Mittwoch, März 09, 2011

[Rezension] "Seide und Schwert" von Kai Meyer

Inhalt

Niccolo lebt in den Wolken - 2000 Meter über dem Erdboden. Dort hat sich das Wolkenvolk schon vor hunderten Jahren angesiedelt. Doch jetzt wird ihr Dasein bedroht, ihnen geht nämlich der Aether aus.- jener Stoff der dafür sorgt, dass sich die Wolken unter ihnen nicht auflösen. Gerettet werden kann das Wolkenvolk nur durch den Atem eines Drachen, der aus reinem Aether besteht. Niccolo wird daher hinunter auf die Erde geschickt, um diesen Atem zu sammeln und wieder zurück zum Wolkenvolk zu bringen. Aber schon kurz nach seiner Ankunft wird der Junge von den gefährlichen Raunen, die sich in den Wäldern verstecken, verfolgt. Nur mit der Hilfe eines Mädchens mit dem Namen Wisperwind überlebt er. Daraufhin hofft er in einem nahe gelegenen Dorf einen Drachen zu finden. Dieser entpuppt sich aber als Mensch, der nur in einem Drachenkostüm gefangen ist. Im Laufe seiner Reise trifft er auch auf Nugua, die bei den Drachen aufgewachsen ist. Die drei machen sich gemeinsam auf die Suche nach den Drachen, stoßen aber auf einen Kampf zwischen einem Xian - einem chinesischen Gott und der Xianschülerin Mondgesicht. Um zu überleben benutzt Mondgesicht das Chi, also die Lebenskraft von Niccolo und die beiden sind dadurch ewig aneinander gebunden. Doch Mondgesicht hat ein gefährliches Geheimnis...

Meinung

Ich bin ja schon vor einiger Zeit auf Kai Meyer und seine Bücher gestoßen. Und da ich alles, das ich bisher von ihm gelesen habe ausnahmslos toll fand, habe ich auch zu dieser Trilogie gegriffen. Die Idee von dem Mädchen das mit Drachen aufwächst, hat mich außerdem fasziniert.

Von den Drachen hat man in diesem ersten Band leider noch nicht sehr viel mitbekommen. Den Freunden Niccolo, Nigua und Feiqing ist es nämlich noch nicht gelungen die Drachen aufzuspüren.
Dafür haben mir aber eben diese drei Charaktere sehr gut gefallen. Niccolo ist eigentlich ein Ausgestoßener, da er und sein mittlerweile verstorbener Vater sich nicht an die strengen Regeln des Wolkenvolks hielten. Sie dürfen nämlich eigentlich keine Bücher besitzen und sich kein Wissen aneignen. Sein Vater hat Niccolo aber seit seiner Kindheit das Lesen beigebracht und vor allem viel Wissen über das Leben auf der Erde gelehrt. Dadurch wird Niccolo jetzt zur letzten Hoffnung für das Wolkenvolk, das seinem Ende entgegenblickt.
Dass Drachen Aether ausatmen und damit die Grundlage für die Existenz des Wolkenvolkes bilden, hat mir sehr gut gefallen. Auch dass der ausgestoßene Niccolo zum großen Held wird, ist eine gute Idee. Gleich auf den ersten Seiten des Romans ist mir der Nachname der Herrscher des Wolkenvolkes ins Auge gesprungen: de Medici. Wie manche von euch vielleicht wissen, waren die Medicis eine der einflussreichsten Familien im Italien des 15. Jahrhunderts.
Auch dass im Zusammenhang mit großen Erfindungen wie den Aetherpumpen immer wieder "der große Leonardo" erwähnt wird, fand ich richtig toll, denn damit ist offensichtlich Leonardo da Vinci gemeint. Auch dieser hat zur Zeit der Medicis gelebt. Diese kleine historischen Anspielungen wurden sehr geschickt in die Handlung integriert und waren für mich ein kleines Highlight des Buches.
Feiqing, der Mann, der aufgrund sehr unglücklicher Umstände in seinem Drachenkostüm festsitzt, hat für sehr viel Unterhaltung gesorgt. Seine überaus witzigen und sarkastischen Sprüche haben mich des öfteren zum Lachen gebracht. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es mit ihm weitergeht.
Ein weiterer toller Charakter ist Alessia de Medici, die Herrscherstochter, die nicht so angepasst ist, wie sie auf den ersten Blick scheint, Im Laufe des Buches lehnt sie sich immer mehr gegen ihren Vater auf und stellt geheime Ermittlungen an, bei denen sie dann auch das ein oder andere dunkle Geheimnis des Wolkenvolks enttarnt. Ich bin mir sicher, dass sie in den beiden Fortsetzung von "Seide und Schwert" noch eine tragende Rolle spielen wird. Genauso wie Mondgesicht, die auch ganz anders ist, als man zunächst glaubt. Über ihr wahres Ich war ich ehrlich gesagt etwas schockiert.

