Kleidung. Bastian, der sich normalerweise auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentriert - in seinem Fall sein Medizinstudium - lässt sich von ihr überreden mit ihrer Gruppe 5 Tage fernab der Zivilisation im Wald zu verbringen. Doch schon kurz nach der Ankunft erkennt er, dass er das Ausmaß des Rollenspiels unterschätzt hat. Als dann auch noch ein schweres Gewitter hereinbricht und ein Teilnehmer verschwindet, beginnt er an seiner Entscheidung zu zweifeln. In den nächsten Stunden ereignen sich dann immer mehr mysteriöse Ereignisse, die haargenau mit einer alten Sage, in der ein verstoßener Bruder einen furchtbaren Fluch ausspricht, zusammenpassen. Immer mehr Teilnehmer beginnen an diesen Fluch zu glauben und sind davon überzeugt nie mehr aus diesem verwunschenen Wald zurückzukehren...

Meinung

Ursula Poznanski entführt ihre Leser mit diesem Buch ins Mittelalter. Durch das Rollenspiel kann man sich schnell sehr gut vorstellen, wie hart das Leben damals war. Genauso wie Bastian bemerkt man schnell, wie sehr man auf moderne Dinge des Lebens angewiesen ist. So vergisst er beispielsweise, dass er bei seiner Reise ins Mittelalter auch seine Brille abnehmen muss, so dass er sich während seines Aufenthaltes im Wald trotz seiner Sehstörung zurechtfinden muss. Mit der Zeit passen die Teilnehmer nicht nur ihr Verhalten und ihre Sprache den Gepflogenheiten des Mittelalters an, sondern auch ihre Glaubensvorstellungen. Ich fand es faszinierend, wie Doro mit ihrem Gerede über den schlimmen Fluch, der über dem Wald liegt, zunächst allen auf die nerven ging. Ein paar Tage später aber, nachdem einige scheinbar unerklärliche Dinge geschahen, sind plötzlich fast alle davon überzeugt, dass es den Fluch wirklich gibt. Aus psychologischer Sicht fand ich das wahnsinnig interessant, da es zeigt, wie sehr der Mensch etwas braucht an das er glauben kann, um sich die Welt und den Sinn des Lebens zu erklären. Selbst wenn dieser Glaube völlig hirnrissig ist, halten sie dennoch daran fest. Gegen Ende des Buches sind sie sogar bereit einen der ihren zu opfern, um den Fluch zu brechen und frei zu kommen. Aus friedlichen Teenagern wurden innerhalb von wenigen Tagen kaltblütige Mörder.
Schon allein diese Entwicklung macht das Buch spannend, so dass ich es in den letzten drei Tagen in jeder freien Minute gelesen habe. Zusätzlich zu der interessanten Geschichte punktet "Saeculum" mit sehr vielfältigen und aufregenden Charakteren. Von der abergläubischen Doro, über die zwar wunderschöne aber unnahbare Lisbeth bis zu Iris, die in ihrem Leben schon einiges mitgemacht hat.
Auch die Hauptperson Bastian fand ich sehr sympathisch. Obwohl er neu dabei ist, wird es aufgrund seines medizinischen Wissens schnell zum Zentrum der Gruppe. Er ist einer der wenigen, der bis zum Ende klar denkt und sich nicht von dem ominösen Fluch beeinflussen lässt. Besonders nahe gegangen ist mir aber das Schicksal von Iris, die zunächst ein wenig unsympathisch wirkt. Mit der Zeit erfährt man aber die Ursache ihres distanzierten Verhaltens.
Ich habe lange Zeit nicht geahnt, wie sich all die eigenartigen Vorgänge im Wald, wie verschwundene und verletzte Personen, Maden im Essen usw. aufklären würden. Gegen Ende wurde aber immer klarer, dass nur ein Teilnehmer der Gruppe dahinter stecken kann und dabei war mir schnell bewusst, dass nur einer einen plausiblen Grund für diese Taten hat. Daher war die Auflösung am Ende leider nicht sehr überraschend für mich, was das einzige Manko des Buches darstellt.

Fazit

Sehr spannend, allerdings ein klein wenig zu vorhersehbar.



Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an

Donnerstag, November 10, 2011

And the winner is....

Soeben habe ich den Gewinner meines "Nacht" - Gewinnspiels gezogen und die Glückliche ist:


Friederike R. (Friedelchen)


Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch!


Bei allen anderen bedanke ich mich herzlich für die Teilnahme!

