Sonntag, Juli 25, 2010

[Rezension] "Das Haus der kalten Herzen"von Sarah Singleton

Inhalt:

Mercy und ihre kleine Schwester Charity leben - abgeschieden von der Außenwelt - auf dem Landsitz ihres Vaters. Sie erwachen am Abend und gehen am Morgen schlafen, daher haben sie seit einer gefühlten Ewigkeit keinen Sonnenstrahl mehr zu Gesicht bekommen. Außerdem scheint der Winter schon Jahre zu dauern. All das fällt der 12-jährigen Mercy aber erst auf, als ein Fremder sie darauf anspricht. Auch das Geheimnis, welches um den Tod ihrer Mutter gemacht wird, ist Mercy plötzlich suspekt und sie versucht alles um herauszufinden was mit ihrer Mutter passiert ist. Doch bei ihrem Vater und dem Kindermädchen stößt sie auf taube Ohren. Sie solle sich nicht um solche Dinge kümmern, heißt es. Doch Mercy sucht weiter und dabei fällt ihr auf, dass die Zeit wie angehalten scheint, seit Jahren sind sie und ihre Schwester nicht gealtert. Außerdem merkt sie , dass sie sich in eine andere Zeit begeben kann. Das hilft ihr das schreckliche Geheimnis ihrer Familie zu entschlüsseln, doch dabei setzt sie einiges aufs Spiel.

Meinung:

Das Geheimnis der Familie Verga hat mich bereits nach den ersten Seiten gefesselt. Genau wie Mercy wollte ich unbedingt wissen, warum die Mädchen seit Jahrzehnten im dunklen Winter leben und nicht älter werden. Außerdem habe ich mit den Mädchen gehofft, dass sie ihre Mutter vielleicht doch noch einmal wiedersehen. All das hat dieses Buch wirklich sehr spannend für mich gemacht. Auch der Erzählstil trägt meiner Meinung nach dazu bei, die Spannung aufzubauen und zu halten.
Der geheimnisvolle Fremde,Claudius, sowie das Kindermädchen Galatea waren Charaktere, bei denen ich über lange Zeit hinweg nicht wusste, was sie im Schilde führten. Besonders das Kindermädchen war wirklich unsympathisch und hat mich sehr geärgert. Dadurch konnte ich Mercy's Hass und Misstrauen ihr gegenüber sehr gut nachvollziehen.

Mercy selbst ist mir sehr ans Herz gewachsen. Wie sie unermüdlich kämpft um das Geheimnis zu entschlüsseln und in jeder noch so misslichen Lage einen Ausweg findet, hat mich sehr beeindruckt. Außerdem gefiel mir, dass sie ohne ihre kleine Schwester Charity mit Sicherheit nicht so weit gekommen wäre. Charity hat zwar eine eher kleine Rolle im Buch, ist aber für die Handlung sehr wichtig.

Das Geheimnis, das die Schwestern dann schlussendlich gelöst haben, fand ich etwas verstörend. Claudius Handlungen in der Vergangenheit waren doch sehr skurril. Natürlich hat er aus Liebe gehandelt, doch selbst mit Liebe kann man nicht alle unethischen Handlungen rechtfertigen. Meiner Meinung nach hätte er einfach akzeptieren müssen, dass seine geliebte Frau eines Tages sterben wird. Er hat in dieser Hinsicht sehr selbstsüchtig gehandelt, da er sie einfach für immer bei sich haben wollte.
Auch die Reaktion von Mercys Vater fand ich etwas übertrieben. Ich bin der Meinung, dass es völlig ausreichend gewesen wäre, das Land zu verlassen und wo anders nochmal neu anzufangen. Das er sich aber dazu entschieden hat, seine Töchter lieber für immer in einer kalten Winternacht festzuhalten, war für mich nicht verständlich.

Was ich diesem Buch hoch anrechne, ist die Tatsache, dass die Handlung nie vorhersehbar war. Da ich bei den meisten Büchern schon ziemlich schnell zwei, drei mögliche Ausgänge im Kopf habe, stellte "Das Haus der kalten Herzen" eine gelungene Abwechslung dar.

Besonders toll fand ich auch die Namen im Buch: Mercy und Charity. Beides kann man auf Deutsch mit Gnade bzw. Mitleid übersetzen, was ich sehr passend finde. Auch, dass der Landsitz der Familie den Namen Century trägt, ist sehr stimmig.

Fazit:

Ein sehr spannendes Buch, das den Leser von Anfang an fesselt. Da ich gewisse Handlungen der Charaktere aber nicht nachvollziehen kann, gibt es einen Stern Abzug.



Vielen Dank an den cbt für dieses Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Ich hab zwar schon mit dem Buch geliebäugelt, konnte mich aber nicht überwinden, es mir zuzulegen xD

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  2. Puh, wenigstens mal ein Buch, dass ich dann doch nicht unbedingt haben muss.
    Danke für die Rezi! ^^

    p.s. Dachboden-Bücher liegen bereit - hab mich durch die Bücher-Schachtel gewühlt ;D

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  3. Sommer und voller Sonnenschein. Die Blumen auf der Terrasse gedeihen. Ich such einen Schutz vom vollen Sonnenschein. Ja, eine nette Markise muss es sein. Ich such mit der Maschine mit dem „G“. Geb dort das Wort für eine nette Markise ein. „Markise net“. Am Anfang der Liste steht, der Schutz für die gesuchte Lebensqualität.

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