Neben den überzeugenden Charakteren ist mir bei "Seide und Schwert" vor allem die innovative und überraschende Handlung mit noch nie dagewesenen Fantasywesen in Erinnerung geblieben. Kai Meyer hat wieder einmal eine Welt geschafft, wie sie bunter und abwechslungsreicher kaum sein könnte. Auch erfahrene Fantasyleser werden hier auf etwas Neues stoßen.

Fazit

Kai Meyer - genial wie immer. Weil ich die Drachen etwas vermisst habe, gebe ich aber ein halbes Sternchen Abzug.



Zusatzinformationen:

Teil 1: Seide und Schwert
Teil 2: Lanze und Licht
Teil 3: Drache und Diamant

Die Bücher sind bei mehreren unterschiedlichen Verlagen erschienen, wobei mir die Version von Piper am besten gefällt:


Dienstag, März 08, 2011

[Rezension] "Ash" von Malinda Lo

Inhalt

Nach dem Tot ihrer Eltern bleibt Ash keine andere Wahl als bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern zu wohnen. Vor allem von der Mutter wird sie gedemütigt und schon bald erhält sie den Status eines Dienstmädchens. Ihre ganze Jugend verbringt sie damit für ihre Stieffamilie zu kochen und zu putzen während sich ihre Stiefschwestern auf die Suche nach einem möglichst reichen Ehemann begeben. Nur die Erinnerung an ihre Mutter und deren Geschichten über das Feenreich bewahren Ash vor der Verzweiflung. Schon bald erfährt sie, dass Feen wirklich existieren und lässt sich auf einen Handel mit ihnen ein, um der geheimnisvollen Jägerin Kaisa näher zu kommen.


Meinung

Von "Ash" habe ich mir eine moderne Aufarbeitung von Aschenputtel erwartet. Schon auf den ersten Seiten ist mir aber aufgefallen, dass sich dieser Roman stark von dem klassischen Märchen unterscheidet und ich hatte offen gestanden meine Probleme mit dieser Umsetzung. Hier kommt Ash nämlich nicht wie erwartet mit dem Prinzen zusammen, sondern mit einer Frau. Das wäre ja an und für sich kein Problem, allerdings war für mich die Beziehung zwischen Ash und Kaisa überhaupt nicht nachvollziehbar. Sie verbringen zwar einige Zeit miteinander und freunden sich an, allerdings habe von der Liebe zwischen den beiden nicht viel mitbekommen. Dass Ash diesmal nicht den Prinzen wählt, ist eine gute Idee, allerdings hätte ich es viel cooler gefunden, wenn sie sich für den geheimnisvollen Feenmann Shidean entschieden hätte. Diese war nämlich der einzig wirklich interessante Charakter des Buches.
Das Aufregendste an diesem Buch waren noch die Feengeschichten, die Ash liest. Diese waren teilweise richtig spannend und faszinierend.

Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Autorin selbst lesbisch ist. Insofern kann ich es schon nachvollziehen, dass sie es Leid war, dass es so gut wie kein Buch mit einer homosexuellen Liebesgeschichte gibt (vor allem im Jugendbuchbereich). Allerdings ist es ihr mit "Ash" nicht gelungen diese Liebe glaubhaft darzustellen. Dass sie sich für die Neuauslegung eines Märchens entschieden hat, ist für mich auch nicht ganz verständlich. Ich glaube mit einer ganz neuen Geschichte wäre sie besser bedient gewesen.