Montag, November 07, 2011

[Rezension] "Nacht" von Elena Melodia

Inhalt

Alma und ihre Freundinnen bilden die beliebteste, aber auch die gefürchtetste Clique am Schulhof. Um von ihnen aufgenommen zu werden, müssen die Bewerberinnen vier harte Prüfungen bestehen. Da diese kaum jemand schafft, besteht die Clique bisher nur aus Alma, Naomi, Seline und Agatha. Die Mädchen scheinen zwar nach außen hin perfekt, dennoch kämpft jede von ihnen mit ihren eigenen Problemen. Allen voran Alma, die in letzter Zeit von schrecklichen Albträumen geplagt wird, in denen sie Menschen sterben sieht. Noch größer ist ihr Entsetzen, als sie erkennt, dass es sich dabei um wahre Mordfälle handelt, die sie sozusagen voraussagt. Als sich dann auch noch ihre Freundinnen immer mehr von ihr entfernen, kann sie sich nur auf den geheimnisvollen Morgan verlassen. Dieser hilft ihr die Wahrheit über ihre Albträume herauszufinden, scheint aber selbst mehr zu wissen, als er zugibt. Auch ihre Freundin Agatha verhält sich immer ungewöhnlicher, bis Alma bei ihr eine schreckliche Entdeckung macht...

Meinung

"Nacht" wird von der Protagonistin Alma in der Ich-Perspektive erzählt. Dabei ist Alma allerdings keine Hauptperson, die mir von Anfang an sympathisch war, ganz im Gegenteil, ich habe einige Zeit gebraucht, um mich an sie zu gewöhnen. Schon nach wenigen Zeilen fällt ihre kalte, unnahbare Art auf. Außerdem ist sie sehr arrogant, hält sich selbst für sehr verführerisch und wunderschön. Aufgrund der eigenartigen Aufnahmerituale in ihre Clique und ihrer Unbarmherzigkeit gehört sie wohl zu jenen Mädchen, die ich am Schulhof meiden würde. Sie ist die Anführerin der Clique und teilweise hatte ich das Gefühl, dass die anderen nur mit machen, um nicht von ihr ausgeschlossen zu werden. Meiner Meinung nach sind die vier auch nicht unbedingt richtige Freundinnen, sondern mehr eine Zweckgemeinschaft. Die harten Bestrafungen, die die Mädchen für jene, die ihnen schaden, verhängen waren geradezu sadistisch. Das bekommt vor allem Adam zu spüren, nachdem er ein Video der leicht bekleideten Seline in der Schule verbreitet, wird er von den Mädchen furchbar zusammengeschlagen. Die kriminelle Energie der Gruppe geht vor allem von Agatha aus, die wohl die geheimnisvollste der Mädchen ist. Keiner war je bei ihr zu Hause, angeblich weil ihre Tante so krank ist. Diese Geschichte rund um Agatha war das, was mich an dem Buch am meisten gefesselt hat.
Natürlich stehen auch Almas Albträume im Vordergrund, die sie nachts unbemerkt in ein lila Büchlein schreibt und die Tage später genau so passieren, wie sie es geträumt hat. Sie beginnt dann selbst zu ermitteln, wobei mir diese Detektivarbeit viel zu leicht vorkam. Sowohl ein Journalist als auch ein Kriminalkommissar sprechen freizügig mit ihr über die Mordfälle. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das in der Realität auch so funktionieren würde. Auch dass sie es ist, die die entscheideten Hinweise liefert, war mir zu konstruiert. Die Geschichte rund um eine Satanistensekte fand ich dann aber sehr interessant. Allerdings bleibt noch viel zu viel offen. Am Ende des Buches wird so gut wie gar nichts aufgeklärt. Auch Morgans Rolle in dem Ganzen ist noch nicht bekannt. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Autorin zu viele Elemente in einem Buch verbinden wollte, so dass keines davon richtig gut geworden ist, sondern alle Handlungsstränge nur halbherzig erzählt werden. Außerdem wollte sie wohl noch viel für einen zweiten Band offen halten, das ist aber so viel, dass ich ehrlich gesagt nicht daran interessiert bin weiterzulesen.
Hier finde ich auch den Rücken - bzw. Klappentext nicht sehr gelungen, denn dass Alma bei jeder Berührung Schmerzen verspürt wird im Buch wenn überhaupt nur ein Mal erwähnt, ansonsten wird immer davon gesprochen, dass sie Berührungen nicht besonders mag. Romantisch ist das Buch auch nicht unbedingt, zwischen ihr und Morgan hat es nämlich kaum gefunkt. Aus dem Klappentext könnte man außerdem schließen, dass Morgans "violette" Augen noch eine Rolle spielen werden, doch diese werden auch nur einmal kurz erwähnt.

