Dienstag, März 08, 2011

[Rezension] "Ash" von Malinda Lo

Inhalt

Nach dem Tot ihrer Eltern bleibt Ash keine andere Wahl als bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern zu wohnen. Vor allem von der Mutter wird sie gedemütigt und schon bald erhält sie den Status eines Dienstmädchens. Ihre ganze Jugend verbringt sie damit für ihre Stieffamilie zu kochen und zu putzen während sich ihre Stiefschwestern auf die Suche nach einem möglichst reichen Ehemann begeben. Nur die Erinnerung an ihre Mutter und deren Geschichten über das Feenreich bewahren Ash vor der Verzweiflung. Schon bald erfährt sie, dass Feen wirklich existieren und lässt sich auf einen Handel mit ihnen ein, um der geheimnisvollen Jägerin Kaisa näher zu kommen.


Meinung

Von "Ash" habe ich mir eine moderne Aufarbeitung von Aschenputtel erwartet. Schon auf den ersten Seiten ist mir aber aufgefallen, dass sich dieser Roman stark von dem klassischen Märchen unterscheidet und ich hatte offen gestanden meine Probleme mit dieser Umsetzung. Hier kommt Ash nämlich nicht wie erwartet mit dem Prinzen zusammen, sondern mit einer Frau. Das wäre ja an und für sich kein Problem, allerdings war für mich die Beziehung zwischen Ash und Kaisa überhaupt nicht nachvollziehbar. Sie verbringen zwar einige Zeit miteinander und freunden sich an, allerdings habe von der Liebe zwischen den beiden nicht viel mitbekommen. Dass Ash diesmal nicht den Prinzen wählt, ist eine gute Idee, allerdings hätte ich es viel cooler gefunden, wenn sie sich für den geheimnisvollen Feenmann Shidean entschieden hätte. Diese war nämlich der einzig wirklich interessante Charakter des Buches.
Das Aufregendste an diesem Buch waren noch die Feengeschichten, die Ash liest. Diese waren teilweise richtig spannend und faszinierend.

Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Autorin selbst lesbisch ist. Insofern kann ich es schon nachvollziehen, dass sie es Leid war, dass es so gut wie kein Buch mit einer homosexuellen Liebesgeschichte gibt (vor allem im Jugendbuchbereich). Allerdings ist es ihr mit "Ash" nicht gelungen diese Liebe glaubhaft darzustellen. Dass sie sich für die Neuauslegung eines Märchens entschieden hat, ist für mich auch nicht ganz verständlich. Ich glaube mit einer ganz neuen Geschichte wäre sie besser bedient gewesen.

Fazit

"Ash" konnte mich abgesehen von den Feengeschichten leider nicht begeistern.



Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an

Kommentare:

  1. Ohhh gut daß ich das Lese, das schmeisst das Buch definitiv von meiner Wunschliste! Mir gefiel dieser Inhalt schon bei "Mein Herz so wild" nicht. Hab auch nix dagegen, mag darüber aber keine Bücher lesen :)

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  2. Hallo Chrisu!

    Dank deiner Rezension werde ich das Buch auch von meiner Wunschliste verbannen. Dabei hätte mir der Klappentext so zugesagt. :(

    Liebe Grüße, Sabine

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