Fazit

"Ash" konnte mich abgesehen von den Feengeschichten leider nicht begeistern.



Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an

Sonntag, März 06, 2011

In my Mailbox # 26

Ich habe mir ja vorgenommen weniger Bücher zu kaufen, genau genommen werde ich im März (hoffentlich) nur noch Arkadien brennt von Kai Meyer kaufen, um mein Bankkonto etwas zu schonen :)
Dennoch treffen alle paar Tage Rezensionsexemplare, Gewinne und vorbestellte Bücher bei mir ein.

"Seide und Schwert" von Kai Meyer

Rückentext

Über unserer Erde, in 2000 Meter Höhe, lebt das geheimnisvolle Wolkenvolk. Das wundersame Reich ist bedroht. Die Wolke sinkt hinab auf die Erde und treibt bis zu einem Gebirge in China. Der junge Niccolo wird auserwählt, eine gefährliche Mission anzutreten: Er soll in der Welt der Menschen nach den einzigen Geschöpfen suchen, die das Wolkenvolk noch retten können – die Drachen. Bei seiner Suche begegnet Niccolo dem jungen Mädchen Nugua, das von Drachen aufgezogen wurde. Ein Abenteuer in einer fremden Welt voller Magie, Gefahren und geheimnisvoller Wesen beginnt …



Vom cbj habe ich dieses wunderschöne Rezensionsexemplar bekommen:

"Leviathan" von Scott Westerfeld

Klappentext:

Europa am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Und doch ganz anders, als wir es kennen ... Prinz Aleksandar, der Sohn des in Sarajevo ermordeten Erzherzogs Franz Ferdinand, ist auf der Flucht. Seine eigenen Leute jagen ihn gnadenlos und plötzlich steht er zwischen allen Parteien. Alles, was ihm bleibt, ist ein »Stormwalker«, eine der perfekten neuartigen Lauf- und Kriegs-Maschinen seines Landes. Doch auch in den Schweizer Alpen ist Alek nicht sicher, als dort das britische Luftschiff »Leviathan« landet – eine nie dagewesene Mischung aus Tier und Maschine und das Meisterstück der britischen Armee. Die »Leviathan« befindet sich auf geheimer Mission ins Osmanische Reich. Mit an Bord: die als Junge getarnte Deryn, der nichts so wichtig ist wie das Fliegen ... Alek rettet sich an Bord der »Leviathan« und muss mit Deryn gemeinsame Sache machen.


Außerdem habe ich mir mit einem Amazon-Gutschein endlich die Mortal Instruments Bücher gekauft. Gelesen habe ich sie ja schon lange, aber jetzt wollte ich sie endlich im Regal stehen haben und ich werde sie auch Ende März/Anfang April, also zur Veröffentlichung vom 4. Teil City of Fallen Angels noch einmal lesen.
Ich finde die Box mit 20 Euro sehr billig, die Bücher sind zwar Taschenbücher aber dennoch sehr schön.



Der letzte Neuzugang der Woche ist das Buch, das ich beim Gewinnspiel von Filia Libri gewonnen habe, vielen Dank nochmal!

Donnerstag, März 03, 2011

[Rezension] "Where I belong" von Gwendolyn Heasley

Inhalt

Corrinne ist die Tochter reicher Eltern und genießt das in vollen Zügen: Mit der Kreditkarte ihres Vater shoppen in New York, Partys und ihr eigenes Pferd.
Doch dieser Luxus findet ein jähes Ende, als ihr Vater aufgrund der Wirtschaftskrise seinen Job verliert und außerdem ein Großteil des Familienvermögens veruntreut wird. Sie hat keine andere Wahl als mit ihrem kleinen Bruder nach Broken Spoke, einer winzigen Kleinstadt im heißen, langweiligen und altmodischen Texas zu ziehen. Dort fühlt sie sich alles andere als wohl und ist schockiert dass sie jetzt sogar eine öffentliche Highschool besuchen und nebenher noch in einem Pferdestall ihr eigenes Geld verdienen muss. Hier gibt es keine Clubs, sondern es wird einfach auf der Wiese gefeiert, sie kann sich jetzt nur mehr Kleider leisten die 25 anstatt 1000 Dollar kosten. Corrinne verachtet ihre Mitschüler und hofft nur schnell wieder von dort weg zu kommen.
Doch mit der Zeit passt sie sich immer mehr an die neue Umgebung an und erfährt, dass es im Leben wichtigere Dinge gibt als Luxus und Reichtum.