Fazit

Ein Buch, das sich mit den Problemen von Jugendlichen auseinandersetzt, dabei aber zu viele Themen miteinander verbindet.


Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an



Dieses Buch gibt es übrigens hier zu gewinnen ;) 

Sonntag, November 06, 2011

In my Mailbox # 50



Diese Woche habe ich die Briefträger an zwei verschiedenen Adressen ganz schön beschäftigt, fast jeden Tag ein Neuzugang :)

"Nacht" von Elena Melodia

Inhalt

Seit einem schweren Autounfall empfindet die 17-jährige Alma bei jeder Berührung unerträgliche Schmerzen. In letzter Zeit wird sie auch noch von grauenhaften Alpträumen gequält, in denen sie Nacht für Nacht grausame Morde miterleben muss. Einziger Lichtblick ist ihr geheimnisvoller Mitschüler Morgan, der sie mit seinen seltsamen violetten Augen verzaubert und dessen Berührung die einzige ist, die ihr keine Schmerzen verursacht. Als Alma eines Tages entdeckt, dass die Menschen aus ihren Träumen tatsächlich ermordet werden, vertraut sie sich Morgan an und will mit ihm zusammen herausfinden, was hinter den brutalen Taten steckt. Doch bald stellt Alma fest, dass hinter den Morden ein Geheimnis lauert, in dessen Zentrum sie selbst steht und über das sie Morgan zu verlieren droht…

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an


"Saeculum" von Ursula Poznanski

Klappentext

Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?



Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an



"Das Tal - Der Fluch" von Krystyna Kuhn


Rückentext 

Ein Geheimnis in der Vergangenheit. Eine Gegenwart voll Gefahren. Eine Zukunft, die über alles entscheidet.

Genau ein Jahr ist vergangen, seit Rose, Robert, David und die anderen ihr Studium am Grace College begonnen haben. Ein Jahr voller schrecklicher Ereignisse und geheimnisvoller Rätsel. Während David und Katie auf das Tagebuch von Dave Yellad stoßen und damit dem Mysterium des Tals ein Stück näherkommen, verschließt Rose Augen und Ohren. Denn sie ist überzeugt davon, dass ihr nichts Besseres als das Tal passieren konnte, nachem sie vor J.F. aus Boston geflohen ist. Doch dann geschieht ein Mord, der Rose auf grausame Weise mit der Vergangenheit konfrontiert. Nach und nach begreift sie, dass im Tal jemand lauert, der ihren ganz persönlichen Albtraum nacherzählt.


"Gone" von Michael Grant

Inhalt


In the blink of an eye. Everyone disappears. GONE.
Except for the young. Teens. Middle schoolers. Toddlers. But not one single adult. No teachers, no cops, no doctors, no parents. Just as suddenly, there are no phones, no internet, no television. No way to get help. And no way to figure out what's happened.
Hunger threatens. Bullies rule. A sinister creature lurks. Animals are mutating. And the teens themselves are changing, developing new talents—unimaginable, dangerous, deadly powers—that grow stronger by the day.
It's a terrifying new world. Sides are being chosen, a fight is shaping up. Townies against rich kids. Bullies against the weak. Powerful against powerless. And time is running out: On your birthday, you disappear just like everyone else...

"Crossed" von Ally Condie
Inhalt
In search of a future that may not exist and faced with the decision of who to share it with, Cassia journeys to the Outer Provinces in pursuit of Ky - taken by the Society to his certain death - only to find that he has escaped, leaving a series of clues in his wake.
Cassia's quest leads her to question much of what she holds dear, even as she finds glimmers of a different life across the border. But as Cassia nears resolve and certainty about her future with Ky, an invitation for rebellion, an unexpected betrayal, and a surprise visit from Xander - who may hold the key to the uprising and, still, to Cassia's heart - change the game once again. Nothing is as expected on the edge of Society, where crosses and double crosses make the path more twisted than ever.

Donnerstag, November 03, 2011

[Gewinnspiel] "Nacht" von Elena Melodia

Da ich irrtümlich zwei Exemplare von "Nacht" bekommen habe, möchte ich euch die Chance geben das Buch zu gewinnen. 

