Montag, März 05, 2012

[Rezension] "Rosendorn" von Jenna Black

Inhalt

Dana hält es einfach nicht länger bei ihrer alkoholabhängigen Mutter aus und beschließt sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen. Alls, was sie über ihn weiß ist, dass er eine mächtige Fee in Avalon ist. Nachdem er erfährt, dass er eine Tochter hat, kann er es kaum erwarten ihr zu begegnen. Dana fliegt daher nach England, um bei ihm zu leben. Doch schon nach ihrer Ankunft am Flughafen verläuft alles anders, als sie es sich vorgestellt hat. Von einer Frau, die sich ihr als ihre Tante Grace vorstellt, wird sie zur ihrer eigenen Sicherheit eingesperrt, kurz darauf entführt und schließlich von eigenartigen Feenwesen angegriffen. Dana versteht zunächst nicht, was hier vor sich geht, bis sie von ihrer neuen Freundin Kimber aufgeklärt wird: Sie ist ein Faerywalker, was sie genauso selten, wie mächtig macht. Verschiedene Partein Avalons und der Feenwelt Fae kämpfen daher darum, sie auf ihre Seite zu ziehen...

Meinung

Was bei "Rosendorn" sofort ist Auge sticht ist - neben dem wunderschönen Cover - die Ich-Perspektive aus der Dana ihre Geschichte erzählt. Die Autorin hat dabei genau die richtige Sprache für ein 16-jähriges Mädchen gefunden, so dass das Ganze richtig authentisch wirkt. Diese Erzählperspektive hilft auch dabei Dana schnell näher zu kommen. Vor allem ihre Probleme mit ihrer alkoholabhängigen Mutter wurden sehr nachvollziehbar geschildert.
Sie macht sich daher in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft auf nach Avalon, aber dort kommt alles noch viel schlimmer.
Avalon wird hier als der Übergang zwischen Menschen- und Feenwelt beschrieben. Die Feen können allerdings nicht in die Welt der Menschen und umgekehrt. Halbblute wie Dana, also Nachkommen einer Fee und eines Menschen, sind entsprechend selten und gelten als wertvoll. Da Danas Vater außerdem der Elite Avalons angehört, stürzt das Mädchen schnell von einem Abenteuer ins nächste. Das Buch wird daher nie langweilig, kaum dass Dana die eine Gefahr überstanden hat, lauert hinter der nächsten Ecke schon eine neue.
Gleich nach ihrer Ankunft lernt sie auch einen Jungen - Ethan- kennen, zwischen den beiden sprühen schnell die Funken - so schnell, dass ich schon befürchtet habe, dass sich das ganze zu einer jugendbuchüblichen, klischeehaften Liebesbeziehung entwickelt, aber dem war zum Glück nicht so. Ganz im Gegenteil, nachdem Ethan sie enttäuscht, will sie nichts mehr von ihm Wissen und er verschwindet für einige Seiten ganz von der Bildfläche, während sie sich allein durchs Leben schlägt. Das hat mich richtig positiv überrascht.
Auch Dana selbst ist nicht so, wie man es von einer typischen 16-Jährigen erwartet. Aufgrund der Suchtkrankheit ihrer Mutter musste sie schon früh lernen eigenverantwortlich und erwachsen zu handeln. Außerdem ist sie, wohl aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen, neuen Menschen gegenüber eher misstrauisch und alles andere als leichtgläubig. In Avalon fällt sie vor allem durch ihren Mut auf. Dass sie sich aber von keiner Gestalt, die ihr nach dem Leben trachtet, beeindruckt zeigt, fand ich ein wenig unrealistisch. Außerdem gelingen ihr viele Dinge einfach zu leicht, mit der Zeit weiß man schon, dass egal was sie als nächstes angreift, sie sowieso wieder einen Weg herausfindet oder gerettet wird.
Die Nebencharaktere haben mir allerdings alle sehr gut gefallen, vor allem Finn ihr schweigsamer Bodyguard, der jedes Klischee der Berufsgruppe erfüllt, fand ich toll.

Fazit

"Rosendorn" ist auf alle Fälle eine Abwechslung im Jugendbuchgenre, allerdings fehlte mir das gewisse Etwas.


Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an

Kommentare:

  1. echt cool, dass du dieses Buch rezensiert hast, ich war direkt von dem Klappentext fassiniert und würde es auch gerne lesen...

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  2. Mir hat Dana alles andere als gefallen.
    Ich finde, sie verhält sich wie 13 und nicht wie fast 17.
    Sie ist komplett naiv und schwärmt für jeden attraktiven Kerl der in der Geschichte vorkommt o.O
    War leider nicht mein Fall.
    Die Story hat aber durchaus Potenzial!

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