Meinung

Gleich am Anfang wendet sich Corrinne mit einem Brief an den Leser und erklärt, dass man sie vielleicht nicht mögen wird, aber man solle ihr doch eine Chance geben und weiterlesen.
Diese Idee fand ich sehr innovativ von der Autorin, denn mit Corrinne hat sie wirklich eine Hauptperson geschaffen, die man überhaupt nicht leiden kann. Sie ist arrogant, eingebildet, hochnäsig und verwöhnt. Sie schimpft über jede Kleinigkeit die in Texas anders ist als zu Hause im tollen New York. Ich konnte es zwar verstehen, dass es schlimm für sie ist, so weit weg zu ziehen und ihre Freunde zu verlassen. Corrinne beschwert sich aber am meisten darüber, dass sie jetzt nicht mehr ohne Ende shoppen und in teuren Clubs feiern kann. Sie hat die Vorzüge ihres bisherigen Lebens nicht zu schätzen gewusst und als selbstverständlich angesehen.
Sie hat auch überhaupt keine Lust darauf sich auf ihr neues Leben einzulassen und neue Freunde zu finden, ihre Mitschüler an der öffentlichen Highschool sind ihr zu minder. Die quirlige Kitsy lässt sich von diesem Verhalten aber nicht abschrecken und versucht einen Kontakt zu dem Großstadtmädchen aufzubauen. Mit der Zeit werden die beiden auch immer vertrauter, so dass Corrinne sogar manchmal vergisst wie schrecklich es doch in Broken Spoke ist.
Im Laufe der Zeit macht sie eine unglaubliche Entwicklung durch, sie beginnt zu begreifen, dass es wichtigere Dinge als Luxus gibt, nämlich Familie und Freunde, auf die man sich verlassen kann. Auch wenn sie am Anfang zweifellos sehr unsympathisch ist, mochte ich sie von Seite zu Seite mehr und habe mich über ihre Entwicklung gefreut. Am Ende ist ihr bewusst dass die Wirtschaftskrise und ihre Folgen das Beste ist, was ihr passieren konnte.
Normalerweise ist es mir sehr wichtig, dass ich die Hauptperson eines Buches mag. Hier war es über den Großteil der Handlung nicht so, dennoch hat mir "Where I belong" wirklich sehr gut gefallen, da man während dem Lesen förmlich spürt dass sich Corrinnes Charakter entwickelt und zum Guten wendet.


Fazit

Eine sehr schön erzählte, aufregende Geschichte über das Erwachsen werden.






Mittwoch, März 02, 2011

[Rezension] XVI von Julia Karr

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 2150. Die Regierung kontrolliert alles, vor allem aber die Mädchen und Frauen. Mit 16 erhalten sie ein Tattoo mit der römischen Zahl XVI, um den Männern zu verdeutlichen, dass sie jetzt zur Verfügung stehen - zur Verfügung für Sex. Denn sie sind nicht sixteen so wie früher, sondern sex-teen. Seit ihrer Jugend werden die Mädchen darauf gedrillt sich sexy zu kleiden, mit den Männern zu flirten und Sex als das große Ziel anzusehen. Die meisten Mädchen freuen sich auch darauf jetzt endlich Sex haben zu dürfen, verstehen aber nicht, dass das bedeutet, dass auch jeder Mann mit ihnen Sex haben darf, egal ob sie wollen oder nicht.
Nina wurde von ihrer Mutter so erzogen, dass sie nicht zu einem Sex-teen, also einem sexversessenen Teenager wird. Außerdem darf sie sich auf nicht für das FeLS bewerben, einem Programm für Mädchen aus den Unterschichten, das oft ihre einzige Aufstiegsmöglichkeit ist.
Ihrer Freundin Sandy wurde aber schon da Gehirn gewaschen, sie verhält sich genau so wie es von einem bald 16-jährigen Mädchen erwartet wird.
Nina versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Als dann ihre Mutter eines Nachts getötet wird und ihr am Sterbebett ein Geheimnis verrät, hat sie aber mit größeren Problemen zu kämpfen. Sie deckt nach und nach auf, dass ihre Eltern NonCons, also Regierungsgegner waren, und sie erfährt die Wahrheit über ihre Vergangenheit, die Regierung und das FeLS und bringt sich dabei in große Gefahr.