Rückentext:


Seine Berührung ist wie Eis, das mich verbrennt, mich wärmt und tief in mir schmilzt. 


Eigentlich lebt Alma das perfekte Teenager-Leben: Sie führt mit ihrer kleinen Clique das Leben auf dem Schulhof an, und auch ihr neuer Mitschüler Morgan, der sie mit seinen seltsamen violetten Augen verzaubert, scheint fasziniert von ihr. Doch Alma hat ein Geheimnis: Nacht für Nacht sieht sie in ihren Alpträumen bestialische Morde. Als sie herausfindet, dass diese tatsächlich geschehen, wendet sie sich als Allererstes an Morgan. Die beiden kommen einem Geheimnis auf die Spur, in dessen Zentrum Alma selbst steht und über das sie Morgan zu verlieren droht … 


Spannend, romantisch und geheimnisvoll: Ein atemberaubendes Leseabenteuer um erste Liebe, wahre Freundschaft und große Gefahr!


Zur Autorin:


Elena Melodia wurde in Verona geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Lebensgefährten und ihren beiden Hunden lebt. Nach einem Studium der Geisteswissenschaften arbeitete sie zunächst als Jugendbuchredakteurin in einem großen Verlag, bevor sie selbst unter die Schriftsteller ging. "Nacht" ist ihr erster Roman und der Auftakt zur erfolgreichsten italienischen Urban-Fantasy-Saga der letzten Jahre.


Um teilzunehmen müsst ihr mir nur eine Mail mit dem Betreff "Nacht Gewinnspiel" und eurer Adresse schicken, dann kann ich euch das Buch gleich schicken.
Einsendeschluss ist am Donnerstag, dem 10. November um 17.00 Uhr. Dann werde ich den Gewinner mittels Zufallsgenerator bestimmen :)


Viel Glück,


eure Christina

Mittwoch, November 02, 2011

[Rezension] "Starcrossed" von Josephine Angelini

Inhalt

Helen hatte schon immer das Gefühl anders zu sein als die restlichen Einwohner von Nantucket Island. Das merkt sie vor allem im Leichtathletikunterricht, denn obwohl sie sich zurückhält und nicht alles gibt, ist sie immer die schnellste Läuferin. Außerdem ist sie gerade zu übernatürlich stark und war noch nie richtig krank. Als allerdings eine neue Familie auf die Insel zieht, fühlt sie sich plötzlich sehr unwohl. Sie bekommt furchbare Albträume und wenn sie einem Mitglied der Delos Familie über den Weg läuft, verspürt sie blanken Hass und muss sich zurückhalten, um ihnen nicht an die Gurgel zu gehen. Besonders von ihren neuen Schulkollegen versucht sie sich fernzuhalten, doch vor allem  Lucas taucht immer genau da auf, wo sie auch ist, was schwerwiegende Folgen hat. Nach dem sie sich von ihrem "Unfall" erholt, erklären ihr die Delos allerdings, wer sie wirklich ist: eine Nachfahrin der griechischen Götter. Daher ruht ihre übernatürliche Kraft, ihre Schnelligkeit und auch ihre Schönheit. Doch mit diesem Erbe ist auch ein Fluch verbunden, denn sie ist die einzige, die den anderen Götternachkommen auf ihrem Weg zur Unsterblichkeit im Wege steht...

