Sonntag, Februar 06, 2011

[Rezension] "Beastly" von Alex Flinn

Inhalt

Kyle lebt das perfekte Leben. Als Sohn eines berühmten TV-Moderators bekommt er alles was er will: Geld, Mädchen und die Anerkennung seiner Mitschüler. Neben dem Geld seines Vaters trägt auch sein Aussehen dazu bei, dass er sich für den besten Typen der Schule hält und das auch alle anderen Wissen lässt. Für ihn zählt nur Geld und Aussehen, wenn jemand nicht in dieses Schema passt wird er von ihm bestenfalls nicht beachtet, meistens macht Kyle jenen Menschen mit Beleidigungen das Leben schwer. Doch seine Arroganz wird ihm zum Verhängnis, als er auf die Hexe Kendra stößt, denn sie beschließt ihm eine Lektion fürs Leben zu erteilen, die ihm lehren soll, dass es auch auf die innere Schönheit, die er ganz und gar nicht besitzt, ankommt.
Daher passt sie sein Äußeres seinem hässlichen Charakter an und verwandelt ihn in ein Biest mit Fangzähnen und Klauen. Sie gibt ihm aber zwei Jahre Zeit diesen Fluch zu brechen, indem er ein Mädchen findet, dass ihn liebt und mit einem Kuss erlöst.
Von seinem Vater abgeschoben, lebt Kyle von nun an einsam in einem riesigen Haus, welches er nur mit seinem blinden Lehrer und seiner Haushälterin teilt. Doch kurz bevor die zwei Jahre ablaufen, stößt er auf ein Mädchen, dass ihm Hoffnungen macht seinen Fluch zu brechen: Linda.

Meinung

Mit "Beastly" habe ich meine erste Neuinterpretation eines Märchens gelesen. Am Anfang war ich von solchen Büchern nicht sehr überzeugt, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass man ein Märchen, das jeder seit seiner Kindheit kennt, zufriedenstellend modernisieren und verändern kann.
Doch Alex Flinn ist es mit ihrer Version von dem klassischen Märchen "Die Schöne und das Biest" gelungen mich zu überzeugen.
Die Autorin hält sich dabei sehr an die Vorgabe, verändert aber kleine Details, die mir sehr gut gefallen haben. Besonders toll fand ich es, dass es hier hauptsächlich um das "Biest" ging. Kyle erzählt in der Ich-Perspektive von seinem Leben. Auch wenn man den arroganten, eingebildeten Jungen am Anfang alles andere als mag, hat er mir nach einer gewissen Zeit Leid getan. Vor allem, als er dann langsam lernt auf was es im Leben wirklich ankommt, wurde er mir doch ein wenig sympathisch.

Außerdem ist "die Schöne" hier nicht unbedingt schön. Linda ist einfach ein ganz normales Mädchen mit durchschnittlichem Aussehen. Das hat meiner Meinung nach perfekt gepasst, denn es wäre sehr unglaubwürdig wenn Kyle nach seiner Erkenntnis, dass die innere und nicht die äußere Schönheit zählt, sich dann doch wieder in ein wunderschönes Mädchen verliebt hätte.

Besonders schön fand ich die Geschichte mit den Rosen. Kyles blinder Lehrer Will erweckt nämlich seine Liebe zu Blumen, sodass sich Kyle dann sogar ein Gewächshaus baut, um mit den Rosen etwas Schönheit in sein Leben zu bringen, wie er sagt.

Auch das Übertragen der Geschichte in die moderne Welt ist der Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Kyle und sein Vater versuchen zunächst mit ärztlicher Hilfe den Fluch los zu werden - was natürlich nicht funktioniert. Um das Haus werden Überwachungskameras installiert, um das eindringen eines Fremden zu verhindern.
Das absolute Highlight war aber, dass sich Kyle in einem Internetchat Hilfe holt. In dem Chat beraten sich andere verwandelte Wesen, die jedem Märchenfan bekannt vorkommen werden. Besonders der Prinz, der in einen Frosch verwandelt wurde und sich unter dem Nicknamen "Froggie" einloggt, hat bei mir für einige Lacher gesorgt.

Die Gesellschaftskritik kommt in "Beastly" auch nicht zu kurz, Lindas Vater ist zum Beispiel drogensüchtig und überlässt dem Biest seine Tochter, um sich aus einer brenzligen Situation zu befreien. Auch sonst war das Leben mit ihrem Vater alles andere als einfach, was Linda schnell erkennen lässt, dass sogar das Leben bei einem Biest besser ist.

Das Biest versucht nach Lindas Ankunft alles, um ihre Liebe zu gewinnen. Diese verzweifelten Versuche waren gleichzeitig witzig und rührend.
Am Ende wurde "Beastly" noch richtig dramatisch und spannend und mir fiel es nicht gerade leicht mich von diese Geschichte loszureißen.

Fazit

Eine sehr gelungene Märchenadaption, die fast an das Original herankommt.






Im April erscheint die Verfilmung von "Beastly" bei uns in den Kinos. Hier gibt's schon mal den Trailer, wobei ich jetzt schon finde, dass weder das Biest noch Linda gut umgesetzt sind. Beide sind mir nämlich zu schön - typisch Hollywood eben.

Kommentare:

  1. hört sich doch schon mal gut an :)

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  2. Ich habe das Buch von meinem Mann zu Weihnachten bekommen und auch schon gelesen. Ich fand es total schön und freue mich schon auf den Film ;-)

    Liebe Grüße,
    Sarah

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  3. Das mit dem Chatroom wusste ich ja noch garnicht. Hört sich wirklich interessant an, vorallem weil ich mich früher nie für Märchen interessiert habe und so auch nicht den Verlauf von die Schöne und das Biest kenne :)

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  4. Vanessa Hudgens (oder wie man die schreibt xD) ist viel zu gutaussehend für die Rolle der Lindy. Das mit dem Biest, dass es nicht haarig sondern einfach nur hässlich ist, find ich eigentlich gar nicht so schlecht. Kann mich aber leider nicht darüber hinwegtrösten, dass die gute Vanessa schlichtweg eine Fehlbesetzung ist. -.-

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  5. Das Buch fand ich richtig toll, aber der Trailer spricht mich so gar nicht an. Werde wohl kein Geld ausgeben, um dem Film im Kino zu sehen -.-

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  6. Ja ich glaube auch, dass das Buch viel besser ist wie der Film, werde mir den Film aber trotzdem ansehen (ich liebe Kino *g*)
    Ja mit Vanessa Hudgens kann ich mich auch überhaupt nicht anfreunden - einfach viel zu hübsch für die Rolle und bei mir wird sie immer das Mädchen aus High School Musical bleiben, glaube ich.
    Dass das Biest keine Haare, Klauen usw hat wird wahrscheinlich daran liegen, dass das schwierig umzusetzen ist, aber ich finde ihn trotzdem noch zu schön, man hätte ihm zumindest irgendwelche gruslige Verbrennungen verpassen können, so dass es nachvollziehbar wäre, dass er sich nicht aus dem Haus traut.

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  7. Hallo Chrisu!
    Freut mich, dass dir "Beastly" auch so gut wie mir gefallen hat. :)

    Was die Filmbesetzung angeht: Ich finde die Hauptdarsteller auch beide zu schön und Vanessa Hudgens mag ich seit HSM nicht.

    Lg, Sabine

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  8. Ich hab jetzt so viele schlechte Rezensionen über das Buch gelesen, Dein war die erste positive und doch hat sie mich überzeugt, ebenso wie der Trailer - ich werd mir das Buch nun doch holen :) Danke!

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