Meinung

Kennt ihr das wenn ihr ein Buch lest, das so gut ist, dass ihr nicht glauben könnt dass es aus ist? Das so gut ist, dass ihr gar nicht wisst was ihr als nächstes lesen sollt, weil sie kaum ein anderes Buch damit messen kann?
Genau so geht es mir mit XVI. Ich bin einfach so begeistert und euphorisch, dass ich kaum weiß womit ich anfangen soll.
Bei XVI handelt es sich um eine Dystopie, die ja in letzter Zeit immer beliebter wurden. Ich dachte ja eigentlich dass dieser Kampf gegen die Unterdrückung einer großen Organisation oder der Regierung mit der Zeit langweilig wird, aber in XVI wurde ich eines Besseren belehrt.
Hier spielt die Handlung in unserer Welt im Jahr 2150, also gar nicht so weit in der Zukunft. Die Technologien haben sich noch weiterentwickelt, sind aber eher zu einem Fluch als zu einem Segen geworden. Die Bewohner stört es aber kaum, dass sie teilweise ihr Leben lang einen GPS Chip implantiert haben und überall abgehört werden können.
Schockierend ist aber, dass keiner ein Problem damit zu haben scheint, dass Mädchen ab ihrem 16. Geburtstag als Freiwild und Sexobjekt gelten. Sie werden sogar so erzogen, dass sie sich möglichst sexy kleiden und verhalten.
Dieser gesellschaftliche Hintergrund und Aufbau hat mir sehr gut gefallen, allerdings hätte ich vor allem am Anfang gerne mehr Informationen erhalten, da man eigentlich nie wirklich weiß wie es dazu gekommen ist. Außerdem werden einige Ereignisse und Feiertage erwähnt, die aber nicht erklärt werden. Es könnte natürlich sein, dass von der Autorin gezielt so gemacht wurde, um zusätzlich für Spannung zu sorgen. Ich hätte aber gern etwas mehr erfahren, um ehrlich zu sein hätte ich am liebsten 1000 Seiten von dieser tollen Geschichte gelesen und hätte dann wahrscheinlich immer noch nicht genug.
Was dieses Buch nämlich so aufregend macht, ist Nina und die Vergangenheit ihrer Eltern. Ich möchte an dieser Stelle wirklich nicht zu viel verraten, weil ich finde, dass jeder dieses Buch selber lesen sollte, aber das was ihre Eltern aufgedeckt haben, ist wirklich unglaublich furchtbar.
Nachdem was ihre Mutter ihr am Sterbebett gesagt hat, sucht und findet Nina das Babybuch ihrer Schwester, das wie sie später herausfindet, sehr wichtige Informationen enthält.
Neben der überaus spannenden Suche nach dieser Vergangenheit ist da auch noch die ständige Bedrohung von Ed, dem Exfreund ihrer Mutter, der tiefer in der ganzen Sache verstrickt ist, als Nina ahnt.
Nina und auch all ihre Freunde, vor allem Wei sind mir gleich von Anfang an unglaublich ans Herz gewachsen, ich liebe diese Charaktere. Auch ihr Großvater mit seiner Fußprothese ist ein besonderes Highlight.
Die Handlung selbst ist wahnsinnig spannend, so dass ich sogar abends nicht schlafen konnte vor lauter Aufregung! Es passiert auch unglaublich viel, ich glaube ich habe selten so viel Handlung auf so wenig Seiten gelesen und das meine ich absolut positiv.
Das Ende ist zwar kein wirklicher Cliffhanger, allerdings sind noch sehr viele Fragen offen, die hoffentlich in einer Fortsetzung beantwortet werden. Gestern habe ich mich gleich auf die Suche nach dieser gemacht und Gerüchte von einem "Sequel" und einem "Spin-off" gelesen, bin also zuversichtlich dass wir bald noch viel mehr von Julia Karr lesen werden. Diese Debütautorin hat mich jetzt schon von sich überzeugt. Außerdem ist sie mit XVI ein gewisses Risiko eingegangen, denn ich glaube es ist nicht leicht in den USA ein Jugendbuch zu schreiben, indem 16-Jährige schon so offen mit Sex umgehen und ich kann mir durchaus vorstellen´, dass sie Schwierigkeiten hatte einen Verlag zu finden. Für diesen Mut und vor allem für diesen wunderbaren Debütroman hat sie meine absolute Hochachtung!