Meinung

Josephine Angelini verwendet in "Starcrossed" ein relativ neues Element im Bereich der Fantasy und Jugendbücher: die griechische Mythologie. Genau diese Mythologie und die Sagen aus dem alten Griechenland machen dieses Buch zu etwas besonderem. Schnell wird deutlich, dass die Autorin einiges an Recherchearbeit getätigt hat, denn sie beschreibt den geschichtlichen Hintergrund von Helen und den Delos sehr detailliert. Dabei überträgt sie die verschiedensten Aspekte der griechischen Mythologie in die Gegenwart und liefert für jeden Sachverhalt eine - historisch untermauerte - Erklärung.
Helen (deren Name natürlich kein Zufall ist) steht im Zentrum der Handlung. Sie erfährt zu Beginn, dass sie von griechischen Göttern abstammt und daher übernatürliche Fähigkeiten hat. Neben der Schnelligkeit, Kraft und Schönheit, die alle Götternachkommen gemein haben, kann man sie außerdem durch keine Waffe der Welt verletzen und - so ganz nebenbei - kann sie auch noch fliegen. Das klingt zunächst sehr toll, aber als dann mit der Zeit immer mehr besondere Fähigkeiten dazu kommen, wurde es mir ein wenig zu unrealistisch.
Helen wird von den spanischen Cousins der Delos verfolgt. Sie gehört nämlich einem anderen der vier "Häuser" an und die Prophezeiung sagt, dass das letzte verbleibende Haus unsterblich wird, was sich die Spanier nicht nehmen lassen wollen.
Sie wird daher einem "Götter Crashkurs" unterzogen, um sich gegen etwaige Angriffe wehren zu können. Dabei kommt sie vor allem Lucas näher, der ihr immer wieder deutlich macht, dass er zwar an ihr interessiert ist, aber nicht mit ihr zusammen sein kann. Eine Verbindung der beiden würde nämlich den "dritten Weltkrieg" heraufbeschwören. Dieses ständige Hin und Her zwischen Lucas und Helen war zwischendurch etwas zu übertrieben und ein klein wenig nervig. Außerdem hat es mich wahnsinnig gestört, dass sie quasi das Ende der Welt auslösen würden, wenn sie miteinander Sex hätten - das schreit geradezu nach der typisch amerikanischen Sexvermeidungsstrategie, die mir mittlerweile schon bei den Ohren heraushängt.
Am Ende scheint sich dann doch alles zum Guten zu wenden für die beiden - doch kurz darauf wirft Helens Mutter ein neues Argument, welches gegen ihre Beziehung spricht, in den Raum. Das hat mich dann ehrlich gesagt zur Weißglut gebracht. Das Buch hat nämlich inhaltlich so viel zu bieten, dass man getrost auf eine unnötig verkomplizierte Liebesgeschichte verzichten könnte.
Abgesehen davon hat mich das Buch restlos überzeugt, vor allem die Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle wunderbar konzipiert. Helens beste Freundin Claire, ist mit ihrer lockeren Art aber mein absoluter Favorit. Auch Helens Entwicklung vom schüchternen Teenager zur sexy Göttin fand ich sehr interessant. Spannend wird die Handlung aber durch die Bedrohung der spanischen Delos, die Helen nach dem Leben trachten. Abgesehen davon gibt es aber noch eine unbekannte dritte Partei, die wohl für die Angriffe auf Helen verantwortlich ist. Deren Aufklärung war für mich zwar überraschend aber dennoch zu einfach. Allerdings werden die spanischen Delos noch längere Zeit für Schwierigkeiten sorgen, so dass Josephine Angelini in den Folgebänden wohl nicht das Material ausgehen wird. Da ich in letzter Zeit vor allem die Sinnhaftigkeit von Fortsetzungen hinterfrage, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass in meinen Augen ein zweiter (und auch dritter) Teil von "Starcrossed" angebracht ist. Die griechische Mythologie hat noch sehr viel Dramen und Tragödien zu bieten, die man in einem modernen Jugendbuch wiederaufleben lassen könnte und ich will unbedingt wissen, wie es mit Helen und Lucas weitergeht. (Vor allem ob sie dann vielleicht doch irgendwann Sex haben dürfen -.-)

Fazit

Griechische Mythologie, die leider auf eine 08/15 Liebesgeschichte zurückgreift.


Zusatzinformation:

Auf Deutsch erschien das Buch unter dem Titel "Göttlich verdammt" im Dressler Verlag.




Dienstag, November 01, 2011

Monatstatistik Oktober 2011

Diesen Monat hatte ich zwar leider nur wenig Zeit zum Bloggen, allerdings habe ich es trotzdem auf 13 gelesene Bücher gebracht:





Lesedatum Titel Autor Bewertung




02.10.2011 Der Augenjäger Sebastian Fitzek 5 von 5 Sternen
05.10.2011 Left Neglected Lisa Genova 4 von 5 Sternen 
07.10.2011 Memory - Stadt der Träume Christoph Marzi 3 von 5 Sternen
11.10.2011 Arkadien fällt Kai Meyer 5 von 5 Sternen
14.10.2011 The Name of the Star  Maureen Johnson 3 von 5 Sternen
16.10.2011 Die Alchimistin: Roman Kai Meyer 5 von 5 Sternen
18.10.2011 Vanish: A Firelight Novel Sophie Jordan 4 von 5 Sternen 
19.10.2011 Das Gelübde Kai Meyer 3 von 5 Sternen
22.10.2011 The Scorpio Races Maggie Stiefvater 2 von 5 Sternen
24.10.2011 If I Die Rachel Vincent 5 von 5 Sternen
26.10.2011 Entwined Heather Dixon 4 von 5 Sternen 
30.10.2011 Dearly, Departed Lia Habel 4 von 5 Sternen 
31.10.2011 Starcrossed Josephine Angelini 4 von 5 Sternen 


Beim Highlight des Monats muss ich dieses Mal nicht lange nachdenken, denn "Arkadien fällt" ist auf alle Fälle eines der besten Bücher des Jahres!

