Mittwoch, Oktober 06, 2010

[Rezension] "Die Muschelmagier" von Kai Meyer

Rezension von "Die Wellenläufer"

Inhalt


Munk und Jolly treffen getrennt von einander in Aelenium ein. Dort werden sie über ihre Pflichten als Quappen aufgeklärt, denn sie spielen beim Kampf gegen den Mahlstrom eine wichtige Rolle. Im täglichen Training kommen sich Jolly und Munk nicht nur wieder näher, sondern erfahren auch, dass sie sich neben ihrer Fähigkeit auf dem Wasser zu laufen auch mühelos im Wasser fortbewegen können. Doch mit der Zeit entstehen Spannungen zwischen den beiden und Jolly, die sich nach ihrem Piratenleben sehnt, macht sich allein auf den Weg um ihren früheren Kapitän Bannon zu suchen. Dabei gerät sie in mehrere brenzlige Situationen. Auch Griffin, der ihr nach gereist ist um sie zu beschützen, trifft auf unerwartete Gefahren und eines Tages findet er sich im Magen eines riesigen Wals wieder. Prinzessin Soledad kämpft unterdessen um den Thron der Piraten.

Schon bald wird allen klar, dass ihnen nicht nur ein erbitterter Kampf gegen die Klabauter und andere Wesen des Mare Tenebrosum bevorsteht, sondern dass sie auch menschliche Feinde haben, die sie nicht unterschätzen dürfen...

Meinung

"Die Muschelmagier" setzte genau da an, wo "Die Wellenläufer" aufgehört hat. Der Leser wird zunächst mit dem wundbaren Aelenium vertraut gemacht. Kai Meyer ist es hier gelungen mich trotz seitenlangen Beschreibungen der Stadt nicht zu langweilen. Normalerweise lese ich solche Beschreibungen nur halbherzig, doch er hat sie so spannend und aufregend gestaltet, dass ich gar nicht genug von dieser faszinierenden Stadt erfahren konnte.

Im zweiten Band der Trilogie steht Jolly noch mehr im Mittelpunkt als im ersten. Vor allem ihre Mühen beim Erlernen der Muschelmagie, ihr Gefühlschaos und ihre Sehnsucht nach ihrem alten Leben machen sie sehr verletzlich. Besonders als sie dann erfuhr, was aus Bannon geworden ist, hat sie mir wirklich Leid getan. Ich hoffe immer noch, dass sich im dritten Teil alles zum Positiven wenden wird.

Auch Soledad nimmt eine viel wichtigere Rolle ein als in "Die Wellenläufer" und ich bin fest davon überzeugt, dass sie es doch noch schafft, die Piratenkaiserin zu werden. Besonders ihr Mut und ihre Intelligenz im Kampf gegen Kenndrick haben mich sehr beeindruckt. Ich bin auf alle Fälle schon sehr gespannt, wie es mit ihr weiter geht.

Munk wurde leider etwas in den Hintergrund gedrängt, über weite Textpassagen hinweg hat man nicht erfahren, was er gerade macht. Das fand ich zwar einerseits etwas schade, andererseits verspricht das auch noch viel Möglichkeiten für den 3. Teil, in dem er mit Sicherheit wieder mehr im Vordergrund stehen wird.
Am unterhaltsamsten fand ich allerdings den Teil der Handlung, der sich um Griffin dreht. Besonders seine Begegnung mit dem Mann im Wal löste bei mir neben Schmunzeln auch das ein oder andere Lachen aus. Auch hier kann ich es kaum erwarten wie es weiter geht.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass "Die Muschelmagier" etwas weniger aufregend und abenteuerlich war als der erste Teil. Aber der bevorstehende finale Kampf im dritten Teil wird das bestimmt ausgleichen.

Fazit

Eine gelungene Fortsetzung, mit Charakteren und einer Kulisse, die man einfach lieben muss. Auch "Die Muschelmagier" ist ein abenteuerliches Fantasybuch für Jung und Alt.


Für die Bereitstellung von diesem Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei




Kommentare:

  1. Hört sich ja toll an, muss ich mir unbedingt mal merken!

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  2. Wollt ihr wissen, was Kai Meyer über seine Leser denkt?

    Hier sein geistiger Erguss: http://kai-meyer-journal.blogspot.com/2007/09/11-september-2007.html

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  3. Ich liebe diese Triologie!

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