Fazit

Ich kann nicht viel mehr sagen als: UNBEDINGT LESEN!!!!





[Rezension] "Die Nacht der Wölfin" von Kelley Armstrong

Inhalt

Elena ist der einzige weibliche Werwolf. Normalerweise werden nur Jungs als Werwölfe geboren und Frauen sind meist zu schwach, um den Biss zu überleben. Elena hat ihn aber überlebt und versucht seitdem ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten. Vor einiger Zeit hat sie ihr Rudel verlassen und lebt nun mit ihrem Freund Philip, der nichts von ihren nächtlichen Aktivitäten ahnt, zusammen. Elena muss sich nämlich regelmäßig verwandeln um einer spontanen Verwandlung vorzubeugen.
Ihr scheinbar heiles Leben wird jäh zerstört, als sie einen Anruf von ihrem Rudelanführer Jeremy bekommt. Daraufhin hat sie keine andere Wahl als nach Stormhaven im Bundesstaat New York zurückzukehren, denn ihr Rudel braucht ihre Hilfe. Dort häufen sich nämlich die Meldungen von Menschen, die von wilden Hunden angegriffen und getötet wurden. Jeremy und der Rest des Rudels wissen, was hinter diesen Angriffen steckt: Ein Mutt - ein Wolf der sich allein durchs Leben schlägt und sich dabei an keine Regeln hält. Elena muss helfen den Mutt aufzuspüren. Wovor sie aber wirklich Angst hat, ist die Begegnung mit Clay, den sie liebte, bis er sie in einen Werwolf verwandelt hat. Doch jetzt merkt sie, dass die alten Gefühle für ihn wieder aufleben...

Meinung

Da ich in letzter Zeit immer mehr Gefallen an Werwölfen gefunden habe, blieb mir natürlich keine andere Wahl, als auch dieses Buch in Augenschein zu nehmen. Die Idee, dass Elena der einzige weibliche Werwolf der Welt ist, fand ich aufregend. Allerdings dachte ich, dass sie mehr Probleme mit ihren männlichen Rudelmitgliedern haben wird. Diese haben sie allerdings sehr gut behandelt und ihre Meinung eigentlich immer akzeptiert. Sie waren sogar richtig froh sie wieder bei sich zu haben.
Besonders interessant fand ich den Gefühlskonflikt zwischen Elena und Clay. Elena versucht vor allem am Anfang ihre Gefühle für ihn zu unterdrücken und sich auf das zu konzentrieren, was er ihr angetan hat. Er ist nämlich derjenige, der sie durch einen Biss in einen Werwolf verwandelt hat. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob dies Absicht war, oder aber er sich einfach - wie so oft - nicht unter Kontrolle hatte. Clay ist nämlich sehr egoistisch und denkt nur an sich selbst. Daher war er mir über große Teile des Buches sehr unsympathisch. Die Beziehung der beiden ist alles andere als leicht, sie lieben und hassen sich gleichzeitig.