Dienstag, Oktober 25, 2011

[Rezension] "The Scorpio Races" von Maggie Stiefvater

Inhalt

Am Strand von Skarmouth erheben sich jeden November die mystischen "cappaill uisce" aus dem Meer. Ein Moment, welcher von den Inselbewohnern gleichermaßen geschätzt und gefürchtet wird. Denn so schön diese Wasserpferde auch sein mögen, sie sind gefährlich! Ihr Drang ins Wasser zurückzukehren lässt sich von nichts uns niemanden brechen. Dies stellt die größte Schwierigkeit beim alljährlich stattfindenden Scorpio Race statt. In diesem Rennen reiten die mutigsten Bewohner der Insel auf den "cappaill uisce" um die Wette. Der Sieger bekommt ein unglaublich hohes Preisgeld, die Verlierer müssen froh sein, wenn sie mit dem Leben davon kommen. So gut wie jede Familie hat schon mindestens einen Angehörigen an ein wildes Wasserpferd verloren. So auch Sean, dessen Vater bei dem Rennen gestorben ist. Dennoch wurde Sean zum besten Reiter der Scorpio Races, vier der letzten sechs Rennen hat er gewonnen. Doch diesmal hängt seine Existenz von seinem Gewinn ab. Genauso wie bei Puck, die als einziges Mädchen mitmacht, um nicht ihr Elternhaus zu verlieren...

Meinung

Diese Rezension wird nicht besonders lang ausfallen und das hat einen einfach Grund: Mir fällt nicht viel mehr zu diesem Buch ein, als dass es mir wirklich überhaupt nicht gefallen hat. Als ich erfuhr, dass Maggie Stiefvater, so kurz nach "Forever" ein neues Buch auf den Markt bringt, war ich zuncähst noch begeistert. Doch schon nach wenigen Seiten von "The Scorpio Races" ist diese Begeisterung verflogen. Selten habe ich ein so langweiliges und nichtssagendes Buch erlebt. Diese "cappaill uisce", die wohl faszinierend auf den Leser wirken sollen, haben mich vollkommen kalt gelassen. Und genau das war wohl mein Problem, denn in dem Buch geht es wirklich um nichts anderes als dieses Pferderennen. Zwischendurch aufgelockert mit uninteressanten Alltagsgeschichten der Inselbewohner. Nach 200 Seiten war ich dann kurz davor abzubrechen, weil einfach immer noch nichts passiert ist. Mit der Hoffnung, dass wohl bald das heiß ersehnte Rennen anfangen würde, habe ich mich aber dann doch durch die nächsten 250 Seiten gequält. Ja es war eine Qual, die ich sonst nur von Schulliteratur gekannt habe. Ich war die ganze Zeit hin und her gerissen, ob ich es aufgeben soll oder nicht. Gleichzeitig wollte ich das Buch aber mögen, weil ja schließlich der klingende Name Maggie Stiefvater dahinter steht. Ich hatte ja immer noch die Hoffnung, dass wenigstens eine aufregende Liebesgeschichte entsteht, doch auch da wurde ich enttäuscht. Bei Puck und Sean, die die Handlung abwechselnd erzählen, spürt man auch als hart eingesessener Romantiker keine Funken fliegen. Von einer Liebesgeschichte kann als keine Rede sein.
Das Rennen, um das sich hier alles dreht hat übrigens dann knapp 30 Seiten vor Schluß begonnen und war dann auch nicht besonders spannend. Das Aufregendste an dem ganzen Buch war wohl noch die Authors Note von Maggie Stiefvater.
Ich musste lange überlegen bis mir etwas Positives zu "The Scorpio Races" eingefallen ist, aber ich habe dann sogar noch etwas gefunden: Puck war mir im großen und ganzen recht sympathisch. Für ihre Familie ist sie sogar bereit zu sterben und ihr Mut ist sehr bewundernswert.

Fazit

Maggie Stiefvater hat mit diesem Buch eines bewiesen: Es braucht mehr wie einen bekannten Namen, um ein gutes Buch abzuliefern.