Montag, August 06, 2012

[Rezension] "Wir beide, irgendwann" von Jay Asher und Carolyn Mackler

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 1996, das Technologiezeitalter hat gerade erst begonnen und der durchschnittliche amerikanische Teenager ist ganz begeistert von der neuen Erfindung des Computers. Auch Emma freut sich riesig über ihre neue Errungenschaft, für die Installation braucht sie allerdings die Hilfe ihres langjährigen Jugendfreundes Josh. Als sie dann eine CD-ROM mit ein paar gratis Internetstunden einlegt, kommt sie auf eine Seite die sie noch nie gesehen hat, am oberen Bildrand sieht sie einen blauen Streifen mit dem Schriftzug "facebook". Emma kennt sich überhaupt nicht aus und versucht gemeinsam mit Josh herauszufinden, was dieses Facebook ist, das offensichtlich Bilder von ihr beinhalet. Ungläubig stellen die beiden fest, dass Facebook wohl dazu benutzt wird mit anderen zu kommunizieren und private Sachen von sich preiszugeben. Außerdem erkennen Josh und Emma schnell, dass diese Facebookseiten wohl in der Zukunft existieren, denn beide sind darin schon erwachsen und Josh ist mit dem schönsten Mädchen der Schule verheiratet. Emma hingegen ist privat alles andere als glücklich. Da sie das nicht in Kauf nehmen will, versucht sie durch Handlungen in der Gegenwart ihre Zukunft zu verändern, da dies aber ein Fass ohne Boden ist, setzt sie eine scheinbar unaufhaltbare Kettenreaktion in Gang.

Meinung

Die Grundidee des Buches hat mich von Anfang an fasziniert: Was wäre wenn wir über unsere Zukunft bescheid wüssten?
Dass das alles andere als gute Folgen hätte, stellt das Buch ganz klar da. Emma kann sich nämlich einfach nicht mit der Aussicht auf eine unglückliche Zukunft abfinden. Und das obwohl sie aufgrund ihrer zukünftigen Facebookeinträge nur eine Momentaufnahme sieht. Immer wieder versucht sie ihr Schicksal zu verändern und es wird schnell klar, dass sie mit nichts zufrieden ist. Sie versucht jede kleine Ungereimtheit in ihrer Zukunft auszubügeln und erkennt dabei nicht, dass sie viel zu weit treibt und dabei ihre Gegenwart vollkommen vernachlässigt. Das interessante dabei ist aber, dass man als Leser Emmas Verhalten komplett nachvollziehen kann, denn wer würde seine unglückliche Zukunft nicht ändern wollen. Daher war ich über weite Teile des Buches total unentschlossen, ob für oder gegen Emmas Verhalten bin, genau das machte das Lesen aber total spannend.

Emmas bester Freund Josh, der schon seit längerem in sie verliebt ist, versucht sie auf den richtigen Weg zurückzubringen, Er ist mit seiner Zukunft sehr zufrieden, denn dass er einmal mit dem beliebtesten Mädchen der Schule verheiratet sein und Kinder haben würde, hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht gedacht. Allerdings kann er seine aktuellen Gefühle gegenüber Emma doch nicht verbergen und eigentlich wäre es ihm lieber in Zukunft mit ihr zusammen zu sein.
Auch seine Gefühle waren total nachvollziehbar und er ist mir beim Lesen auch richtig ans Herz gewachsen.

Abgesehen von den Charakteren fand ich den Erzählstil und die Sprache des Buches total toll. Außerdem ist mir schnell aufgefallen, dass "Wir beide, irgendwann" durchaus für junge männliche Leser interessant ist, weil sie mit Josh bestimmt eine Bezugsperson haben.
Vor allem am Anfang sind mir die vielen Anspielungen auf Dinge der Vergangenheit (also unserer Vergangenheit, der 90er Jahre eben) aufgefallen, also bestimmte Lieder, Spiele usw., die mich in meine Kindheit zurückversetzt haben. An manchen Stellen wurden diese Anspielungen aber meiner Meinung nach etwas übertrieben und zu häufig eingesetzt.

Fazit

Sehr interessante und vor allem neue Geschichte.


Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an 


Kommentare:

  1. Danke für die schöne Rezension. :)
    Ich warte schon ungeduldig auf das Erscheinen dieses Romans, da er auf meiner must have-Leseliste steht.

    Liebe Grüße aus dem Burgenland
    Sabine

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  2. Schön geschriebene Rezi!!!
    Ich möchte das Buch auch auf jeden Fall lesen und freue mich schon aufs Erscheinen :)

    LG
    Lilly

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  3. Dass dieses Jugendbuch sowohl für Mädchen, als auch ausnahmsweise mal für Jungen interessant ist, kann nur ein weiterer Pluspunkt dafür sein. Es lohnt sich bestimmt!

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