Sie haben allerdings kaum Zeit für eine richtige Aussprache, weil sie sich um den Mutt in der Stadt kümmern müssen. Dieser verursacht nämlich immer mehr Chaos und versucht die Spur auf das Rudel von Elena zu lenken, in dem er Leichen in ihrem Territorium ablegt.
Gemeinsam mit Clay und den anderen jungen Werwölfen macht sie sich auf die Suche nach ihm und erfährt bald, dass es sich um mehr als einen handelt.
Dieser Teil von "Die Nacht der Wölfin" lest sich teilweise wie ein Krimi, denn Elena und ihre Rudelmitglieder leisten richtige Ermittlungsarbeit. Vor allem gegen Ende wurde das Buch dadurch richtig spannend, insbesondere als Philip, Elenas Freund, angegriffen wird und ihre Verwandlung sieht. Clays Verhalten fand ich dann richtig süß, denn zum ersten Mal denkt er nicht nur an sich, als er versucht Philip zu helfen.

"Die Nacht der Wölfin" beinhaltet also eine interessante Liebesgeschichte und die Handlung ist auch recht spannend. Dennoch war ich von diesem Buch insgesamt nicht so begeistert, wie ich es erwartet hätte. Das liegt vor allem an dem extrem langen und zähen Einstieg. Über 100 Seiten passiert nämlich nichts wirklich aufregendes und Elena erklärt ewig den Hintergrund der einzelnen Rudelmitglieder. Die Beziehung zwischen Elena und Clay ist zwar interessant gestaltet, dennoch habe ich bis zum Ende nicht richtig mitgefühlt und mir war es eigentlich egal ob die beiden letztendlich wieder zusammenkommen oder nicht. Mit den Charakteren hatte ich auch so meine Probleme. Elena mochte ich zwar, aber sie ist mir trotzdem nie besonders ans Herz gewachsen. Und mit Clay hatte ich wie bereits erwähnt bis zum Ende meine Schwierigkeiten.

Fazit

Trotz der spannenden Handlung nicht das beste Buch über Werwölfe.




Vielen herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an




Dienstag, März 01, 2011

Lesestatistik Februar 2011

Diesen Monat hatte ich Dank 2 - wöchiger Semesterferien sehr viel Zeit zum Lesen und bin daher insgesamt auf stolze 15 Bücher und 5693 gelesene Seiten gekommen :D

Außerdem habe ich mittlerweile einen Weg gefunden wie ich meine gelesenen Bücher einfach vom Bookcook hereinkopieren kann. Somit erspare ich mir das mühsame Abschreiben :)



Titel Autor Lesedatum
Das Lied der Banshee: Roman Nowak, Janika 02.02.2011
Die fließende Königin. Merle-Zyklus 01. Meyer, Kai 04.02.2011
Beastly Flinn, Alex 05.02.2011
Shade Smith-Ready, Jeri 07.02.2011
Anna and the French Kiss Perkins, Stephanie 09.02.2011
Du oder das ganze Leben Elkeles, Simone 10.02.2011
Timeless Monir, Alexandra 12.02.2011
Halo Adornetto, Alexandra 14.02.2011
Ronar Höhl-Kayser, Anke 15.02.2011
Delirium Oliver, Lauren 16.02.2011
Das Tal Season 1.4. Die Prophezeiung Kuhn, Krystyna 19.02.2011
Magierdämmerung 1: Für die Krone Perplies, Bernd 21.02.2011
Angelfire Moulton, Courtney Allison 22.02.2011
Die Nacht der Wölfin Armstrong, Kelley 24.02.2011
Where I Belong Heasley, Gwendolyn 27.02.2011


Heute und morgen werde ich noch brav die Rezensionen von "Nacht der Wölfin" und "Where I belong" schreiben.

Mein Highlight im Februar war "Du oder das ganze Leben", dicht gefolgt von "Für die Krone"




An dieser Stelle möchte ich außerdem auf das tolle Gewinnspiel von Sabine von Büchersüchtig hinweisen. Bei ihr kann man nämlich 4 tolle Bücher gewinnen indem man ihr einfach eine E-Mail schreibt!